Integrierter Bericht 2016 - Qualität, die überzeugt!
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Entwicklung im Berichtsjahr

  • Erfolgreiche Betriebsaufnahmen der Verkehre von Northern Rail und London Overground sowie in Limburg.
  • Positive Effekte aus Akquisitionen in der Sparte Mainland Europe.
  • Negative Währungskurseffekte wegen des schwächeren Pfunds.

DB Arriva

2016

2015

Verände­rung

 


2014

absolut

%

Pünktlichkeit Schiene 1) in %

91,0

90,6

90,4

Kundenzufriedenheit Bus und Schiene in Großbritannien in ZI 

81

83

82

Reisende 2) in Mio.

1.761

1.663

+98

+5,9

1.647

Verkehrsleistung Schiene in Mio. Pkm

11.230

8.980

+2.250

+25,1

8.638

Betriebsleistung in Mio. Trkm

170,6

132,7

+37,9

+28,6

131,6

Betriebsleistung in Mio. Buskm

1.028

1.024

+4

+0,4

1.003

Gesamtumsatz in Mio.

5.093

4.843

+250

+5,2

4.491

Außenumsatz in Mio.

5.085

4.836

+249

+5,1

4.485

EBITDA bereinigt in Mio.

525

525

498

EBIT bereinigt in Mio.

280

270

+10

+3,7

265

Brutto-Investitionen in Mio.

359

276

+83

+30,1

296

Mitarbeiter per 31.12. in VZP

54.150

46.484

+7.666

+16,5

45.712

Mitarbeiterzufriedenheit in ZI

3,7

3,7

Spezifische CO₂e-Emissionen Schiene im Vergleich zu 2006
(bezogen auf Wageneinheiten) in %

13,0

12,6

10,1

Spezifische CO₂e-Emissionen Bus im Vergleich zu 2006 (bezogen auf Buskm) in %

16,3

17,5

14,9

1) Methodenänderung ab 2016 mit rückwirkender Anpassung für 2015 und 2014.
2) Vorjahreszahl angepasst.

[F1«10/13»
Die Pünktlichkeit im Schienenpersonenverkehr ist gestiegen. Das ist auf den anhaltenden operativen Verbesserungsfokus und die Auswirkungen der Betriebsaufnahmen von Nothern Rail und LOROL zurückzuführen. F1«10/13»]

G4-PR5Der Kundenzufriedenheitsindex basiert auf den jährlich stattfindenden Befragungen bei UK Bus und UK Trains. Die Kundenzufriedenheit dient als ein wichtiger Erfolgsfaktor. Im Berichtsjahr ist die Kundenzufriedenheit gesunken. Hintergrund ist die Übernahme des Betriebs von Northern Rail, der im Vergleich zu den anderen von DB Arriva betriebenen Schienenangeboten eine unterdurchschnittliche Kundenzufriedenheit aufweist.

Maßnahmen 2016

  • Chiltern Railways testet derzeit die App »MyJrny«, die es Kunden erleichtert, ihre Reisen mithilfe von Echtzeitdaten zu planen.
  • Chiltern Railways verbessert die Kundensicherheit mit 136 neuen Kameras (insgesamt 800 über das gesamte Netzwerk).

Die Entwicklung der Reisendenzahl war insgesamt positiv. Die Betriebsleistung sowohl im Schienen- als auch im Busverkehr stieg an. Haupttreiber im Busgeschäft waren die Akquisitionen in der Sparte Mainland Europe. Gegenläufig wirkten hier allerdings Portfolioveränderungen. Die Verkehrsleistung im Schienenverkehr stieg insbesondere infolge der Übernahme der Northern-Rail-Verkehre.

Der Umsatzanstieg ist im Wesentlichen auf die Aufnahme der Verkehre von Northern Rail und LOROL zurückzuführen. Zusätzlich machten sich die Akquisitionen in der Sparte Mainland Europe positiv bemerkbar. Dämpfend wirkten dagegen die Entwicklung bei UK Bus und Währungskurseffekte.

Auch die Entwicklung der sonstigen betrieblichen Erträge (+26,2 %) wurde wesentlich durch die Betriebsaufnahmen bei UK Trains beeinflusst.

Der Material- (+5,7 %) und der Personalaufwand (+8,3 %) sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+4,2 %) stiegen im Vorjahresvergleich an. Dies resultierte inbesondere aus den Leistungsausweitungen bei UK Trains. Währungskurseffekte wirkten teilweise kompensierend.

Die operativen Ergebnisgrößen entwickelten sich differenziert. Während das bereinigte EBITDA unverändert blieb, stieg das bereinigte EBIT. Verbesserungen bei UK Trains infolge der Neuverkehre sowie durch den Wegfall von Einmalbelastungen aus dem Vorjahr wurden dabei im Wesentlichen durch die Entwicklungen bei UK Bus, Portfolioveränderungen und Währungskurseffekte vollständig beziehungsweise weitgehend kompensiert.

