Integrierter Bericht 2016 - Qualität, die überzeugt!
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Fokus-Thema 4: Digitalisierung

  • Wir bieten unseren Kunden deutschlandweit und in vielen europäischen Städten Zugang zu leistungsfähigem und umweltfreundlichem öffent­­lichen Verkehr. Die Chancen der Digitalisierung wollen wir dabei gezielt nutzen, um nachhaltige Lö­sun­­gen für unsere Kunden zu entwickeln. Künftig werden wir noch intensiver innovative Mobilitäts- und Logistik­lösungen entwickeln, um die neuen Herausforderungen von urbanen Räumen zu meistern. Mit integrierten An­sätzen wollen wir Städte nachhaltiger und lebenswerter gestalten, indem wir Konzepte entwickeln, mit denen Lieferverkehre effizienter abgewickelt werden können; wir wollen Bahnhöfe noch stärker zur Drehscheibe für ein wachsendes Verkehrsaufkommen ausbauen und mehr Tür-zu-Tür-Angebote auf den Markt bringen.
Unser Bekenntnis zu den UN Sustainable Development Goals

Neben dem Be­­stands­erhalt haben auch Kapazitätssteigerungen und die Digitalisierung der Infrastruktur eine große Bedeutung für die Leis­­tungs­­fähig­­keit der Infrastruktur und damit für die Nut­­zer der Infrastruktur. Gemeinsam mit dem Bund arbeiten wir hierzu an umfassenden Neu- und Ausbaumaßnahmen und der technischen Ertüchtigung.

Managementansätze zu unseren wesentlichen Themen

Für uns ist vernetzte Mobilität entscheidend, um den Kun­­den individuelle und bedarfsgerechte Lösungen zu bieten. Durch die Digitalisierung bieten sich hier neue Chancen für innovative Angebote. Dafür steht etwa die Mobilitätsplattform Qixxit, die eine verkehrsmittelübergreifende Reiseplanung ermöglicht. Bereits bestehende kombinierte Angebote wollen wir zudem verstärkt weiterentwickeln. Beispielsweise arbeiten wir im Personenverkehr an einem umfassenden Tür-zu-Tür-Mobilitätsangebot mit unseren Produkten Flinkster und Call a Bike, während wir im Logistikbereich unser verkehrsträger­über­greifendes Transportangebot auf der Schiene, der Straße, zu Wasser und in der Luft optimieren.

Managementansätze zu unseren wesentlichen Themen

Digitalisierung und Innovation

Unsere Märkte stehen vor einem epochalen Wandel, da sich Kundenbedürfnisse radikal verändern und neue Geschäftsmodelle entstehen. Doch in all diesen Veränderungen sehen wir vor allem große Chancen. Die zunehmenden Fortschritte bei der Digitalisierung von Angeboten, Prozessen und Geschäften zeigen, dass der DB-Konzern gut aufgestellt ist, um die digitale Zukunft bei Mobilität, Logistik und Eisenbahninfrastruktur als treibende Kraft aktiv zu gestalten.

Die digitale Transformation, die uns bevorsteht, be­­deutet einerseits die Weiterentwicklung und Anpassung des Kerngeschäfts. Andererseits geht es auch um die Er­­schließung neuer und gegebenenfalls disruptiver Geschäftsmodelle unter bestem Einsatz unserer bestehenden Assets.

Die dafür notwendige strategische Ausrichtung und die damit verbundenen zentralen und dezentralen Anpassungen unseres Geschäfts sollen durch das Competence Center Di­­gi­­talisierung unter der Leitung des zukünftigen Chief Digital Officers (CDO) und unter Beteiligung des Vorstandsvorsitzenden koordiniert werden. Dort setzen wir uns seit 2015 regelmäßig mit den Veränderungen, die mit neuen digitalen Technologien einhergehen, auseinander. Um im digitalen Umfeld noch schneller und erfolgreicher Innovationen zu fördern und neue Unternehmenswerte zu generieren, entwickeln wir unser Ökosystem für die digitale Transformation beständig fort. Hierzu werden erforderliche interne Strukturen geschaffen oder neu geordnet sowie Beziehungen zu externen Partnern aufgebaut. Bewusst schließt dieses neue Ökosystem auch die Entwicklung neuer datenbasierter Geschäftsmodelle mit ein – auch jenseits der Schiene und des traditionellen Leistungsportfolios des DB-Konzerns, jedoch stets im Kontext dazu. Mit der Deutschen Bahn Digital Ventures GmbH wurde eigens ein Unternehmen gegründet, das in interne und externe datengetriebene Geschäftsmodelle investiert. Bis 2019 stehen dafür 100 Mio. € Wagniskapital zur Verfügung. Die aktuell in Er­­arbeitung befindliche Digitalisierungsstrategie stellt sicher, dass alle zentralen und de­­zentralen Digitalisierungsaktivitäten an den strategischen Zielen des DB-Konzerns ausgerichtet werden.

