Integrierter Bericht 2016 - Qualität, die überzeugt!
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Recyclingquote weiter auf hohem Niveau

Die Verknappung der Ressourcen bei steigenden Preisen ist für uns eine große Herausforderung. Insbesondere im Bau und in der Instandhaltung der Eisenbahninfrastruktur kommen viele und vielfältige Ressourcen zum Einsatz, die den Handlungsdruck erhöhen. Wir stellen uns dieser Verantwortung mit Blick auf unsere gesamte Wertschöpfungskette: vom Einkauf über den betrieblichen Einsatz bis hin zur Wiederverwertung und Entsorgung. Wir wollen die Abfallwirtschaft von einem optimierten Entsorgungs- hin zu einem modernen Rohstoffmanagement entwickeln. Daher liegt der Schwerpunkt unserer Aktivitäten darin, bis zum Jahr 2020 unsere Recyclingquote auf einem hohen Niveau von mindestens 95 % zu halten. Während wir bei Bauabfällen eine hohe Recyclingquote erreichen, wollen wir diese bei weiteren Abfällen, insbesondere Siedlungsabfällen, in den kommenden Jahren weiter steigern.

Darüber hinaus wollen wir zunehmend Recyclingmaterialien verwenden und die Lebensdauer unserer Produktionsmittel, wie beispielsweise von Fahrzeugen, verlängern. Damit tragen wir gesamtgesellschaftlich zur verstärkten Nutzung von Sekundärrohstoffen bei. Gleichzeitig schonen wir natürliche Ressourcen, da die Herstellung von Recyclingmaterialien ökologisch vorteilhafter ist als der Abbau von primären Rohstoffen.

Die Modernisierung unserer Fahrzeuge führt zu einer deutlichen Reduktion von Material- und Energieverbrauch. Beim ICE-2-Redesign lag die Materialeinsparung gegenüber dem Neukauf beispielsweise bei rund 80 %. Im Berichtsjahr startete das Redesign des ICE 3. Im Nahverkehr werden derzeit unter anderem die S-Bahnen Rhein-Neckar und Hamburg in einen besseren Zustand gebracht.

 

Abfallmenge nach Entsorgungsarten

2016

2015

2014

 

Abfall insgesamt in Tausend t

12.921

11.814

6.381

     Recyclingquote in %

97,3

97,2

95,6

     Anteil thermische Verwertung in %

1,4

1,6

2,7

     Anteil Beseitigung in %

1,4

1,2

1,7

Anteil gefährlicher Abfälle an Gesamtmenge 1) in %

5,1

6,3

15,7

Ohne DB Arriva. Die Daten für das Jahr 2016 sind Hochrechnungen und entsprechen
den per Dezember 2016 verfügbaren Erkenntnissen und Einschätzungen.
1) Gemäß Abfallverzeichnisverordnung, zum Beispiel Altöl.

Im Berichtsjahr sind rund 1,1 Mio. t mehr Abfälle angefallen. Leicht rückläufig war der zu entsorgende Schrott, wogegen das Aufkommen der Bauabfälle um rund 10 % gestiegen ist. Das Ziel der Recyclingquote von 95 % wurde wieder erreicht und konnte zum Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte verbessert werden. Durch gezielte Maßnahmen wie selektiven Rückbau und vertragliche Bindung von Sortier- und Recyclinganlagen möchten wir den Anteil der recycelfähigen Abfälle weiter hoch halten und den Anteil zu verbrennender Abfälle weiter reduzieren.

 

Abfallmenge nach Abfallarten in Tausend t

2016

2015

2014

 

Abfall insgesamt

12.921

11.814

6.381

     davon Bauabfälle

12.400

11.220

5.782

     davon Schrott

375

458

481

     davon Elektronikschrott

4,3

2,2

3,3

     davon Siedlungsabfälle

70,1

68,9

56,0

     davon Papier

25,3

23,1

16,8

     davon Altöl

6,6

5,9

5,1

     davon Sonstige 1)

40,1

35,7

37,2

Die Daten für das Jahr 2015 entsprechen den per Dezember 2016 verfügbaren
Erkenntnissen und Einschätzungen. Werte gerundet; ohne DB Arriva.
1) Zum Beispiel Farben, Lacke, Schlämme und weitere Abfälle der Instandhaltung.

Die Datenerfassung konnte noch einmal in allen Bereichen verbessert werden. Das zeigt sich insbesondere in der Mengensteigerung bei den Siedlungsabfällen und sonstigen Abfällen. Diese sind vermehrt im europäischen Teil von DB Schenker angefallen.

Zwei Bereiche haben den Anstieg bei den Bauabfällen im Wesentlichen beeinflusst. Sowohl beim Projekt Stuttgart – Ulm (+0,7 Mio. t) als auch bei der DB Netz AG (+0,5 Mio. t) ist das Bauabfallaufkommen gegenüber dem Vorjahr gestiegen, bei gleichbleibend hoher Recyclingquote.

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