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Konjunkturelle Aussichten mit hoher Unsicherheit

  • Prognosen für Entwicklung im Jahr 2017 basieren auf Annahme keiner wesentlichen Veränderung der geopolitischen Lage.

Voraussichtliche Entwicklung in %

2016

2017

BIP Welt

+2,3

~+2,5

Welthandel

+1,7

~+3,0

BIP Euro-Raum

+1,7

~+1,5

BIP Deutschland

+1,8

~+1,5

Die preis- und kalenderbereinigten Daten für 2016 entsprechen den per Januar 2017 verfügbaren Erkenntnissen und Einschätzungen. Die Erwartungen für 2017 sind auf halbe Prozentpunkte gerundet.
Quelle: Oxford Economics

Es wird erwartet, dass das globale Wirtschaftswachstum 2017 leicht zunimmt. Davon dürfte der globale Handel profitieren und stärker als in den Vorjahren wachsen. Vor allem sollten Russland und Brasilien ihre schweren Rezessionen überwinden, was auf benachbarte Länder ausstrahlen wird. Auch für Nordamerika wird wieder mit einem stärkeren Wachstum gerechnet. Dagegen wird erwartet, dass das Wachstum in Asien konstant auf hohem Niveau bleibt und sich in Europa leicht abschwächt.

  • Die Erwartungen zum Wirtschaftswachstum in den USA sind mit besonders großer Unsicherheit behaftet. Zwar könnten die vom neu gewählten Präsidenten angekündigten Schritte helfen, die Wirtschaft anzukurbeln, insbesondere der Ausbau von Infrastrukturen und Steuersenkungen. Auf der anderen Seite ist nicht absehbar, wie diese Maßnahmen finanziert werden sollen, zumal auch eine Rückführung der Staatsschulden zu den Vorhaben der neuen Regierung gehört.
  • Für China wird mit einem weiterhin hohen Wachstumstempo gerechnet. Mit der anziehenden weltweiten Nachfrage könnten die Exporte wieder einen größeren Beitrag zum Wirtschaftswachstum leisten, sodass der Bedarf an staatlichen Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur möglicherweise geringer sein wird.
  • Die wirtschaftliche Entwicklung in Europa bleibt heterogen. Spanien ist nach überwundener schwerer Rezession inzwischen wieder ein Wachstumsmotor. Die schwedische Wirtschaft wird aber voraussichtlich langsamer wachsen. In Großbritannien setzt sich wegen der Unsicherheit über den Weg aus der EU die Zurückhaltung bei den Investitionen fort. Gleichzeitig werden sich die positiven Effekte der Pfund-Abwertung auf den Außenhandel allmählich abschwächen.
  • Deutschland wird 2017 voraussichtlich etwa auf dem Niveau des Euro-Raums und damit etwas weniger als im Berichtsjahr wachsen. Die Impulse durch den privaten Konsum schwächen sich nach mehreren Jahren hoher Wachstumsraten ab. Stabil entwickeln sich die Investitionen, während der Außenhandel unter der geringen weltweiten Nachfrage nach Investitionsgütern leidet.
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