Durch neue Angebote an der Kundenschnittstelle wollen wir den Zugang zu Mobilität und Logistik so einfach und bequem wie möglich gestalten, um immer mehr Kunden von unseren interessanten Ergänzungsprodukten zu überzeugen. Der aktuelle Schwerpunkt bei den Prozessverbesserungen liegt auf automatisiertem Eisenbahnbetrieb und der vorausschauenden Instandhaltung. Bis Ende 2018 wollen wir rund 1 Mrd. € in Digitalisierungsprojekte investieren.

Für die Digitalisierung werden keine Indikatoren erhoben.

Managementansätze zu unseren wesentlichen Themen

Intelligente Automatisierung

Kunden fragen immer stärker nach intuitiven digitalen Anwendungen, die den Alltag erleichtern. Dadurch sind die Anbieter gefordert, maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln, um die Bedürfnisse der Kunden schneller, individueller und kosteneffizienter zu bedienen. Besonders die einfache Verarbeitung natürlicher Sprache und eine optimierte Bilderkennung werden unseren Alltag verändern und individuellere und effizientere Interaktion mit Maschinen ermöglichen. Gleichzeitig können neuronale Netze große Mengen von Bildern und Videos verarbeiten, um sich selbst zu optimieren. Dadurch können Maschinen am Arbeitsplatz oder im Privatleben klar definierte Aufgaben und Routinetätigkeiten zunehmend erleichtern oder vollständig ersetzen. Die intelligente Automatisierung verändert so alle Lebensbereiche spürbar. Für den DB-Konzern bedeutet diese Entwicklung große Chancen, zum Beispiel bei der vorausschauenden Instandhaltung. Güterlokomotiven, Weichen, Aufzüge und Rolltreppen melden künftig Störungen selbst und können frühzeitig instand gehalten werden. Auch der Fahrplan wird zukünftig vollständig automatisiert erstellt. Das erhöht die Betriebsqualität für die Kunden sowie die Kapazitätsauslastung. In der Logistik versenden sich Güter in automatisierten Lagern selbst und stellen über Echtzeittracking jederzeit Informationen zu Standort, Temperatur und voraussichtlicher Lieferzeit bereit.

DB-Trendlandschaft stabil

Auf externer Seite sind es vor allem ein gestiegener Wettbewerbsdruck im Personen- und Güterverkehr sowie eine höhere Kostendynamik bei Personal und Energie, die den Druck verschärfen. Intern gibt es bei der Qualität dringenden Handlungsbedarf. Dies betrifft vor allem die Pünktlichkeit, die Reisendeninformation und die Serviceleistungen im Personenverkehr sowie die Einhaltung von Kundenversprechen im Güterverkehr. Beim Thema digitale Transformation sind erste wichtige Weichen gestellt worden. Hier gilt es jedoch, mehr Tempo und Schlagkraft angesichts der notwendigen Veränderungsgeschwindigkeit zu entfalten. Im Bereich Kultur ist vieles erreicht worden, dies muss sich nun auch in höherer Leistungsfähigkeit abbilden.

Strategie DB2020 zu DB2020+ weiterentwickelt

Die Digitalisierung stellt seit Längerem ein weiteres zentrales Handlungsfeld des DB-Konzerns dar, denn sie treibt einerseits maßgeblich Veränderungen im Marktumfeld, andererseits erfüllt sie eine Schlüsselfunktion zur Verbesserung der Qualität unserer Leistungen. Wir gehen die Digitalisierung systematisch in drei Feldern an – mit neuen Angeboten an der Kundenschnittstelle, bei den betrieblichen und administrativen Prozessen sowie mit der Entwicklung neuer datenbasierter Geschäftsmodelle. Hierzu haben wir sukzessive in unseren Geschäftsbereichen Innovations-Labs aufgebaut, Forschungskooperationen etabliert sowie eine Umgebung inklusive der neu gegründeten DB Digital Ventures GmbH zur gezielten Förderung von Start-up- und Gründeraktivitäten eingerichtet.

