Integrierter Bericht 2016 - Qualität, die überzeugt!
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Entwicklung im Berichtsjahr

  • Auswirkungen von Ausschreibungsverlusten.
  • Wegfall Streikeffekte aus Vorjahr.
  • Belastungen aus steigenden Faktorkosten.
  • Fernbusgeschäft eingestellt.

    DB Regio

    2016

    2015

    Verände­rung

     


    2014

    absolut

    %

    Pünktlichkeit Schiene in %

    94,8

    94,2

    94,9

    Pünktlichkeit Bus in %

    90,6

    90,5

    Kundenzufriedenheit Schiene in ZI

    69

    71

    69

    Kundenzufrie­denheit Bus in ZI

    75

    74

    75

    Reisende in Mio.

    2.512

    2.537

    –25

    –1,0

    2.567

         davon Fernbus

    0,8

    0,7

    +0,1

    +14,3

    0,6

    Verkehrsleistung in Mio. Pkm

    48.399

    50.360

    –1.961

    –3,9

    51.483

         davon Fernbus

    237,2

    193,3

    +43,9

    +22,7

    183,0

    Gesamtumsatz in Mio. €

    8.653

    8.670

    –17

    –0,2

    8.831

    Außenumsatz in Mio. €

    8.529

    8.568

    –39

    –0,5

    8.721

    Bestellerentgelte Schiene in Mio. €

    3.849

    3.838

    +11

    +0,3

    4.128

    EBITDA bereinigt in Mio. €

    1.272

    1.316

    –44

    –3,3

    1.452

    EBIT bereinigt in Mio. €

    636

    669

    –33

    –4,9

    843

    Brutto-Investitionen in Mio. €

    693

    881

    –188

    –21,3

    1.927

    Mitarbeiter per 31.12. in VZP

    36.008

    36.494

    –486

    –1,3

    36.605

    Mitarbeiterzufriedenheit in ZI

    3,5

    3,4

    Frauenanteil in Deutschland per 31.12. in %

    16,1

    16,0

    16,0

    Spezifischer Endenergieverbrauch Schiene im Vergleich zu 2006 (bezogen auf Pkm) in %

    –26,3

    –26,3

    –25,7

    Spezifischer Endenergieverbrauch Bus im Vergleich zu 2006 (bezogen auf Buskm) in %

    +5,8

    +7,2

    +0,9

    [F1«7/13» Die Pünktlichkeit im Schienenverkehr konnte durch die mehr als 300 im Programm Zukunft Bahn entwickelten und etablierten Maßnahmen gesteigert werden. Die Pünktlichkeit der Regionalzüge wie auch der S-Bahnen konnte verbessert werden. F1«7/13»]

    Die Pünktlichkeit im Busverkehr lag im Berichtsjahr leicht über dem Vorjahresniveau.

    G4-PR5Für die Erfassung der Kundenzufriedenheit werden jährlich 19.000 Kunden in zwei Wellen zu ihrer Zufriedenheit befragt. Die Gesamtzufriedenheit mit DB Regio Schiene entwickelte sich im Berichtsjahr nach dem positiven Trend der letzten Jahre aufgrund kritischerer Bewertungen bei den S-Bahnen rückläufig.

    G4-PR5Die Kundenzufriedenheit bei der Sparte Bus wird jährlich bei 1.500 Kunden in zwei Wellen erfragt. Die Verbesserung in der Kundenzufriedenheit ergibt sich aus Schulungsmaßnahmen des Fahrpersonals, die den Umgang mit dem Fahrgast, das Erscheinungsbild des Busfahrers und die Freundlichkeit bis hin zur Auskunfts- und Hilfsbereitschaft betreffen.

    Maßnahmen 2016

    • Neuer Service für Sitzplatzreservierung.
    • Wohin·Du·Willst-App von DB Regio Bus liefert Mobilitätslösung für den ländlichen Raum.
    • Umbau eines Linienbusses zu einer mobilen Praxis für Allgemeinmedizin.

