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Rentenmärkte zeigen sich volatil

Rendite in %

2016

2015

Veränderung
in Prozent-
punkten

Bundesanleihen (zehnjährige)

     

Durchschnittsrendite

0,13

0,54

–0,41

Höchstrendite

0,58

0,99

–0,41

Tiefstrendite

–0,20

0,08

–0,28

Jahresendrendite

0,20

0,64

–0,44

Quelle: Thomson Reuters

Die Rentenmärkte setzten ihren seit Mitte 2015 bestehenden Trend fallender Renditen in der ersten Jahreshälfte 2016 fort. Die Verzinsung zehnjähriger Bundesanleihen lag zu Beginn des Jahres noch bei 0,60 % und fiel zunächst auf 0,04 %. Grund hierfür war die anhaltend lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), die unter anderem ihr Anleihekaufprogramm auf Unternehmen ausweitete. Im Nachgang zum britischen EU-Referendum sank die Rendite der Bundesanleihen auf ein historisch niedriges Niveau von –0,20 %. Ursächlich hierfür war die Risikoaversion der Investoren, die vor dem Hintergrund der Unsicherheit der weiteren Entwicklung der Europäischen Union deutsche Staatspapiere als sichere Anlage nutzten. Im weiteren Verlauf schwankte die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen zunächst unterhalb der 0 %-Grenze, bewegte sich danach aber in den positiven Renditebereich zurück. Getrieben wurden die Rentenmärkte vor allem von Spekulationen hinsichtlich der zu erwartenden Geldpolitik von EZB und der US-Notenbank (Fed). Während Letztere im Dezember eine lange erwartete Zinserhöhung durchführte, hat Erstere eine Verlängerung des Anleihekaufprogramms beschlossen, wenn auch in geringerem Umfang. Darüber hinaus setzte die Wahl Donald Trumps zum nächsten US-Präsidenten einen starken Impuls für höhere Renditen und einen Höchstwert bei zehnjährigen Bundesanleihen von 0,45 % im zweiten Halbjahr. Zum Jahresende lag die Rendite bei 0,21 %.

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