Strategie DB2020 zu DB2020+ weiterentwickelt

Um unser Ziel zu erreichen, bis 2020 das größte mobile WLAN-Netz in Deutschland aufzubauen, rüsten wir in Zusammenarbeit mit den Mobilfunknetzbetreibern Deutsche Telekom, Telefónica Deutschland und Vodafone unsere Fernverkehrsflotte mit neuer Hardware und Mobilfunkrepeatern aus. Dies ist auch die Grundlage für die Einführung des kostenfreien WLAN im ICE in der 2. Klasse und verbessert sukzessive zudem die Gesprächsqualität in den Zügen.

Vier Konzernprogramme decken Handlungsfelder ab

Wir treiben die Automatisierung unserer Züge weiter voran, um die Wettbewerbsfähigkeit der Schiene zu verteidigen und auszubauen – gerade vor dem Hintergrund des autonomen Fahrens auf der Straße. Im Zentrum steht die Fragestellung, ob durch eine höhere Automatisierung unsere Züge effizienter, pünktlicher und zuverlässiger werden und welche Berufsbilder dadurch entstehen beziehungsweise sich weiterentwickeln.

Vier Konzernprogramme decken Handlungsfelder ab

Wir wollen selbstfahrende Fahrzeuge für Mobilität und Logistik nutzen. Im Zentrum steht die Fragestellung, wie der DB-Konzern durch autonome Fahrzeuge neue Angebote schaffen beziehungsweise den Betrieb effizienter machen kann.

Vier Konzernprogramme decken Handlungsfelder ab

Die Digitalisierung verschärft den Wettbewerbsdruck auf den DB-Konzern und bietet uns gleichzeitig die Chance, neue datenbasierte Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Vier Konzernprogramme decken Handlungsfelder ab

Erhöhung der Regionalisierungsmittel

Für 2016 erhöhte der Bund die Regionalisierungsmittel, mit denen die Länder insbesondere den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) finanzieren, auf insgesamt 8,2 Mrd. €. Davon wurden 8 Mrd. € gemäß des Kieler Schlüssels unter den Ländern aufgeteilt. Weitere 199 Mio. € erhielten die ostdeutschen Länder, 1 Mio. € erhielt das Saarland. In den Jahren 2017 bis 2031 werden die Regionalisierungsmittel jährlich um 1,8 % erhöht. Die Länder und Aufgabenträger stehen nun in der Verantwortung, die zur Verfügung stehenden Mittel, wie vom Gesetzgeber vorgesehen, wirksam für den SPNV einzusetzen. Aus Sicht der Bahnen und Fahrgäste im SPNV müssen die verfügbaren Mittel zuerst für SPNV-Mehrbestellungen verwendet werden. Sind diese nicht mehr möglich, sollten die Mittel für Qualitätsverbesserungen im SPNV wie zum Beispiel WLAN in Zügen, Fahrzeugmodernisierungen und Ausweitungen bei Sicherheit und Service investiert werden.

Weiterentwicklung des verkehrs- und ordnungspolitischen Rechtsrahmens

Diverse Maßnahmen verbessern Kundenzufriedenheit und Qualität

Im Berichtsjahr haben wir zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit und Qualität umgesetzt oder angestoßen und nutzen dabei insbesondere die Chancen der Digitalisierung. Viele Maßnahmen sind innerhalb von Zukunft Bahn gebündelt.

Diverse Maßnahmen verbessern Kundenzufriedenheit und Qualität

Neben den Top-Zielen sind die sechs HR-2020- Programme Kern der Personalstrategie. Unter dem Aspekt der Digitalisierung haben wir mit der Initiative Arbeitswelten 4.0 erste Schritte in die Zukunft getan.