    Die Leistungsentwicklung war sowohl im Schienen- als auch im Busbereich infolge von Leistungsverlusten rückläufig. Die wirtschaftliche Entwicklung von DB Regio ist insbesondere durch die Entwicklung der umsatz- und leistungsstärkeren Sparte Schiene geprägt. Allerdings hatte das defizitäre Fernbusgeschäft einen wesentlichen Anteil an der negativen Ergebnisentwicklung.

    In der Umsatzentwicklung wurden die Leistungsrückgänge unter anderem durch den Wegfall der Streikeffekte aus dem Vorjahr sowie Preiseffekte nahezu vollständig kompensiert. Die Umsatzerlöse bewegten sich insgesamt etwas schwächer als im Vorjahr. Die Bestellerentgelte stiegen dabei infolge des Wegfalls der Streikeffekte und eines negativen Einmaleffekts im Vorjahr leicht an.

    Einen Rückgang verzeichneten auch die sonstigen betrieblichen Erträge (–29,0 %), unter anderem infolge geringerer Schadenersatzzahlungen.

    Der Materialaufwand (–2,3 %) ging vor allem aufgrund preis- und mengenbedingt niedrigerer Kosten für Energie sowie leistungsbedingt geringerer Aufwendungen für Infrastrukturnutzung und eingekaufte Leistungen zurück.

    Der Personalaufwand (–0,7 %) ist infolge der niedrigeren Mitarbeiterzahl gesunken. Gegenläufig wirkten Tarifsteigerungen. Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (–0,6 %) waren unter anderem infolge niedrigerer Rückstellungszuführungen leicht rückläufig.

    Die Abschreibungen (–1,7 %) reduzierten sich hauptsächlich infolge der Verlängerung der Nutzungsdauer für Kraftomnibusse sowie einer rückläufigen Investitionstätigkeit.

    Insgesamt konnte der Rückgang der Erträge nur teilweise durch Entlastungen auf der Aufwandsseite kompensiert werden, sodass die bereinigten Ergebnisgrößen EBITDA und EBIT zurückgingen.

    Die Brutto-Investitionen waren unter anderem aufgrund von im Vorjahr abgeschlossenen Zugbeschaffungen sowie verzögerter Fahrzeugauslieferungen rückläufig.

    Die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich infolge von Leistungsverlusten in der Sparte Schiene sowie des Wechsels von Mitarbeitern.

    Die Mitarbeiterzufriedenheit hat sich infolge der positiven Entwicklung im Handlungsfeld »Kommunikation, Information und Einbindung« verbessert. Zudem ist dies auf die hohe Anzahl der durchgeführten Folgeworkshops zurückzuführen. Der Frauenanteil ist annähernd stabil geblieben.

    Der spezifische Endenergieverbrauch im Schienenverkehr hat sich stabil entwickelt. Im Busverkehr konnten wir einen leichten Rückgang des spezifischen Endenergieverbrauchs verzeichnen.

    Die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich infolge von Leistungsverlusten in der Sparte Schiene sowie des Wechsels von Mitarbeitern.

    Die Mitarbeiterzufriedenheit hat sich infolge der positiven Entwicklung im Handlungsfeld »Kommunikation, Information und Einbindung« verbessert. Zudem ist dies auf die hohe Anzahl der durchgeführten Folgeworkshops zurückzuführen. Der Frauenanteil ist annähernd stabil geblieben.

    Maßnahmen 2016

    • Einführung des Taschenalarms bei DB Regio Schiene.
    • Entwicklung von Onboarding-Initiativen als Unterstützung für den Start bei DB Regio.
    • Einführung eines PC-basierten Fahrsimulators als ergänzende interaktive Lernmethode.
    • Seminarreise für Auszubildende nach Auschwitz.

