Integrierter Bericht 2016 - Qualität, die überzeugt!
DE EN

Beschaffung zahlt auf Konzernziele ein

Die Beschaffung trägt zur Umsetzung der Strategie DB2020+ bei und ist Teil von Zukunft Bahn. Durch die Erzielung von Einkaufspotenzialen durch das im Vorjahr gestartete Einkaufsprogramm und die funktionsübergreifende Zusammenarbeit mit den Geschäftsfeldern wird das Ziel des Profitablen Qualitätsführers unterstützt. Gemeinsam mit den jeweiligen Bedarfsträgern identifiziert die Beschaffung Möglichkeiten zur Generierung monetärer Einsparungen durch optimale Vergabedesigns und stellt die Versorgungssicherheit zu wettbewerbsfähigen Preisen her. Im Rahmen von Warengruppenstrategien werden detaillierte Markt- sowie Umfeld- analysen durchgeführt und entsprechende Maßnahmen für die Beschaffungsvorgänge abgeleitet.

Der Trend steigender Tarifabschlüsse und Lohnkosten setzte sich 2016 fort. Es herrscht weiterhin ein hoher Preisdruck, insbesondere im Dienstleistungssegment. Bei den Rohstoffpreisen war hingegen weiterhin ein Rückgang zu verzeichnen, jedoch nicht in dem Maße wie im Vorjahr.

Im Sinne des Anspruchs, Umwelt-Vorreiter zu sein, werden in der Warengruppenstrategiearbeit neben der Potenzialidentifizierung auch umweltbezogene Aspekte betrachtet. Außerdem fließen Firmenbewertungen zur CSR in das Lieferantenmanagement ein.

Das Personalqualifizierungsportfolio der Beschaffung, das speziell auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Funktionen abgestimmt ist und kontinuierlich weiterentwickelt wird, zahlt auf das Top-Ziel Top-Arbeitgeber ein. Im Berichtsjahr wurde das Expertenqualifizierungsprogramm für Einkäufer inhaltlich und methodisch neu aufgesetzt und anschließend erfolgreich pilotiert.

Nachdem die Beschaffung sich im Vorjahr mit dem Ziel einer Standortbestimmung im Vergleich zu »World Class«- Organisationen einem externen Leistungscheck unterzogen hatte, wurde im Berichtsjahr eine umfassende Roadmap aufgesetzt, um die Leistungsfähigkeit der Beschaffung in Richtung einer »World Class Procurement«-Organisation zu optimieren. Der Status »Professional Procurement« konnte auch im Berichtsjahr durch eine externe Beratungsgesellschaft bestätigt werden und ist stabil.

Beschaffung als Baustein für Nachhaltigkeit

Nachhaltige Kriterien wurden auch im Berichtsjahr in der Beschaffung fokussiert. Neben dem Verhaltenskodex für Geschäftspartner und den Einkaufsrichtlinien setzt der Einkauf weitere Grundsätze zur CSR in der Lieferkette um. Die Einhaltung von ökologischen und sozialen Standards wird daher über die Wertschöpfung des DB-Konzerns hinaus gemeinsam mit ihren Lieferanten bewirkt und verankert.

Das im Vorjahr erarbeitete Risikomanagementsystem zur Auswahl von potenziell risikobehafteten Lieferanten und das darauf basierende CSR-Bewertungsverfahren wurden fortgeführt. Ausgewählte Lieferanten wurden hierbei zu ökologischen und sozialen Standards geprüft und entwickelt.

Die im Vorjahr gemeinsam mit anderen Unternehmen der Bahnindustrie gegründete Brancheninitiative Railsponsible wurde weiter vorangetrieben. Mit der schwedischen Firma SKF konnte ein weltweit führender Technologieanbieter und Lieferant der Eisenbahnindustrie als Neumitglied gewonnen werden. Für die nächsten drei bis vier Jahre hat die Initiative ein gemeinsames Arbeitsprogramm definiert und die Themenbereiche Mitarbeitersensibilisierung, Lieferantenentwicklung und Kommunikation herausgestellt.

Zudem wurden weitere Lieferkettenanalysen gemeinsam mit Lieferanten des DB-Konzerns durchgeführt, um ein Praxisverständnis zur Lieferkettenstruktur und zu existierenden sozialen Risiken aufzubauen. Ziel ist es, Möglichkeiten der Einflussnahme auf identifizierte Risikobereiche sowie nicht wertschöpfende Lieferkettenstufen herauszuarbeiten.

Ergänzend dazu hat unsere Qualitätssicherung erneut vor Ort Audits bei Lieferanten durchgeführt. Im Rahmen der Überprüfung der Systeme, Prozesse und Produkte bei Lieferanten güteprüfpflichtiger Produkte oder von Produkten mit einer herstellerbezogenen Produktqualifikation wurden keine Feststellungen bezüglich Menschenrechtsverletzungen, Vereinigungsfreiheit, Kinderarbeit und Zwangs- oder Pflichtarbeit bekannt.

Ausbau der Internationalisierung

Die zunehmende Internationalisierung zeigt sich auch in einer globaler werdenden Lieferantenstruktur des DB-Konzerns. Der Fokus liegt vor allem in der Qualifizierung von Lieferanten des asiatischen Marktes. Ein Jahr nach Gründung des International Procurement Office in Shanghai wurden unter anderem in China, Südkorea und Taiwan mehr als 300 potenzielle Lieferanten identifiziert. Mit geeigneten Firmen wurde die kommerzielle und technische Qualifikation gestartet. Bereits nach sechs Monaten haben sich asiatische Lieferanten an Vergaben des DB-Konzerns beteiligt. Zum Erfahrungsaustausch zu ausgewählten Warengruppen hat das International Procurement Office erste Kontakte zu asiatischen Bahnbetreibern geknüpft.

nach oben