Integrierter Bericht 2016 - Qualität, die überzeugt!
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Energiebedarf in Bahnhöfen, Werken und Gebäuden senken

Unsere stationären Anlagen wie die über 5.000 Bahnhöfe und weltweit mehr als 2.000 Standorte von DB Schenker benötigen rund 8 % des Gesamtenergiebedarfs des DB-Konzerns. Auch hier wollen wir den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoß weiter reduzieren.

Im Bereich Personenbahnhöfe konnten wir bis Ende 2016 den absoluten Primärenergieverbrauch bereits um knapp 17 % im Vergleich zu 2010 senken. Im Fokus der Energieeinsparmaßnahmen standen weiterhin die Umrüstungen von Beleuchtungsanlagen und Wegeleitsystemen auf LED und die Verbesserung der Anlagenfahrweise von Raumluft-, Kälte- und Heizkesselanlagen. Das Energiemanagementsystem der DB Station&Service AG wurde im Berichtsjahr gemäß der Norm DIN EN ISO 50001 zertifiziert. Im Rahmen der Zertifizierung wurden weitere Ziele formuliert.

Im Dezember 2016 haben wir den zweiten CO2-freien Bahnhof in der Lutherstadt Wittenberg eröffnet. Der Einsatz von Geothermie, Photovoltaik, Dachbegrünung, Regenwassermanagement und LED-Beleuchtung ermöglicht einen klimaneutralen Bahnhofsbetrieb. Bereits seit 2014 ist der grüne Bahnhof in Kerpen-Horrem in Nordrhein-Westfalen in Betrieb.

DB Fernverkehr hat im Berichtsjahr mit dem Bau seines ersten CO2-freien ICE-Werks begonnen, das 2017 in Betrieb gehen wird. Wie auch in den grünen Bahnhöfen werden wir unter anderem mit Photovoltaikanlagen und Geothermie gegenüber herkömmlichen Technologien mehrere Tausend Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Eine intelligente Beleuchtungssteuerung in der Werkhalle und der Einsatz von LED-Beleuchtung in den Außenanlagen garantieren einen optimalen Energieeinsatz.

Daneben hat in München-Pasing der Bau eines klimafreundlichen Werks von DB Regio begonnen. Durch die Eigennutzung von Geothermie, LED-Beleuchtung und eine intelligente Anlagensteuerung werden hohe ökologische Standards erfüllt, die sich auch wirtschaftlich auszahlen. Der CO2-Ausstoß wird 80 % niedriger liegen als bei herkömmlichen Anlagen.

DB Schenker berücksichtigt bei seinen Anlagen modernste Anforderungen an Energieeffizienz und Umweltschutz, so zum Beispiel bei dem neu eröffneten Terminal im finnischen Vaasa, einer CO2-neutralen Anlage, die sich aus Geothermie und Solarenergie speist.

Europaweit sind rund 700 Tochtergesellschaften des DB-Konzerns zur Durchführung von Energieaudits nach der EU-Energieeffizienzrichtlinie verpflichtet. Bereits bis 2015 hatten allein in Deutschland über 100 Gesellschaften Energieaudits umgesetzt. Bis Ende des Berichtsjahres haben 14 Gesellschaften darunter DB Energie GmbH, DB Regio AG mit den S-Bahnen Berlin und Hamburg, DB Fernverkehr AG und DB Station&Service AG, jeweils ein umfangreiches Energiemanagementsystem (EnMS) eingeführt. Mit diesen EnMS sind rund zwei Drittel des Energieverbrauchs des DB-Konzerns in Deutschland erfasst. Die notwendige Zertifizierung des EnMS wurde 2016 erfolgreich durch externe Zertifizierer durchgeführt.

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