Einleitung

Mit dem neu entwickelten »SPP-Schnellboot« verstärken wir mit einem schnellen Blick auf das gesamte Geschäftsfeld unseren strategischen Fokus und gewinnen in unserer SPP an Agilität. Zudem rücken wir zunehmend die perspektivische Berücksichtigung von sich verändernden Tätigkeiten vor dem Hintergrund der Digitalisierung in den Fokus.

Strategische Personalplanung sichert Personalbedarf

Im Rahmen unserer Arbeitgeberkampagne »Kein Job wie jeder andere.« haben wir im Berichtsjahr zwei reichweitenstarke Employer-Branding-Kampagnen für Schüler und Facharbeiter durchgeführt. Diese Kernelemente unserer Employer-Branding-Aktivitäten wurden um sieben regionen- und zielgruppenspezifische Recruitingkampagnen ergänzt. So haben wir zum Beispiel gezielte Recruitingkampagnen für berufserfahrene Ingenieure und IT-Spezialisten durchgeführt, bei der wir spezifische und neue Personalmarketinginstrumente in unseren schon bestehenden Maßnahmenmix integriert haben. Unter anderem haben wir gezielte Social-Media-Kampagnen in enger Kooperation mit Xing durchgeführt und es so geschafft, unsere Arbeitgebermarke authentisch in den Lebenswelten unserer Kernzielgruppen zu platzieren. Für Schüler haben wir erstmalig neue Online-Werbeformate etabliert, die unsere schon bestehenden Aktivitäten um innovative Formate ergänzen. Im Zuge dieser Kampagne wurden auch zum ersten Mal unter dem Motto »Wir helfen Eltern zu helfen« Eltern direkt angesprochen. Die Ansprache erfolgte dabei in unterschiedlichen Sprachen. Besonders erfolgreich waren dabei neue Bewegtbildformate, die unsere Berufe und unsere Mitarbeiter sehr anschaulich und authentisch über Online-Kanäle darstellen. Im Bereich Messe und Events haben wir neue Inhouse- Events zum Beispiel für Ingenieure etabliert, die unter dem Motto »Backstage DB« spannende Einblicke aus erster Hand in unsere vielfältigen Berufe geben und die Menschen zeigen, die hinter den Berufen stehen. Mit den im Vorjahr eingeführten Virtual-Reality-Brillen können Bewerber hautnah in verschiedene Berufsbilder eintauchen – die Brillen sind in der Zwischenzeit fester Bestandteil des Kandidatenerlebnisses und werden bundesweit eingesetzt. Im Mai 2016 wurden wir mit dem Employer Branding Award des europäischen Forschungsinstituts trendence in der Kategorie »Bester Social Media Impact« ausgezeichnet.

Personalgewinnung erfolgreich fortgeführt

Der bereits seit 2015 bestehende Tarifvertrag (TV) Arbeit 4.0 wurde im Berichtsjahr neu gestaltet. Der neuartige TV zeigt auf, wie Arbeitgeber, Gewerkschaft und Betriebsräte die Auswirkungen von Digitalisierung und die damit einhergehende Veränderung von Berufs- und Beschäftigungsbedingungen frühzeitig und vorausschauend gemeinsam begleiten und gestalten können. Vereinbart wurde ein Anspruch auf Qualifizierungsmaßnahmen für DB-Mitarbeiter, wenn Berufsbilder und Tätigkeiten sich aufgrund von Digitalisierung verändern. Außerdem können DB-Mitarbeiter im Einvernehmen mit dem Arbeitgeber künftig ihren Arbeitsort selbst wählen, wenn ihre Tätigkeit mobiles Arbeiten zulässt. Erstmals sind für Rufbereitschaft und Rufbereitschaftseinsätze im DB-Konzern von den Tarifparteien einheitliche Grundsätze vereinbart worden.

Faire und leistungsgerechte Beschäftigungsbedingungen

Inhaltliche Schwerpunkte bilden die Themen Führung und psychische Gesundheit vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt. Strukturell stehen die Einrichtung weiterer hauptamtlicher Gesundheitsexperten in den Geschäftsfeldern und deren systematische Qualifizierung, die Messbarkeit des Gesundheitsmanagements durch ein neues Gütesiegel sowie die stärkere Vernetzung und Kommunikation der Angebote mittels digitaler Lösungen im Fokus.