    Der spezifische Endenergieverbrauch im Schienenverkehr hat sich stabil entwickelt. Im Busverkehr konnten wir einen leichten Rückgang des spezifischen Endenergieverbrauchs verzeichnen.

    Maßnahmen 2016

    • Das Projekt Eco DeMe Train gewinnt den ERCI Innovations Award für die Entwicklung einer umweltfreundlichen Zweisystemlokomotive.
    • Bau eines klimafreundlichen DB-Regio-Werks in München-Pasing begonnen.
    • Rahmenvertrag für moderne, klimafreundliche Euro-VI-Busse verlängert.

    Sparte Schiene

    • Effekte von Ausschreibungsverlusten.
    • Belastungen durch steigende Faktorkosten.
    • Wegfall der Streikeffekte aus dem Vorjahr.

    Sparte Schiene
    Ausgewählte Kennzahlen
    in Mio.

    2016

    2015

    Verände­rung

    absolut

    %

    Reisende in Mio.

    1.933

    1.928

    +5

    +0,3

    Verkehrsleistung in Mio. Pkm

    41.622

    43.323

    1.701

    3,9

    Betriebsleistung in Mio. Trkm

    459,3

    476,1

    16,8

    3,5

    Gesamtumsatz

    7.735

    7.751

    16

    0,2

    Außenumsatz

    7.352

    7.364

    12

    0,2

    Bestellerentgelte Schiene

    3.849

    3.838

    +11

    +0,3

    EBITDA bereinigt

    1.180

    1.201

    21

    1,7

    EBIT bereinigt

    591

    613

    22

    3,6

    Brutto-Investitionen

    594

    778

    184

    23,7

    Mitarbeiter per 31.12. in VZP26.95826.958–722–2,6

    Die Leistungsentwicklung war geprägt durch Rückgänge insbesondere in den Regionen Südost, Nord und Nordrhein-Westfalen. Positiv wirkte der Wegfall der Streikeffekte aus dem Vorjahr. Die Zahl der Reisenden entwickelte sich auf Vorjahresniveau.

    Die Umsatzentwicklung war leicht schwächer. Leistungsrückgänge wurden unter anderem durch Preiseffekte sowie den Wegfall der Streikeffekte, die sich im Wesentlichen auf die Bestellerentgelte auswirkten, nahezu vollständig kompensiert.

    Die sonstigen betrieblichen Erträge (–27,3 %) gingen unter anderem infolge von geringeren Schadenersatzleistungen im Zusammenhang mit Fahrzeugprojekten zurück.

    Der Materialaufwand (–2,1 %) wurde insbesondere durch preis- und mengenbedingt rückläufige Aufwendungen für Energie getrieben. Zudem wirkten leistungsbedingt geringere Kosten für die Infrastrukturnutzung, allerdings gedämpft durch gegenläufige Preiseffekte.

    Der Personalaufwand (–1,5 %) ging infolge der niedrigeren Mitarbeiterzahl zurück. Gegenläufig wirkten Tarifsteigerungen.

    Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (–4,1 %) gingen infolge niedrigerer Rückstellungszuführungen zurück. Gegenläufig wirkte ein höherer Beratungsaufwand im Rahmen von Zukunft Bahn.

    Die Abschreibungen (+0,3 %) blieben annähernd unverändert. Effekte aus Fahrzeugzugängen wurden durch das Erreichen der bilanziellen Nutzungsdauer einiger Fahrzeuge weitgehend kompensiert.

    Insgesamt konnte der Rückgang der Erträge nicht kompensiert werden, sodass die bereinigten Ergebnisgrößen EBITDA und EBIT zurückgingen.

    Die Brutto-Investitionen waren aufgrund abgeschlossener Fahrzeugprojekte rückläufig.

    Die Mitarbeiterzahl ging infolge von Leistungsverlusten sowie des Wechsels von Mitarbeitern zur DB Netz AG zurück.

