Integrierter Bericht 2016 - Qualität, die überzeugt!
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  • Neue WLAN-Technologie

    Die neueste Repeater-Generation und WLAN-Technik im ICE 4 sorgen für sehr guten WLAN- und Mobilfunkempfang in allen Netzen. Das System greift während der Fahrt auf die jeweils schnellsten Datennetze zu und bündelt die Kapazitäten der Netzbetreiber, sodass höhere Datenvolumina verarbeitet werden. Mit dem neuen WLAN surfen Kunden in unseren ICE-Zügen seit Januar 2017 auch in der 2. Klasse gratis.

  • Mehr Stauraum für Gepäck

    Neue, 60 bis 182 cm breite Gepäckregale in Sitzplatznähe ermöglichen das Verstauen von großem und schwerem Gepäck auf Fußbodenniveau.

  • Neuartiges Lichtkonzept

    Das innovative tageszeitabhängige Beleuchtungskonzept schafft eine angenehme Raumatmosphäre. Die automatische Steuerung von Lichtfarbe und -intensität orientiert sich an Jahres- und Tageszeit. Die weiterentwickelte Klimaanlage ist für Temperaturen bis 45 Grad Celsius ausgelegt. Der ICE 4 bietet insgesamt 830 Sitzplätze, davon 205 in der 1. und 625 in der 2. Klasse.

  • Eleganter Restaurantbereich

    Die Gerichte in den neu gestalteten Restaurants des ICE 4 werden mit frischen Zutaten zubereitet. Neben vegetarischen werden auch vegane Gerichte serviert, diese werden über ein neues Logo auf der Speisekarte gekennzeichnet. Insgesamt bietet der Bistrobereich des ICE 4 außerdem acht verschiedenen Kaffeevariationen an.

  • Mehr Platz für Familien

    Neben dem neu gestalteten Kleinkindabteil mit fünf Plätzen und einem Kinderwagenplatz gibt es deutlich größere Familienbereiche (16 Plätze). Hier finden sich Stellflächen für zwei Kinderwagen und größeres Familiengepäck.

  • Moderne Sitze für hohen Reisekomfort

    Die Sitze verfügen über höhenverstellbare Kopfkissen und Rückenlehnen, die beim Verstellen nicht nach hinten, sondern in den Sitzrahmen gleiten, sodass der Platz des Hintermanns nicht beeinträchtigt wird. Für zusätzlichen Komfort sorgen in der 1. Klasse verstellbare Fußstützen sowie eine individuelle Leseleuchte. Zusätzlich kann die Sitztiefe justiert werden. An jedem Sitz der 1. Klasse und jedem Doppelsitz der 2. Klasse gibt es eine Steckdose.

  • Bessere Orientierung durch klare Information

    Fünfsprachige Banderolen kennzeichnen die verschiedenen Zugbereiche. Für zusätzliche Orientierung sorgen Piktogramme. In die Kopfstützen der Gangplätze eingelassene Reservierungsdisplays erleichtern das Finden des reservierten Sitzplatzes. Reisende mit Seheinschränkung profitieren vom taktilen Wegeleitsystem mit großen, tastbaren Platznummern und Brailleschrift. Ein modernes Fahrgastinformationssystem informiert Fahrgäste in Echtzeit über Ankunftsziele und -zeiten und Anschlussverbindungen. Je Wagen sind bis zu sechs Deckenbildschirme angebracht. Jeweils ein Monitor befindet sich in den Einstiegsbereichen, im Kleinkindabteil und im Restaurant.

  • Erstmals Fahrradmitnahme im ICE

    Im Endwagen des ICE 4 können bis zu acht Fahrräder an nummerierten Stellplätzen mit festen Halterungen untergebracht werden.

  • Services für Rollstuhlfahrer

    Der ICE 4 hat 44 Türen. Je eine pro Seite ist dabei mit einem fahrzeuggebundenen Hublift ausgestattet, mit dem Rollstuhlfahrer sicher in den Zug gelangen können. Ein großzügiger Bereich bietet Platz für vier Rollstuhlfahrer inklusive Sitzen für Begleitpersonen. Die Tische in diesem Bereich sind höhenverstellbar, darüber befindet sich ein Notrufknopf mit Wechselsprechfunktion.

  • Ab Dezember 2017 im Regelbetrieb

    Bis dahin durchläuft der ICE 4 als erster Hochgeschwindigkeitszug in Europa eine mehrmonatige Einführungsphase mit Einsatz auf der Strecke Hamburg – Hannover – Nürnberg – München.

Ab 2017 werden über das ICE Portal, das kostenfreie digitale Infotainment-Angebot für alle Reisenden im ICE, TV-Serien und Kinofilme von maxdome bereitgestellt. Der neue Service wird sowohl einen kostenfreien als auch einen kostenpflichtigen Bereich umfassen. Neben familiengerechten Komödien, Action- und Animationsfilmen werden auch Tier- und Naturdokumentationen sowie Inhalte für Kinder zur Verfügung stehen.