Faire und leistungsgerechte Beschäftigungsbedingungen

Wir haben die Optimierung des HR-Bereichs weiter vorangetrieben. Teile des Projekts Zukunft der Personalarbeit wurden abgeschlossen. Dies sind wichtige Schritte auf dem Weg zum integrierten Betreuungsmodell. Das Projekt läuft noch bis Ende 2018. Analog hierzu startete bei DB Schenker das Programm TOM@HR für neue Strukturen, effizientere Prozesse und neue Kompetenzmodelle zur weiteren Professionalisierung mit Digitalisierungsunterstützung.

Optimierung und Internationalisierung der HR-Arbeit

Schwerpunkte sind die Schaffung von Planungsvorrat, Lärmschutz Schiene, Digitalisierung und Ausbau neuer Steuerungssysteme. Im Segment der Digitalisierung konnte sowohl eine Finanzierungsvereinbarung für die Pilotierung Building Information Modeling (BIM) als auch für das Projekt Digitale Kapazitätssteigerung abgeschlossen werden. Im Berichtsjahr wurden bereits rund 106 Mio. € verausgabt.

Zukunftsinvestitionsprogramm gestartet

Für den Nahverkehr wurde eine leistungsfähige technische Lösung für WLAN im Zug entwickelt, das auf ersten Strecken bereits vereinzelt verfügbar ist, etwa im Fugger-Express von München nach Augsburg sowie auf der Strecke Kiel – Lübeck – Lüneburg

Ereignisse 2016

Digitales Planen und Bauen

Auch bei der Planung und Umsetzung von Infrastrukturvorhaben setzen wir auf Digitalisierung. Im Oktober wurde eine Sammelvereinbarung zur Finanzierung von Building Information Modelling (BIM) im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms unterzeichnet. BIM verbindet die objektorientierte 3-D-Darstellung von Bauwerken mit Informationen zu Terminen, Kosten, Leistungsverzeichnissen und betriebsrelevanten Daten. Das digitale Planen und Bauen erhöht die Transparenz und reduziert Risiken im Planungs- und Bauablauf deutlich. DB Netze Fahrweg erprobt die digitale Arbeitsmethodik anhand von 13 Pilotprojekten, unter anderem bei Ausbauabschnitten der Strecke Emmerich – Oberhausen, dem Rhein-Ruhr-Express und Karlsruhe – Basel sowie der Fehmarnbeltquerung

Ereignisse 2016

Zur Sicherstellung einer hohen Qualität der Eisenbahninfrastruktur nutzt die DB Netz AG bei der Instandhaltung des Schienennetzes die Möglichkeiten von Digitalisierung und technologischen Innovationen.

Ereignisse 2016

Dimension Ökonomie: Die Anbindung weiterer Verkehrsangebote an den Bahnhof ist eine Kernaufgabe bei der multimodalen Gestaltung des zukünftigen Verkehrssystems. Fernbushaltestellen, Taxihaltepunkte und Ladeinfrastruktur für Elektroautos sowie E-Bikes machen den Bahnhof zum unverzichtbaren Bestandteil der städtischen Infrastruktur. Kostenlose WLAN-Zugänge an großen Bahnhöfen und komfortable Wartebereiche ermöglichen es den Reisenden, Wartezeit sinnvoll in den Empfangsgebäuden und auf dem Bahnsteig zu nutzen. Der Ausbau der Barrierefreiheit kombiniert mit einer Ausweitung unseres Mobilitätsservice, neuen digitalen Fahrgastinformationsmedien, digital verfügbaren Informationen zu Fahrtreppen und Aufzügen sowie einer umfassenden Sanierung der Toilettenanlagen tragen zur Steigerung der Zufriedenheit unserer Kunden bei. Weiter- hin fokussiert die im Kontext von Zukunft Bahn aufgesetzte Qualitätsinitiative eine Vielzahl an Modernisierungs- und Komfortoptimierungsmaßnahmen in den stark frequentierten Knoten- und Umstiegsbahnhöfen. Neue Vermarktungskonzepte, vielfältige Digitalisierungsansätze, ein konsequentes Kostenmanagement und die Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern flankieren die Maßnahmen für unsere Kunden und schaffen die Basis für unsere Rolle als profitabler Qualitätsführer.

