Integrierter Bericht 2016 - Qualität, die überzeugt!
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Ereignisse 2016

Fahrzeugverfügbarkeit verbessert

[F2«11/18» Die Verfügbarkeit der ICE-Flotte hat sich im Berichtsjahr positiv entwickelt: F2«11/18»]

  • Kontinuierliche Reduzierung von Antriebs- und Bremsdefekten im Rahmen von Zukunft Bahn.
  • Verbesserung der operativen Entstörung durch Einführung von Qualitätsdialogen.
  • Durchführung einer Vielzahl stabilisierender Maßnahmen wie der Erhöhung von Entstörkapazitäten sowie der Optimierung der Entstörvorbereitung.
  • Zulassung 14 neuer ICE-3-Triebzüge (BR 407) für Frankreichverkehre.
  • Belastend wirkte ein erhöhter Tauschbedarf bei den Antrieben der ICE-1- und ICE-2-Züge als Folge der Probleme durch verdrehte Radscheiben und Stromrichterausfälle. Die Programme zum Tausch der Stromrichter beim ICE 1 und ICE 2 laufen weiterhin.

Die Umrüstung der ICE-3-Flotte mit neuen Treibradsätzen wird voraussichtlich noch bis 2018 andauern. Für die neuen Radsätze der ICE-T-Flotte ist die Inbetriebnahmegenehmigung im Oktober 2016 erteilt worden. Die Umrüstung wird voraussichtlich bis 2019 dauern.

Bei den IC 2 konnte im Jahresverlauf durch Umsetzung technischer und betrieblicher Maßnahmen eine deutliche Stabilisierung des Betriebs erreicht werden. Weiterhin problematisch ist der hohe Anteil von Störungen der Leittechnik und Zugsteuerung. Weiterhin sind mehrere Fahrzeuge für Tests beim Hersteller gebunden. Die Problematik des Wankens verringert sich mit zunehmender Laufleistung der Fahrzeuge. Zur vollständigen Lösung des Problems befindet sich eine technische Maßnahme in der Umsetzung. Eine weitere technische Maßnahme befindet sich im Zulassungsprozess.

Fahrzeugprojekte im Fernverkehr

Im Sommer und Herbst 2016 wurde das Programm RESET als Teil von Zukunft Bahn zur Verbesserung der Qualität durchgeführt.

Das Redesign ICE 3 hat im Oktober 2016 begonnen. Die bisher noch nicht mit dem Europäischen Zugleit- und -sicherungssystem (ETCS) ausgerüsteten nationalen ICE 3 werden während des Redesigns mit diesem ausgerüstet.

Am 16. September 2016 hat das EBA die nationale Inbetriebnahmegenehmigung für den ICE 4 erteilt. Vor Aufnahme des Regelbetriebs der Serienzüge im Dezember 2017 absolviert der ICE 4 mit zwei Zügen zuerst einen zweistufigen Probebetrieb. Zunächst wurde eine Testphase mit konzerninternen Probanden durchgeführt, die den Zug vorab getestet und bewertet haben. Im Spätherbst 2016 begann dann der Probebetrieb mit Fahrgästen auf der Linie Hamburg – München.

Programm RESET für Fernzüge

[F2«13/18» Mit dem RESET-Programm wurden die Qualität und der Service in kundenrelevanten Bereichen der ICE- und IC-Züge spürbar verbessert. Dazu gehören die Beseitigung von Funktionsstörungen, die Intensivreinigung und der Austausch von Mobiliar. Dafür wurden die Züge für jeweils drei Tage in die Werkstatt geschickt. F2«13/18»]

Rund 250 ICE wurden von März bis Juni überholt. Die rund 1.400 Reisezugwagen und knapp 200 Loks der IC-Züge kamen danach von September bis Dezember an die Reihe. Wichtig sind dabei auch Arbeiten, die das Erscheinungsbild verbessern und für eine Wohlfühlatmosphäre sorgen. Neben der vollständigen Beseitigung der Funktionseinschränkungen in den Bordküchen wurden Rücken- und Sitzpolster ausgetauscht sowie Teppichflächen und Innenräume intensiv gereinigt.

Weitere Ereignisse

  • Im Werk Berlin – Rummelsburg wurde eine Halle nach Umbau wiedereröffnet. Die Halle hat nun durch spezielle Kräne und tiefere Arbeitsgruben die Wartungs- und Instandhaltungstechnik für den ICE 4. Auch die Energieeffizienz hat sich verbessert.
  • Im Nachtreiseverkehr auf der Schiene konzentrieren wir uns zukünftig auf ein erweitertes Angebot an IC- und ICE-Verbindungen. Die klassischen Nachtzugverkehre mit Schlaf- und Liegewagen wurden im Berichtsjahr eingestellt. Die Österreichischen Bundesbahnen haben zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 ihr Nachtreisezugnetz in Deutschland deutlich ausgebaut.
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