Integrierter Bericht 2016 - Qualität, die überzeugt!
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Fokus-Thema 5: Leistungsfähige Infrastruktur

Weiterer Bestandteil der Produktqualität ist auch eine leis­­­­tungsfähige Infrastruktur. Investitionen für den Erhalt und den Ausbau einer leistungsfähigen Infrastruktur sind deshalb unabdingbar. Mit der Leistungs- und Finanzie­rungs­­­­vereinbarung (LuFV) II haben der Bund und wir ein umfangreiches Modernisierungsprogramm auf den Weg gebracht und uns auf eine Reihe von Qualitätsparametern für den Zustand der Infrastruktur geeinigt, deren Einhaltung konti­­nuierlich überwacht wird. Die Ergebnisse der Über­­wachung werden im jährlichen Infrastrukturzustands- und -entwicklungsbericht (IZB) veröffentlicht und vom Eisen­­­bahn-Bundesamt (EBA) überprüft. 

Managementansätze zu unseren wesentlichen Themen

Die Infrastrukturunternehmen sind rechtlich selbstständige Gesellschaften mit separaten Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen und erfüllen damit alle Entflechtungsvorgaben des europäischen und des nationalen Rechts. Zudem besteht eine sogenannte funktionale Entflechtung, die unabhängige Entscheidungen der DB Netz AG zum Infrastrukturzugang und zu den Entgelten gewährleistet. Verlässlichkeit und Stabilität sind Ausweis einer hohen Qualität der Infrastruktur. Wesentliche Eckpfeiler für ein profitables Geschäft sind die nachhaltige Finanzierung der bestehenden Infrastruktur Ε und deren bedarfsgerechter Ausbau. Die Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung II (LuFV II) leistet dabei einen wesentlichen Beitrag, um insbesondere den Erhalt des Bestandsnetzes zu sichern.

DB-Konzern im Überblick

Der Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 wurde am 3. August 2016 vom Bundeskabinett beschlossen. Die entsprechende Ausbaugesetzgebung wurde nach Beratungen im Bundestag und finaler Zustimmung des Bundesrates am 16. Dezember 2016 erfolgreich abgeschlossen. Zentrale Maßnahmen, die der DB-Konzern im September 2013 mit dem Zielnetz 2030 zum neuen BVWP angemeldet hatte, sind aufgenommen.

Weiterentwicklung des verkehrs- und ordnungspolitischen Rechtsrahmens

Die im Berichtsjahr erhaltenen Investitionszuschüsse stiegen um 712 Mio. € beziehungsweise 13,0 % auf 6.190 Mio. €. Empfänger waren wie im Vorjahr fast ausschließlich unsere Infrastrukturgesellschaften. Details zu den verschiedenen Zuschussformen sind auf unserer Internetseite verfügbar.

Investitionen weiter auf hohem Niveau

Teststrecken für neue  Lärmschutztechniken eingerichtet

Das BMVI startete in Kooperation mit uns die »Initiative Lärmschutz-Erprobung neu und anwendungsorientiert« (I-LENA). In der von April 2016 bis Ende 2020 laufenden Initiative erhalten Entwickler und Hersteller von Lärmschutztechniken die Möglichkeit, ihre Innovationen auf DB-Strecken im Praxiseinsatz zu erproben. Dafür stellt das BMVI rund 6 Mio. € bereit. Im Berichtsjahr wurden knapp 50 Vorschläge für innovative Maßnahmen zum Schall- und Erschütterungsschutz eingereicht. Der Fokus von I-LENA liegt auf lärmmindernden Maßnahmen an der Infrastruktur. Die eingereichten Vorschläge können auf besonders geeigneten Teststrecken im Realbetrieb umgesetzt, getestet und weiterentwickelt werden. Auf diese Weise soll das Portfolio praxistauglicher Maßnahmen zur Lärm- und Erschütterungsminderung erweitert werden.

Teststrecken für neue Lärmschutztechniken eingerichtet

Für den Projektteil Stuttgart 21 wurde im Berichtsjahr eine umfassende Kostenbewertung und -prognose vorgenommen. Im Ergebnis wurde die Einhaltung des Finanzierungsrahmens in Höhe von 6,526 Mrd. € bestätigt, zur Erreichung des Gesamtwertumfangs besteht jedoch ein Gegensteuerungsbedarf von gut 0,5 Mrd. €. Auch in Bezug auf den Inbetriebnahmetermin sind Gegensteuerungsmaßnahmen notwendig.

Entwicklungen beim Projekt Stuttgart–Ulm

Für die Neubaustrecke Wendlingen – Ulm sind sämtliche Rohbauarbeiten vergeben. Mehr als die Hälfte der erforderlichen Tunnel sind bereits vorgetrieben und ausgehoben. Ein Meilenstein im Berichtsjahr war dabei die Herstellung der Tunnelverbindung zwischen Ulm und der Albhochfläche.