Die Brutto-Investitionen sind im Berichtsjahr angestiegen. Dies resultierte hauptsächlich aus der Betriebsaufnahme von neuen Verkehren in den Niederlanden sowie von Northern Rail.

Die Mitarbeiterzahl ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, was maßgeblich auf die Betriebsaufnahmen in Großbritannien und den Niederlanden zurückzuführen ist.

Die Mitarbeiterzufriedenheit ist stabil geblieben.

Maßnahmen 2016

  • Wir haben unsere Arbeitgebermarke »Together – we are Arriva« weiterentwickelt und eingebettet.
  • Das »Arriva Graduate Program« wurde überprüft und eine neue Graduate-Marke entwickelt.

Im Schienenverkehr haben wir uns bei den spezifischen CO2-Emissionen im Vergleich zu 2006 weiter verbessern können. Im Busverkehr sank die Reduktion der spezifischen CO2-Emissionen aufgrund der primären Ausrichtung der Flottenzugänge auf eine Verringerung der Abgasemissionen und nicht von CO2-Emissionen leicht an.

Maßnahmen 2016

  • Econospeed, ein kraftstoffsparendes System, bei rund 140 Bussen in Schweden eingebaut.
  • Erweiterung des Programms Destination Green.
  • Über 50 neue elektrische und mit Gas betriebene umweltfreundliche Busse eingeführt.

Sparte UK Bus

  • Schwieriges Marktumfeld.
  • Leistungsrückgänge in London wurden durch neue Verkehrsverträge teilweise kompensiert.
  • Währungskurseffekte durch schwächeres Pfund.

Sparte UK Bus
Ausgewählte Kennzahlen
in Mio.

2016

2015

Verände­rung

absolut

%

Reisende 1) in Mio.

709,0

730,2

21,2

2,9

Betriebsleistung in Mio. Buskm

364,9

375,5

10,6

2,8

Gesamtumsatz

1.164

1.346

182

13,5

Außenumsatz

1.159

1.336

177

13,2

EBITDA bereinigt

164

242

78

32,2

EBIT bereinigt

90

151

61

40,4

Brutto-Investitionen

86

106

20

18,9

Mitarbeiter per 31.12. in VZP16.58816.736–148–0,9

1) Vorjahreszahl angepasst.

Der Rückgang der Reisendenzahl im Busgeschäft in Großbritannien resultierte aus Änderungen im Vertragsportfolio. Die ganzjährige Wirksamkeit des Verlusts von Linien in London aus dem Vorjahr sowie eine Verkehrsreduzierung in den Regionen außerhalb Londons unter anderem infolge des zunehmenden Online-Shoppings wirkten negativ. Insgesamt ging die Betriebsleistung zurück.

Währungskurseffekte wirkten sich deutlich negativ auf den Umsatz aus. Leistungsverluste in London, schwierige Marktbedingungen außerhalb Londons sowie Veränderungen des Portfolios trugen ebenfalls zur Umsatzreduzierung bei.

Die Entwicklung des Materialaufwands (–15,2 %) wurde vor allem durch Währungskurseffekte sowie die Leistungsrückgänge in London getrieben.

Der Personalaufwand (–4,2 %) entwickelte sich währungskursbedingt rückläufig. Währungskursbereinigt stieg er infolge eines Einmaleffekts aufgrund von Pensionsanpassungen im Vorjahr.

Die bereinigten Ergebnisgrößen EBITDA und EBIT entwickelten sich deutlich schwächer als im Vorjahr. Haupttreiber waren der Wegfall des positiven Einmaleffekts im Personalaufwand, eine schwächere Umsatzentwicklung und negative Währungskurseffekte.

Vor allem Währungskurseffekte und geringere Investitionen in den Regionen außerhalb Londons führten zu einem Rückgang der Brutto-Investitionen. Gegenläufig wirkte unter anderem die Anschaffung von Bussen für neu gewonnene Linien in London.

Die Mitarbeiterzahl war vor allem infolge der Beendigung von Patiententransporten rückläufig.

Sparte UK Trains

  • Positive Effekte aus Betriebsaufnahmen Northern Rail und LOROL.
  • Negative Währungskurseffekte durch schwächeres Pfund.

Sparte UK Trains
Ausgewählte Kennzahlen
in Mio.

2016

2015

Verände­rung

absolut

%

Reisende in Mio.

240,6

132,7

+107,9

+81,3

Verkehrsleistung in Mio. Pkm

9.040

6.607

+2.433

+36,8

Betriebsleistung in Mio. Trkm

117,2

77,8

+39,4

+50,6

Gesamtumsatz

2.114

1.698

+416

+24,5

Außenumsatz

2.078

1.666

+412

+24,7

EBITDA bereinigt

108

71

+37

+52,1

EBIT bereinigt

76

42

+34

+81,0

Brutto-Investitionen

47

22

+25

+114

Mitarbeiter per 31.12. in VZP12.7995.729+7.070+123

Die Leistungsentwicklung im Schienenverkehr in Großbritannien war im Berichtsjahr deutlich positiv und resultierte maßgeblich aus den Betriebsaufnahmen von Northern Rail (seit 1. April 2016) und LOROL (seit 13. November 2016).

