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Bilanzsumme etwas höher

 

 

 

 

Veränderung

Bilanz per 31.12., in Mio. €20162015

absolut

%

 

Bilanzsumme

56.623

56.059

+564

+1,0

Aktivseite

       

Langfristige Vermögenswerte

45.589

45.199

+390

+0,9

Kurzfristige Vermögenswerte

11.034

10.860

+174

+1,6

Passivseite

       

Eigenkapital

12.744

13.445

–701

–5,2

Langfristiges Fremdkapital

28.709

28.091

+618

+2,2

Kurzfristiges Fremdkapital

15.170

14.523

+647

+4,5

Der Konzern-Abschluss wird gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Es gab keine wesentlichen Änderungen in den IFRS-Vorschriften der Konsolidierungs- und Rechnungslegungsgrundsätze des DB-Konzerns, aus denen sich Veränderungen für den Konzern-Abschluss ergeben würden.

  • Die Bilanzsumme ist per 31. Dezember 2016 leicht gestiegen.
  • Die langfristigen Vermögenswerte lagen per 31. Dezember 2016 leicht oberhalb des Vorjahresendwerts. Maßgeblich dafür war insbesondere der Anstieg der langfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte (+452 Mio. €), unter anderem aufgrund der Übernahme von Verkehren in Großbritannien durch DB Arriva. Zudem wirkte der Forderungsanstieg bei den aktiven latenten Steuern (+176 Mio. €) infolge veränderter Ergebniserwartungen des DB-Konzerns. Gegenläufig gingen unter anderem die Sachanlagen zurück (–175 Mio. €). Hier wirkte unter anderem der Rückgang der Netto-Investitionen bei DB Netze Fahrweg infolge der LuFV II. Dämpfend wirkten unter anderem Fahrzeugzugänge sowie Investitionen in die Werkeinfrastruktur bei DB Fernverkehr.
  • Der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte per 31. Dezember 2016 wurde maßgeblich durch die Zunahme der kurzfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte (+274 Mio. €) getrieben. Auch hier wirkte vor allem die Inbetriebnahme neuer Verkehre in Großbritannien durch DB Arriva. Gegenläufig gingen die flüssigen Mittel (–99 Mio. €) zurück.

Strukturell ergab sich auf der Aktivseite daraus keine Änderung.

Auf der Passivseite ging das Eigenkapital per 31. Dezember 2016 deutlich zurück. Maßgeblich waren hier der Rückgang der in den Rücklagen erfassten Änderungen im Zusammenhang mit der Neubewertung von Pensionen (–714 Mio. €) aufgrund des gesunkenen Zinsniveaus, die Dividendenzahlung an den Bund (–850 Mio. €) sowie die in den Rücklagen erfassten Änderungen im Zusammenhang mit Volatilitäten von Währungen (–50 Mio. €). Gegenläufig wirkten das positive erwirtschaftete Jahresergebnis (+716 Mio. €) sowie in den Rücklagen erfasste Änderungen im Zusammenhang mit Volatilitäten von Sicherungsgeschäften (+228 Mio. €) insbesondere zur Absicherung von Energiepreisen.

Die Eigenkapitalquote ging infolge einer gestiegenen Bilanzsumme bei gleichzeitig gesunkenem Eigenkapital weiter zurück.

  • Das langfristige Fremdkapital stieg per 31. Dezember 2016. Im Wesentlichen wurde diese Entwicklung durch die Neubewertung von Pensionsverpflichtungen (+822 Mio. €) insbesondere in Deutschland sowie den Anstieg der langfristigen Finanzschulden (+289 Mio. €) geprägt. Der Rückgang unter anderem der langfristigen sonstigen Rückstellungen (–235 Mio. €) infolge der Umgliederung potenziell kurzfristig fällig werdender anteiliger Stilllegungsverpflichtungen für das Gemeinschaftskraftwerk Neckarwestheim in die kurzfristigen Rückstellungen wirkte gegenläufig. Auch der Rückgang der langfristigen derivativen Finanzinstrumente (–168 Mio. €) wirkte kompensierend.
  • Das kurzfristige Fremdkapital stieg per 31. Dezember 2016 im Wesentlichen infolge von höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+421 Mio. €) im Wesentlichen aufgrund von Stichtagseffekten bei DB Arriva und DB Schenker. Zudem lagen die kurzfristigen sonstigen Rückstellungen (+258 Mio. €) aufgrund der Umgliederung von langfristigen Stilllegungsverpflichtungen ebenfalls über dem Vorjahresendwert. Gegenläufig wirkte unter anderem der Rückgang der kurzfristigen Finanzschulden (–236 Mio. €) vor allem infolge des Wegfalls der im Berichtsjahr fällig gewordenen Darlehen der Europäischen Investitionsbank.

In der Struktur der Passivseite ist der Anteil des kurz- und langfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme per 31. Dezember 2016 leicht gestiegen.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente und nicht bilanziertes Vermögen

Neben dem in der Konzern-Bilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt der DB-Konzern auch außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente und nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte.

Bei den außerbilanziellen Finanzierungsinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um gepachtete oder gemietete Güter (Operate Leases). Für die Operate Leases wird im Rahmen des Wertmanagements ein finanzwirtschaftlicher Barwert ermittelt. Dieser beträgt per 31. Dezember 2016 5.002 Mio. € (per 31. Dezember 2015: 4.208 Mio. €). Bei DB Arriva werden Operate-Lease-Verträge, teilweise regulatorisch bedingt, insbesondere im Rahmen der Bereitstellung von Fahrzeugen für den Schienenpersonen- und Straßenpersonenverkehr abgeschlossen. Im Berichtsjahr führte die im Vorjahr gewonnene Ausschreibung für Northern Rail zu einer signifikanten Erhöhung beim finanzwirtschaftlichen Barwert der Operate Leases.

Zudem verkaufen wir in geringem Umfang Forderungen mittels Factoring (per 31. Dezember 2016: 446 Mio. €; per 31. Dezember 2015: 192 Mio. €).

Bei der betrieblichen Altersversorgung für Arbeitnehmer werden bei den jeweiligen Versorgungsordnungen teilweise die Verpflichtungen mit saldierungsfähigem Planvermögen gedeckt und saldiert. Per 31. Dezember 2016 beträgt die Gesamtverpflichtung 10.957 Mio. € (per 31. Dezember 2015: 8.139 Mio. €) und der davon abgesetzte Zeitwert des Planvermögens 5.023 Mio. € (per 31. Dezember 2015: 3.941 Mio. €). Durch die Saldierung der Verpflichtungen mit dem Planvermögen ergibt sich eine Verkürzung der Bilanzsumme. Die in der Bilanz erfasste Nettoschuld beträgt 4.510 Mio. € (per 31. Dezember 2015: 3.688 Mio. €). Im Berichtsjahr wurden keine größeren Dotierungen mit wesentlichen Effekten auf die Finanzlage umgesetzt. Dementsprechend werden daraus auch keine wesentlichen künftigen Auswirkungen erwartet.

Inanspruchnahmen bilanzieller Wahlrechte

Inanspruchnahmen bilanzieller Wahlrechte werden im Konzern-Anhang erläutert.

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