    Sparte Bus

    • Leistungsveränderungen infolge zunehmenden Wettbewerbs.
    • Optimierung des Geschäftsportfolios wirkt positiv.
    • Einstellung des Fernbusgeschäfts.
     

    Sparte Bus
    Ausgewählte Kennzahlen
    in Mio.

    2016

    2015

    Verände­rung

    absolut

    %

    Reisende in Mio.

    579,0

    608,2

    29,2

    4,8

         davon Fernbus

    0,8

    0,7

    +0,1

    +14,3

    Verkehrsleistung in Mio. Pkm

    6.777

    7.037

    260

    3,7

         davon Fernbus

    237,2

    193,3

    +43,9

    +22,7

    Betriebsleistung in Mio. Buskm

    557,5

    559,3

    1,8

    0,1

    Gesamtumsatz

    1.280

    1.321

    41

    3,1

    Außenumsatz

    1.176

    1.203

    27

    2,2

    EBITDA bereinigt

    91

    115

    24

    20,9

    EBIT bereinigt

    45

    56

    11

    19,6

    Brutto-Investitionen

    99

    103

    4

    3,9

    Mitarbeiter per 31.12. in VZP9.0508.814+236+2,7

    Bis zur Einstellung des Fernbusgeschäfts Ende Oktober 2016 war die Leistungsentwicklung unter anderem infolge einer Angebotsausweitung positiv. Der anhaltend hohe Preis- und Wettbewerbsdruck belastete jedoch auch im Berichtsjahr die operative Ergebnisentwicklung im Fernbusgeschäft. Dies führte zu erheblichen negativen Auswirkungen. Im Folgenden ist die Entwicklung des übrigen Busgeschäfts erläutert.

    Die Leistungsentwicklung im übrigen Busgeschäft war insbesondere infolge von Ausschreibungsverlusten in der Region Südwest rückläufig.

    Daneben belasteten unter anderem auch Preiseffekte und niedrigere Erstattungsleistungen die Umsatzentwicklung, die insgesamt rückläufig war.

    Die sonstigen betrieblichen Erträge (+5,0 %) stiegen insbesondere infolge höherer interner Verrechnungen, die allerdings auch zu einem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+18,8 %) führten.

    Der Materialaufwand (–6,9 %) ging im Wesentlichen infolge des Dieselpreisniveaus sowie geringerer eingekaufter Auftragnehmerleistungen infolge von Leistungsverlusten zurück.

    Der Personalaufwand (+1,8 %) stieg infolge des höheren Mitarbeiterbestands sowie tarifbedingt.

    Der Rückgang der Erträge konnte nur teilweise durch Entlastungen auf der Aufwandsseite kompensiert werden. Das bereinigte EBITDA ging dementsprechend zurück. Die Verringerung der Abschreibungen (–22,0 %) infolge der Verlängerung der Nutzungsdauer für Kraftomnibusse führte zu einem Anstieg des bereinigten EBIT.

    Aufgrund der im Vorjahr durchgeführten umfangreichen Fahrzeugbeschaffungen für gewonnene Neuverkehre gingen die Brutto-Investitionen deutlich zurück.

    Die Zahl der Mitarbeiter ist per 31. Dezember 2016 infolge der Aufnahme von Neuverkehren in Baden-Württemberg angestiegen.

    Rückzug aus Fernbusmarkt

    Während sich das Marktwachstum im deutschen Fernbusmarkt abschwächt, baut FlixBus seine Marktführerschaft durch Zukäufe und europaweite Expansion aus. Das Preisniveau im deutschen Markt ging im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. Die mangelnde Wirtschaftlichkeit von BerlinLinienBus hat zur Entscheidung geführt, den Marktauftritt einzustellen. Das Angebot IC Bus als primär grenzüberschreitender Schienenergänzungsverkehr wird beibehalten und eine Anpassung des Angebots durch die Aufnahme einzelner Linienverkehre wird derzeit geprüft.

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