»Mit dem einzigartigen Entertainment-Angebot von maxdome onboard wird das ICE Portal um einen wichtigen Baustein aufgewertet. Reisen im ICE werden mit diesem Videoservice für unsere Kunden noch unterhaltsamer.«

Michael Peterson, Vorstand Marketing, DB Fernverkehr

Das ICE Portal bietet außerdem verschiedene Informationsbereiche wie Empfehlungen zu Sehenswürdigkeiten am nächsten Halt, Informationen zum Speise- und Getränkeangebot, zu Flinkster und zu Call a Bike sowie einen digitalen Zeitschriftenkiosk mit verschiedenen Zeitungs- und Magazinangeboten sowie kurzweilige Spiele und Hörbücher in deutscher und englischer Sprache.

DB Navigator – immer richtig stehen

Die neue digitale Anzeige der Wagenreihung in der App DB Navigator steht unseren Kunden ab 2017 zur Verfügung. So wissen sie bereits vor der Ankunft ihres Zuges, wo sich die 1. und die 2. Klasse befinden, in welche Richtung der Zug fährt und an welchem Gleisabschnitt ein bestimmter Wagen halten wird. Und das immer aktuell.

Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 (VDE 8), die Verbindung zwischen Nürnberg und Berlin, steht vor seiner Fertigstellung. Die neue Strecke ermöglicht kürzere Fahrzeiten und bessere Verbindungen. Ende 2015 ist die Neubaustrecke Erfurt – Leipzig/Halle eröffnet worden. 2017 werden alle neuen Trassen zwischen Nürnberg und Berlin fertig sein. Das 10-Mrd.- €-Projekt wurde 1991 von der Bundesregierung beschlossen, um die Verkehrsanbindung zwischen Ost und West und zwischen Nord und Süd zu verbessern. VDE 8 gliedert sich in drei Teilprojekte (VDE 8.1, VDE 8.2 und VDE 8.3), die in Streckenerweiterungen und Streckenneubauten unterteilt sind.

Die Knoten Erfurt, Halle und Leipzig werden dabei zu zentralen Übergangspunkten und runderneuert. Alte Gleisanlagen werden für insgesamt rund 1 Mrd. € komplett auf Vordermann gebracht. Darüber hinaus ist die Verbindung, beispielsweise durch Überholbahnhöfe, auch für den Güterverkehr ausgerichtet. Die Strecke eröffnet viele Möglichkeiten, hochmoderne Verkehrskonzepte umzusetzen. Mit der Inbetriebnahme beginnt eine neue Ära des Bahnreisens.

Die Neubaustrecke Ebensfeld – Erfurt (VDE 8.1) ist als regelspurige, zweigleisige, elektrifizierte Eisenbahnstrecke für den hochwertigen Reise- und Güterverkehr konzipiert und hat eine Gesamtlänge von 107 km. Sie verläuft fast zur Hälfte auf Brücken oder in Tunneln – 53 von 107 km. 22 Tunnelbauten mit insgesamt 41 km Länge und 29 Brücken mit 12 km Länge lösen sich auf der Strecke durch den Thüringer Wald und Oberfranken ab.

Seit Dezember 2015 hat die Inbetriebnahme der Neubaustrecke Erfurt – Leipzig/Halle (VDE 8.2) das Tempo im Ost-West-Verkehr bereits deutlich erhöht. Reisende zwischen Dresden und Frankfurt am Main sind nun eine Stunde schneller am Ziel. Die zweigleisige, für Tempo 300 ausgebaute 123 km lange Neubaustrecke führt zunächst durchs Thüringer Becken. Danach durchquert sie den Höhenzug Finne in drei Tunneln mit einer Länge von 15,4 km. Hinter der Querfurter Platte teilt sich die Trasse in Richtung Halle und Leipzig. Die Aus- und Neubaustrecke Nürnberg – Erfurt (VDE 8.1) durch den Thüringer Wald wird die Reisezeit zwischen den großen Städten im Süden und Norden gravierend verkürzen – um bis zu zwei Stunden. Zwischen Leipzig/Halle und Berlin hat sich schon seit 2006 mit der Inbetriebnahme des Abschnitts VDE 8.3 die Reisezeit halbiert, auf rund eine Stunde und 15 Minuten.

Schnelle Züge in einem festen Takt, das ist das Erfolgsrezept für die Teilstrecke Leipzig/Halle – Berlin (VDE 8.3), die schon seit 2006 in Betrieb ist. Die Verbindung ist für Geschwindigkeiten bis 200 km/h ausgelegt und hat damit die Schiene gegenüber der Straße konkurrenzfähig gemacht.

Die schnelle Verbindung zwischen Nürnberg und Berlin auf der neuen Trasse eröffnet große Chancen für die Zukunft – für Menschen und Märkte im Zeichen der europäischen Integration.


Die neue Schnellbahntrasse hat auch eine europäische Dimension. Die Strecke zwischen Nürnberg und Berlin ist ein wichtiger Abschnitt innerhalb der transeuropäischen Verkehrsnetze. Mit dem Lückenschluss Nürnberg – Berlin wird es künftig möglich sein, ohne Lokwechsel, Zughalt oder den Wechsel des Zugleitsystems über die Ländergrenzen von Süd- nach Nordeuropa zu reisen.

