Integrierter Bericht 2016 - Qualität, die überzeugt!
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Vier Konzernprogramme decken Handlungsfelder ab

Zukunft Bahn in der Umsetzung

Im Sommer 2015 haben wir den größten Konzernumbau seit der Bahnreform 1994 begonnen. Kernstück ist das Programm Zukunft Bahn. Dieses stellt konsequent die Bedürfnisse unserer Kunden und die Qualität unserer Produkte in den Mittelpunkt. Im ersten Schritt wurden Maßnahmen erarbeitet, um das Kundenangebot zu optimieren, die Leistungsqualität zu verbessern und die nachhaltige wirtschaftliche Tragfähigkeit sicherzustellen. Seit Januar 2016 befindet sich das Programm in der Umsetzungsphase. Neben einem zentralen Programmmanagement wurden sechs Module (DB Fernverkehr, DB Regio, DB Vertrieb, DB Cargo, DB Netze Fahrweg, DB Netze Personenbahnhöfe) sowie sechs geschäftsfeldübergreifende Module (Pünktlichkeit, Reisendeninformation, WLAN@DB, Ersatzteilversorgung, Werkestrategie und Transformationsinitiative) aufgesetzt.

Schwerpunkt von Zukunft Bahn im Berichtsjahr war die kurzfristige Beseitigung der größten Kundenärgernisse. Im Fokus standen dabei die fünf Themen Pünktlichkeit, Reisendeninformation, Fahrzeugqualität, Bahnhofsqualität und WLAN@DB.

  • [F1«2/13» Die Pünktlichkeit entwickelte sich insbesondere im zweiten Halbjahr 2016 unter anderem aufgrund einer verbesserten Abstimmung bei Bau- und Instandhaltungsarbeiten an der Infrastruktur sowie infolge des Projekts PlanStart positiv. F1«2/13»]
  • [F2«4/18» Die Reisendeninformation haben wir insbesondere durch die Installation von mehr als 2.000 Multizuganzeigen sowie eine Optimierung der Informationsvermittlung digitaler Medien verbessert. Auch die Qualität unserer Verspätungsprognose konnten wir steigern. F2«4/18»]
  • [F2«5/18» Die Fahrzeugqualität konnten wir maßgeblich durch das Programm RESET verbessern. F2«5/18»]
  • [F2«6/18» Unter anderem durch eine Erhöhung der Verfügbarkeit von Aufzügen und Fahrtreppen auf über 97 % bis Ende 2016 sowie 960 Maßnahmen zur Intensivreinigung von Bahnhöfen konnte die Bahnhofsqualität deutlich gesteigert werden. F2«6/18»]
  • [F4«8/39» Um unser Ziel zu erreichen, bis 2020 das größte mobile WLAN-Netz in Deutschland aufzubauen, rüsten wir in Zusammenarbeit mit den Mobilfunknetzbetreibern Deutsche Telekom, Telefónica Deutschland und Vodafone unsere Fernverkehrsflotte mit neuer Hardware und Mobilfunkrepeatern aus. Dies ist auch die Grundlage für die Einführung des kostenfreien WLAN im ICE in der 2. Klasse und verbessert sukzessive zudem die Gesprächsqualität in den Zügen. F4«8/39»]

Vollautomatisches Fahren Schiene

[F4«9/39» Wir treiben die Automatisierung unserer Züge weiter voran, um die Wettbewerbsfähigkeit der Schiene zu verteidigen und auszubauen – gerade vor dem Hintergrund des autonomen Fahrens auf der Straße. Im Zentrum steht die Fragestellung, ob durch eine höhere Automatisierung unsere Züge effizienter, pünktlicher und zuverlässiger werden und welche Berufsbilder dadurch entstehen beziehungsweise sich weiterentwickeln. F4«9/39»]

Erprobte Projekte Vollautomatisches Fahren auf der Schiene

Bei der Erzgebirgsbahn von DB Regio wurden in einem umgebauten Dieseltriebwagen unterschiedliche Sensoren für das Erkennen von Hindernissen und Signalen getestet und sukzessive in die Fahrzeugsteuerung eingebunden. Bei DB Cargo wurden auf einem Testring mit einer DB-Lok automatisches Ab- und Anfahren sowie die Hinderniserkennung mit sicherem automatischem Halt erprobt. In der Zugbildungsanlage München Nord führen wir ein Projekt mit einer vollautomatischen Abdrücklok durch.

Im Berichtsjahr haben wir eine Machbarkeitsstudie hinsichtlich des vollautomatischen Fahrens auf der Schiene erarbeitet und halten die technischen und rechtlichen Herausforderungen für grundsätzlich lösbar. 2017 wird der Fokus unter anderem auf Fragestellungen zur Systemintegration der benötigten neuen Technologien liegen. In mehreren Pilotprojekten im Schienenpersonen- und -güterverkehr testen wir bereits notwendige technische Module und prüfen eine Überführung in den Regelbetrieb.

Autonomes Fahren Straße

[F4«10/39» Wir wollen selbstfahrende Fahrzeuge für Mobilität und Logistik nutzen. Im Zentrum steht die Fragestellung, wie der DB-Konzern durch autonome Fahrzeuge neue Angebote schaffen beziehungsweise den Betrieb effizienter machen kann. F4«10/39»]

Im Personenverkehr wollen wir selbstfahrende Kleinbusse einsetzen, um nachhaltige, kundenorientierte und nahtlose Mobilitätsketten zu organisieren. Im Güterverkehr ist unser Ziel die Vernetzung autonom fahrender Lkw auf Autobahnen sowie mehrerer Fahrzeuge innerhalb einer Kolonne (Platooning) zur Steigerung der Effizienz.

Autonome Busverkehre vorgestellt

Seit Dezember 2016 testen wir unter anderem auf dem EUREF-Gelände in Berlin einen autonomen Buslinien- betrieb mit dem Prototypfahrzeug des Start-ups Local Motors. Mitarbeiter können die Buslinie im Alltag nutzen. Fahrzeugtechnik und Betrieb werden so unter möglichst realen Bedingungen getestet. Schon 2017 sind die ersten Pilotprojekte im öffentlichen Raum geplant.

Mit mehreren Pilotprojekten wie zum Beispiel dem ersten autonom fahrenden Busverkehr in Deutschland erproben wir schon heute autonome Fahrzeuge, so auf dem Gelände des Europäischen Energieforums (EUREF) in Berlin und auf einem Gelände von DB Schenker in Leipzig. Komplexere Piloten im öffentlichen Straßenraum folgen 2017. Der Fahrzeughersteller MAN und DB Schenker haben im November 2016 zudem eine Absichtserklärung zur Planung und Umsetzung eines Platooning-Pilotprojekts unterzeichnet.

Neue datenbasierte Geschäftsmodelle

[F4«11/39» Die Digitalisierung verschärft den Wettbewerbsdruck auf den DB-Konzern und bietet uns gleichzeitig die Chance, neue datenbasierte Geschäftsmodelle zu entwickeln. F4«11/39»]

Wir arbeiten intensiv an der digitalen Transformation des DB-Konzerns und schaffen Strukturen für die Realisierung neuer Geschäftsmodelle. Wir werden neue Geschäftsmodelle selbst oder in Zusammenarbeit mit Partnern entwickeln und vorantreiben. Zudem werden wir uns an bestehenden Geschäftsmodellen und Start-ups beteiligen.

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