Märkte und Strategie

Digitalisierung im Anlagenmanagement

Im Berichtsjahr wurden rund 2.100 Aufzüge und rund 1.000 Fahrtreppen mit intelligenten Kommunikationsbausteinen ausgestattet, die eine Erfassung der Anlagenzustände in Echtzeit und eine frühzeitige Veranlassung notwendiger Reparaturen ermöglichen. Ein neues Konzept für die Sicherstellung der kundenrelevanten Anlagenverfügbarkeit in Höhe von 97 % in Ballungsräumen wurde in die Umsetzung gebracht. Den Kern bilden Entstörteams für kurze Reaktionszeiten über 365 Tage im Jahr und eine professionelle Ersatzteilvorhaltung sowie Materiallogistik, um die Instandsetzungszeiten zu verküzen. Reisende und Besucher können den Betriebszustand der Anlagen in der App DB Bahnhof live abrufen.

Ereignisse 2016

Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende in Kraft getreten

Im September 2016 ist das Gesetz über den Messstellenbetrieb und die Datenkommunikation in intelligenten Energie- netzen als Teil des Artikelgesetzes zur Digitalisierung der Energiewende in Kraft getreten. Der Einsatz intelligenter Stromzähler soll einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die zunehmend volatile Erzeugung und den Verbrauch von Strom besser miteinander zu verknüpfen. DB Netze Energie ist als Netzbetreiber von den Neuregelungen im stationären Bereich ebenfalls betroffen und muss bis 2032 rund 58.000 Entnahmestellen mit neuen Messeinrichtungen ausrüsten.

Ereignisse 2016

Die Digitalisierung als Disruptionstreiber der Logistikbranche gewinnt immer mehr an Bedeutung. DB Schenker hat sich deshalb neu aufgestellt mit einem Chief Digital Officer und einer dedizierten Digitalisierungseinheit. Hier werden Themen wie datengetriebene Geschäftsmodelle, Online-Plattformen und technische Innovationen global vorangetrieben.

Märkte und Strategie

Platooning-Projekt mit MAN

DB Schenker und MAN arbeiten bei der Entwicklung vernetzter Lkw-Kolonnen zusammen und erproben diese im Echtbetrieb. Eine entsprechende Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) haben wir im November 2016 unterzeichnet. Geplant ist, zunächst die Rahmenbedingungen für das Projekt und eine damit verbundene Praxiserprobung festzulegen.

Ereignisse 2016

DB Schenker hat einen fünfjährigen Kooperationsvertrag mit der US-Online-Frachtbörse uShip unterzeichnet. Ziel der Vereinbarung ist es, digitale Innovationen zu nutzen, um Fracht schneller und effizienter zu bewegen und den Service für Kunden und Partner zu verbessern.

Ereignisse 2016

IT-Anwendungen auf Cloud-Computing

DB-konzernweit verlagern immer mehr Geschäftsfelder ihre IT-Anwendungen von eigenen Servern in die DB Enterprise Cloud. Dabei handelt es sich um IT-Infrastruktur von externen Speicherplatzanbietern. Die Integrationsplattform DB Enterprise Cloud erfüllt alle relevanten Sicherheits- und Datenschutzbestimmungen.

Ereignisse 2016

Ein wesentlicher Hebel, um uns im Wettbewerb behaupten zu können, sind Verbesserungen der Leistungsqualität. Wesentliche Chancen resultieren aus dem Trend zur Digitalisierung:

  • Prozesse im Personenverkehr können wir dadurch effizienter und kundenorientierter gestalten.
  • Kunden können verbesserte und neue digitale Dienstleistungen zum Beispiel im Bereich der Reisendeninformation angeboten werden.
  • Online-Portale und Apps erleichtern den Zugang für Kunden, verändern allerdings auch die Preiswahrnehmung für Mobilitätsdienstleistungen.
Konjunktur, Markt und Wettbewerb

Neue Online-Portale können zum Verlust der Kundenschnittstelle führen.

Konjunktur, Markt und Wettbewerb

Das Wachstum der Sharing Economy birgt die Chance, vor allem junge Menschen an öffentliche Verkehre zu binden. Das Teilen von Fahrzeugen ermöglicht ein mobiles Leben ohne eigenes Auto. Mit Angeboten für diese Gruppe kann der DB-Konzern vom Wandel des Mobilitätsverhaltens profitieren.