Entwicklungen beim Projekt Stuttgart–Ulm

Das BMVI stellt im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms des Bundes Ε zusätzliche Mittel in Höhe von bis zu 942 Mio. € für 2016 bis 2018 zur Verfügung.

Zukunftsinvestitionsprogramm gestartet

Qualitätsziele der LuFV erfüllt

Für den jährlich zu erbringenden Nachweis der Infrastrukturqualität Ε im Rahmen der LuFV II wurden insgesamt acht sanktionsbewehrte Qualitätskennzahlen (Qkz) sowie weitere Beurteilungsparameter etabliert, mit denen der Zustand und die Entwicklung der bestehenden Schieneninfrastruktur umfassend beschrieben und bewertet werden. Im Berichtsjahr haben wir die vereinbarten Vertragsziele erfüllt und werden dies vertragsgemäß mit dem Infrastrukturzustands- und -entwicklungsbericht (IZB) dokumentieren. Aus den teilweise noch nicht abgeschlossenen Abstimmungen zu den Prüfungen des Bundes zum Vorjahr können sich allerdings noch Auswirkungen auf die Zielerreichung im Berichtsjahr ergeben. Hinsichtlich des Ausweises der Zielerreichung bei der Qualitätskennzahl »Theoretischer Fahrzeitverlust Gesamtnetz« im Jahr 2016 haben das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) und die DB Netz AG derzeit unterschiedliche Sichtweisen. In der Folge hat die DB Netz AG nur die bislang anerkannten Feststellungen der Berichterstattung zugrunde gelegt. Sofern die zwischen EBA und DB Netz AG bislang nicht einvernehmlich bewerteten Prüffeststellungen zum Vorjahr in der Ergebnisdarstellung berücksichtigt werden, ergäbe sich eine Zielverfehlung im Berichtsjahr. Die zukünftigen IZB werden die Ergebnisse dieser Abstimmungen zum Gegenstand der regelmäßigen Berichterstattung machen. Gegenstand dieser Berichterstattung werden auch die von uns im Berichtsjahr vereinbarungsgemäß getätigten Investitionen und Instandhaltungsaufwendungen sein.

Qualitätsziele der LuFV erfüllt

Maßgeblich für die Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit des Verkehrsträgers Schiene sind insbesondere die Beiträge, die der Bund für die Infrastrukturfinanzierung leistet. Ein zentrales Instrument hierfür ist die LuFV.

Märkte und Strategie

Zur Sicherstellung einer hohen Qualität der Eisenbahninfrastruktur nutzt die DB Netz AG bei der Instandhaltung des Schienennetzes die Möglichkeiten von Digitalisierung und technologischen Innovationen.

Ereignisse 2016

Auch im Berichtsjahr haben wir zahlreiche Fortschritte bei Neu- und Ausbaumaßnahmen erzielt.

Ereignisse 2016

Die Hauptaufgaben von DB Netze Energie sind die ökonomisch und ökologisch effiziente Energiebeschaffung und die zuverlässige Bereitstellung von Energie für EVU. Neben strukturierter Beschaffung von Energie und effektiver Steuerung der Energienebenkosten begegnen wir den Risiken aus volatilen Rohstoffpreisen mittels einer im DB-Konzern festgelegten Sicherungsstrategie, Veränderungen von Steuern und Abgaben werden so gut wie möglich ausgesteuert. Zusätzlich verfügen wir über eine leistungsfähige Infrastruktur zur Strom- und Dieselversorgung von mobilen und stationären Verbrauchern.

Märkte und Strategie

Die Verfügbarkeit und der Zustand der Schieneninfrastruktur sind ein wesentliches Merkmal für die Leistungsfähigkeit des Schienenverkehrs. Die Intensität der Bautätigkeit im Netz hat Auswirkungen auf die Betriebsprogramme und die Produktionsqualität der Transporteure, die teilweise nicht kompensiert werden können.

Produktion und Technik

Als eine wesentliche Regelung der deutschen Bahnreform hat der Bund eine gesetzliche Verpflichtung zur Finanzierung der Investitionen in die Infrastruktur erlassen. Entscheidend ist eine ausreichende Höhe, aber auch die Planbarkeit der zukünftig zur Verfügung stehenden Finanzierungsmittel. Neben dem Risiko der fehlenden Verfügbarkeit von Investitionsmitteln besteht auch ein Risiko aus zu geringen Mitteln für die Instandhaltung des Bestandsnetzes. Die wirtschaftliche Tragfähigkeit von aus Eigenmitteln geleisteten Investitionen oder Finanzierungsbeiträgen zu Investitionsprojekten ist essenziell, um die Investitionsfähigkeit des DB-Konzerns langfristig zu sichern.

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