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Energiemärkte lassen Tiefstpreise hinter sich

Die zentrale Hedge-Politik des DB-Konzerns zielt darauf, Folgen von Energiepreisschwankungen zu minimieren. Die Entwicklung der Marktpreise schlägt daher kurz- und mittelfristig nicht vollumfänglich auf unsere Aktivitäten durch.

Tauziehen um Förderkürzung der OPEC beeinflusst Ölpreis

 

 

 

Veränderung

Brent in USD/bbl

2016

2015

absolut

%

Durchschnittspreis

45,1

53,6

–8,5

–15,9

Höchstpreis

57,9

69,6

Tiefstpreis

27,1

36,0

Jahresendpreis

56,8

37,3

–19,5

+52,3

Quelle: Thomson Reuters.
  • Nach schwachem Start der Konjunktur mit Sorgen um den Wachstumspfad in China und Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran fiel der Brentpreis im Januar auf den niedrigsten Stand seit November 2003.
  • Aufgrund preisbedingter Förderrückgänge in der US- Schieferölindustrie und ungeplanter Ausfälle wies der Ölmarkt im Mai überraschend eine leichte Unterversorgung auf, die dazu beitrug, einen Abbau der rekordhohen Rohöllagerbestände in den USA einzuläuten. Von ihrem Tiefststand Ende Mai legte die Bohraktivität in den USA mittlerweile jedoch deutlich um 65 % zu.
  • Das Tauziehen um eine Deckelung der OPEC-Produktion sorgte für starke Preisausschläge. Im Kampf um Marktanteile erreichte die Gesamtproduktion der OPEC und Russlands einen Höchststand. Erst die Festlegung verbindlicher Kürzungsbeiträge Ende November konnte den Markt nachhaltig überzeugen und ließ Brent auf den höchsten Stand seit Juli 2015 klettern.Nachfrageseitig bleiben China und Indien die Haupttreiber der Entwicklung. Nach Ausbau der Raffineriekapazität und der Lockerung der Importbedingungen erreichten Chinas Rohöleinfuhren neue Rekordwerte.
  • Finanzinvestoren waren weiter stark am Ölmarkt involviert und verstärkten die jeweiligen Preistrends.

Strommarkt vollzieht Trendwende

 

 

 

Veränderung

Entwicklung Energiepreise20162015

absolut

%

Grundlaststrom (Folgejahr) in €/MWh

       

Durchschnittspreis

26,6

30,9

–4,3

–13,9

Höchstpreis

35,8

34,1

Tiefstpreis

20,7

26,6

Jahresendpreis

31,4

26,6

+4,8

+18,0

Emissionszertifikate in €/t CO2

       

Durchschnittspreis

5,4

7,7

–2,3

–29,9

Höchstpreis

8,3

8,7

Tiefstpreis

3,9

6,3

Jahresendpreis

6,6

8,3

–1,7

–20,5

Quelle: Thomson Reuters.
  • Der massive Ausbau der erneuerbaren Energien führt dazu, dass am deutschen Stromspotmarkt temporär nicht nur einzelne Stunden-, sondern auch Tagespreise im Minus notieren.
  • Auf Basis schwacher Wirtschaftsaussichten wurden am Stromterminmarkt Anfang Februar neue Tiefststände realisiert. Angesichts steigender Primärenergiepreise und schwindender Konjunktursorgen konnte sich der Grundlastkontrakt für das Folgejahr erholen und han- delte mehrere Monate in einem Bereich von 24 bis 29 €/MWh. Zum Jahresende führten Sicherheitsprüfungen an französischen Atomkraftwerken beziehungsweise eine Verteuerung europäischer Kohle zu Preisanstiegen am deutschen Strommarkt bis auf 35,80 €/MWh, den höchsten Stand seit Ende 2014.
  • Nach einem Preisrutsch zu Jahresbeginn ließen Pläne aus Frankreich, eine Untergrenze für den Preis von Emissionsrechten festzulegen, diesen bis über die 7- €-Marke klettern. Das Brexit-Votum führte zu Sorgen um den Fortbestand des Emissionshandelssystems und zu einem Preiseinbruch unter 4 €/t CO2. Mit einer rückläufigen Energieerzeugung in der EU sanken auch die CO2-Emissionen um 0,7 %.
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