Auf der Strecke Nürnberg – Berlin sind alle geforderten europäischen Standards verwirklicht worden – bis hin zur behindertengerechten Ausstattung der Bahnsteige.

Auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs Köln-Nippes entsteht durch den Einsatz modernster Umwelttechnologien das bundesweit erste CO₂-neutrale Instandhaltungswerk des DB-Konzerns. Dafür ist unter anderem eine eigene Stromerzeugung mit einer rund 2.100 m² großen Photovoltaikanlage geplant. Der Solarstrom der Photovoltaikanlage versorgt das gesamte ICE-Werksgelände. Zusätzlicher Bedarf wird ausschließlich mit zugekauftem Ökostrom aus regenerativen Energien gedeckt. Das ICE-Werk wird mit einem hochmodernen, energieeffizienten Klimatisierungssystem ausgestattet, das unter anderem auf dem Prinzip der Geothermie und des Wärmeaustauschs über das Grundwasser beruht.

Dabei arbeitet die werkseigene Geothermieanlage abgasfrei und geräuschlos. Sämtliche Gebäude auf dem Werksgelände können durch die Anwendung des Prinzips des Wärmeaustauschs im Winter beheizt und im Sommer gekühlt werden. Auf die Nutzung von fossilen Brennstoffen wird ganz verzichtet. Als Lärmschutzmaßnahmen werden Lärmschutzwände erhöht beziehungsweise errichtet und Gebäudefassaden rundum schallgedämmt. Insgesamt wird eine Lärmreduzierung um bis zu 10,5 dB(A) erreicht. In Zukunft sollen alle ICE-Baureihen inklusive des neuen ICE 4 in dem Werk gewartet werden.

Blick nach vorn

Zweite Phase von Zukunft Bahn in der Umsetzung (ab 2017)

Nach Abschluss der ersten Phase »Ärgernisse beseitigen« mit ersten spürbaren Erfolgen für unsere Kunden arbeiten wir ab 2017 in der zweiten Phase »Qualität, die überzeugt« mit Hochdruck weiter an einer besseren Produktqualität mit einem besonderen Fokus auf operative Exzellenz.

Intensivierung Modernisierungskurs Schieneninfrastruktur (in 2017)

2017 setzen wir die Modernisierung der bestehenden Infra­struktur in Deutschland mit nochmals erhöhtem Tempo fort. Mit insgesamt 7,5 Mrd. € sorgen wir für mehr Qualität und Kapazität im deutschen Schienennetz. Dabei werden unter anderem 1.650 km Gleise, 1.800 Weichen sowie 4.600 Anlagen der Leit- und Sicherungstechnik erneuert.

Vorbereitung erster Transporte in vernetzten Lkw (ab 2017)

DB Schenker und MAN entwickeln vernetzte Lkw-Kolon­­nen und erproben diese im Echtbetrieb. 2018 sollen sie auf dem Testfeld der A9 zwischen der DB Schenker­Niederlassungen München und Nürnberg unterwegs sein.

DB Streckenagent informiert und bietet Alternativen (ab 2017)

Nach erfolgreichem Start wird die App DB Streckenagent bundesweit ausgerollt. Der Kunde abonniert dabei seine Verbindung, die er vom DB Streckenagenten überwachen lassen möchte. Im Falle einer Störung bekommt er dann Push-Nachrichten mit aktuellen Meldungen zugeschickt.

Neue Außenkennzeichnung im ICE (ab 2017)

Eine neuartige Außenkennzeichnung verbessert die Wegeleitung am ICE. Die Umsetzung der Außenkennzeichnung wird ab 2017 bei allen ICE-Baureihen umgesetzt.

Neue Aufenthaltsbereiche am Bahnhof (ab 2017)

Die 21 Bahnhöfe mit dem größten Aufkommen an Reisen­­den erhalten einen neu gestalteten Wartebereich im Empfangsgebäude. Ideen werden innerhalb der Testphase bis März 2017 im Showroom am Münchner Hauptbahnhof getestet.

Verbesserte Reinigung an Bahnhöfen (ab 2017)

Ein neues Produktionskonzept für die Reinigung an Bahnhöfen soll 2017 sukzessive in die Erprobung und Umsetzung gebracht werden. Ziel ist es, die Sauberkeit an den Bahnhöfen für die Reisenden sichtbar zu erhöhen.

DB BahnhofsBox in Erprobung (ab 2017)

Mit dem Lebensmittelhändler Edeka erproben wir in Berlin ein neues Abholsystem. Kunden können zuvor online bestellte Einkäufe in der DB BahnhofsBox abholen. Zudem können Bahnhofsbesucher unabhängig von den Öffnungszeiten beispielweise Pakete abholen, Hemden aus der Reinigung mitnehmen oder den Schlüssel für die Ferienwohnung übergeben.

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