Die Umsatzentwicklung war dementsprechend positiv. Diese Entwicklung wurde zusätzlich unterstützt durch die ganzjährige Wirksamkeit einer Angebotsausweitung bei Chiltern Railways aus dem Vorjahr. Abgeschwächt wurde die Entwicklung durch spürbar negative Währungskurseffekte.

Auch die Entwicklung des Material- (+21,8 %) und des Personalaufwands (+50,8 %) wurde ganz wesentlich durch die Betriebsaufnahmen beeinflusst. Gegenläufig wirkten Währungskurseffekte hier dämpfend. Der Anstieg des Personalaufwands wurde teilweise durch einen Einmaleffekt aufgrund von Pensionsanpassungen kompensiert.

Das bereinigte EBITDA und EBIT stiegen trotz negativer Währungskurseffekte deutlich an. Zurückzuführen ist diese Entwicklung vor allem auf die Betriebsaufnahmen von Northern Rail und LOROL und einen Einmaleffekt aus Pensionsanpassungen.

Die Brutto-Investitionen stiegen im Zusammenhang mit der Betriebsaufnahme von Northern Rail deutlich an.

Die Zahl der Mitarbeiter hat sich infolge der Übernahme von insgesamt rund 7.000 Mitarbeitern von Northern Rail und LOROL mehr als verdoppelt.

Sparte Mainland Europe

  • Positive Effekte aus Akquisitionen.
  • Erfolgreiche Betriebsaufnahme von Verkehren in den Niederlanden im Dezember 2016.

Sparte Mainland Europe
Ausgewählte Kennzahlen
in Mio.

2016

2015

Verände­rung

absolut

%

Reisende Schiene in Mio.

102,4

103,5

1,1

1,1

Reisende Bus in Mio.

708,6

696,8

+11,8

+1,7

Verkehrsleistung Schiene in Mio. Pkm

2.190

2.374

184

7,8

Betriebsleistung in Mio.Trkm

53,4

54,9

1,5

2,7

Betriebsleistung in Mio. Buskm

663,3

648,7

+14,6

+2,3

Gesamtumsatz

1.933

1.902

+31

+1,6

Außenumsatz

1.848

1.837

+11

+0,6

EBITDA bereinigt

288

290

2

0,7

EBIT bereinigt

147

153

6

3,9

Brutto-Investitionen

204

138

+66

+47,8

Mitarbeiter per 31.12. in VZP24.52323.774+749+3,2

In der Sparte Mainland Europe war die Leistungsentwicklung im Schienenverkehr infolge verlorener Verkehrsverträge in Schweden und Polen rückläufig.

Im Busverkehr stiegen die Zahl der Reisenden und die Betriebsleistung vor allem infolge der ganzjährigen Wirksamkeit der Zugänge in Slowenien und der Slowakei aus dem Vorjahr und der Akquisitionen in Italien, Spanien und Tschechien im Berichtsjahr. Portfolioveränderungen wirkten gegenläufig teilweise kompensierend.

Die Umsatzentwicklung war vor allem getrieben durch die Akquisitionen positiv. Die Portfolioveränderungen sowie negative Währungskurseffekte wirkten dämpfend.

Der Material- (+2,0 %) und der Personalaufwand (+0,9 %) stiegen vor allem akquisitionsbedingt an. Gegenläufig dämpfend wirkten hier Währungskurseffekte und sonstige Portfolioveränderungen.

Das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBIT waren leicht rückläufig. Leistungsverluste und ein insgesamt herausforderndes Wettbewerbsumfeld konnten dabei durch positive Effekte aus den Akquisitionen weitgehend kompensiert werden.

Die Brutto-Investitionen sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen. Dies resultierte hauptsächlich aus der Betriebsaufnahme von Verkehren in den Niederlanden (Limburg und ZOWAD) im Dezember 2016 und den Akquisitionen.

Die Mitarbeiterzahl stieg hauptsächlich durch die Aufnahme von Verkehren in den Niederlanden sowie infolge der Akquisitionen an. Gegenläufig wirkten die Portfolioveränderungen.

Die Außenumsatzstruktur hat sich trotz der Akquisitionen im Berichts- und Vorjahr sowie der Leistungsverluste infolge verlorener Verkehrsverträge nur leicht verändert. Die Anteile der Umsätze vor allem aus der Slowakei, Slowenien und Italien stiegen in der Folge leicht an. Gegenläufig gingen unter anderem die Anteile Dänemarks und Schwedens zurück.

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