Konjunktur, Markt und Wettbewerb

Chancen und Risiken resultieren übergreifend für den DB- Konzern aus der Potenzialnutzung im Bereich Big Data:

  • Big Data Analytics bietet die Chance, das eigene Kundenportfolio besser zu verstehen und die Kundenansprache unter anderem durch Big-Data-Analytics-basierte Kundensegmentierung (»Predictive Selling«) und Anpassung des Leistungsportfolios durch verbesserte Transparenz über Kundendaten zu optimieren.
  • Neue Wettbewerber außerhalb der Verkehrsbranche mit hoher Durchschlagskraft und durchgreifendem digitalen Verständnis können sich als eigenständige Player im Verkehrsmarkt etablieren. Mit einer hohen Innovationsdynamik und ausgestattet mit hohen finanziellen Ressourcen stellen hier vor allem Unternehmen aus der IT-Branche ein Risiko für etablierte Akteure dar.
Konjunktur, Markt und Wettbewerb

Digitale Innovationen eröffnen die Möglichkeit, bestehende Produkte durch Value Added Services anzureichern oder komplett neue Logistikdienstleistungen zu entwickeln. Der 3-D-Druck bietet hier zum Beispiel Potenzial. Allerdings werden dadurch zukünftig auch Transporte vermieden werden, was zu einem Rückgang des Transportvolumens führen könnte.

Konjunktur, Markt und Wettbewerb

Für den DB-Konzern bedeutet dies, dass das Ausmaß der Abhängigkeit von rund um die Uhr verfügbarer und sicherer IT zukünftig weiter zunehmen wird. Diese Abhängigkeit birgt auch potenzielle Risiken, wie zum Beispiel die Unterbrechung der Verfügbarkeit von IT-Systemen oder den unautorisierten Zugang Dritter zu Kundendaten. Auf diese Bedrohungen und Risiken muss das Unternehmen systematisch und angemessen reagieren.

Produktion und Technik

Digitalisierung

Die Digitalisierung wirkt sich auf nahezu alle Lebensbereiche aus. Informations- und Kommunikationstechnologien haben einen immer stärkeren Einfluss. Für Mobilitäts- und Logistikanbieter wird es immer wichtiger, Produkte zu digitalisieren. Die Digitalisierung kann als ein Hebel genutzt werden, um intern Kosten zu senken. Hierbei kommt dem Ausbau von automatisierten Lösungen und Prozessen eine große Bedeutung zu. Der DB-Konzern will aus diesen Gründen die digitale Transformation vorantreiben.

Wesentliche Maßnahmen

Gesetzentwurf zum automatisierten Fahren

 Am 25. Januar 2017 hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf zum automatisierten Fahren beschlossen (Änderung des Straßenverkehrsgesetzes). Damit sind die Autohersteller für die Einhaltung der Straßenverkehrsregeln verantwortlich. Sie müssen sicherstellen, dass der Autopilot Geschwindigkeitsbeschränkungen erkennt. Eine Rückübernahme der Fahrzeugsteuerung durch den Fahrer wird nur dann vorgeschrieben, wenn das hoch oder voll automatisierte System ihn dazu auffordert oder wenn die Voraussetzungen für eine bestimmungsgemäße Verwendung der hoch oder voll automatisierten Fahrfunktion nicht mehr vorliegen. Um nachweisen zu können, ob der Fahrer in einer bestimmten Fahrsituation die Fahraufgabe innehatte oder das System, soll der Einsatz eines Datenspeichers vorgeschrieben werden.

Nachtragsbericht

DB Schenker

  • Der Fahrzeughersteller MAN und DB Schenker schlossen 2016 eine Partnerschaft zur Entwicklung und Erprobung von vernetztem und automatisierten fahren. Der Festlegung des Projektrahmens und der Praxiserprobung werden 2017 erfolgen. 2018 soll dann ein Lkw-Platoon auf dem digitalen Autobahn-Testfeld auf der A 9 zwischen den DB Schenker-Niederlassungen München und Nürnberg unterwegs sein. Im zweiten Schritt ist der Einsatz autonom fahrender Lkw auf dem Nürnberger DB Schenker-Werksgelände vorgesehen.
Profitabler Qualitätsführer
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