Integrierter Bericht 2016 - Qualität, die überzeugt!
DE EN

Klimaschutz

Anpassung an den Klimawandel

2016 war weltweit das wärmste Jahr, seit es Wetteraufzeichnungen gibt. Doch nicht nur die Temperaturen verändern sich, sondern wir werden uns zukünftig auf die Zunahme von Stürmen, Starkregenereignissen und Hochwasser, aber auch längere Trockenperioden einstellen müssen. Diese Extremwetterereignisse führen immer wieder zu längeren Betriebsausfällen, die oft mit hohen Schadenskosten einhergehen – zuletzt im November 2016 durch ein Nassschnee-Ereignis, als Bäume durch die Schneelast auf die Gleise stürzten. Dies führte zu mehrstündigen Umleitungen im Norden Deutschlands. Aktuell werden besonders neuralgische Streckenabschnitte so von Vegetation freigestellt, dass der Schienenverkehr dort sicher verkehren kann.

Der DB-Konzern arbeitet gemeinsam mit dem Eisenbahn-Bundesamt (EBA), dem Deutschen Wetterdienst und anderen Verkehrsträgern im BMVI-Expertennetzwerk daran, die durch Klimaänderungen bedingten Verwundbarkeiten für den Verkehr und die Infrastruktur zu bestimmen und Anpassungsoptionen zu entwickeln. Dazu identifizieren wir in einem ersten Schritt mittels Modellrechnungen Streckenabschnitte, die besonders anfällig für Extremwettereignisse sind. Darauf aufbauend wollen wir Maßnahmen erarbeiten, um auch in Zukunft einen zuverlässigen Schienenverkehr zu gewährleisten.

Absolute CO2-Emissionen und CO2-Äquivalente im Überblick

CO2-Fußabdruck erweitert

Unser erweiterter CO2-Fußabdruck bildet die Menge der Treibhausgasemissionen ab, die der DB-Konzern in einem Jahr verursacht. Er setzt sich zusammen aus den Emissionen aller Fahrten und Transporte des DB-Konzerns im Schienen-, Straßen-, Luft- und Schiffsverkehr sowie den Emissionen der stationären Anlagen wie Bahnhöfen oder Werkstätten und den Emissionen des Fuhrparks, zu dem beispielsweise Firmenfahrzeuge gehören. Weitere Treibhausgase, wie die Emissionen aus der Lieferkette, sind hier noch nicht berücksichtigt. Die absoluten CO2-Emissionen sowie die zusätzlich betrachteten Treibhausgase sind die Grundlage für die Berechnung der spezifischen CO2-Emissionen und auch für die Ergebnisberechnung unseres Klimaschutzziels innerhalb der dafür getroffenen Abgrenzungen. Außerdem sind sie Gradmesser für die Effizienzmaßnahmen, die wir umsetzen, und bilden eine Basis, um sich mit anderen Unternehmen zu vergleichen.





Absolute CO2-Äquivalente nach Fahrten, Transporten
und stationären Anlagen 
in Mio. t

2016

2015

2014

 

Schienenpersonennahverkehr

3,10

3,23

3,28

     davon Deutschland

2,38

2,66

2,72

Schienenpersonenfernverkehr

0,52

0,49

0,43

Busverkehr

1,78

1,79

1,69

     davon Deutschland

0,67

0,71

0,60

Schienengüterverkehr

2,05

2,31

2,43

Straßengüterverkehr 1)

3,89

3,74

4,26

Luftfracht 1), 2)

6,16

5,99

5,66

Seefracht 2)

2,07

2,58

2,91

Sonstige Verkehre 3)

0,11

0,11

0,10

Stationäre Anlagen

1,51

1,52

1,33

Insgesamt

21,19

21,76

22,09

Well-to-Wheel (WTW), Scope 1–3.
1) Methodenänderung ab 2015.
2) Mit Vor- und Nachlauf.
3) Unter anderem DB Fuhrpark, innerbetrieblicher Verkehr.

CO2-Äquivalente nach Scope 1 – 3 in Mio. t

2016

2015

2014

 

Insgesamt

21,19

21,76

20,76

     Anteil Scope 1 in %

18

17

18

     Anteil Scope 2 in %

24

25

20

     Anteil Scope 3 in %

58

58

62

Ab 2015 inklusive stationärer Anlagen.

Die dargestellten Scope-2-Emissionen in Höhe von 5,14 Mio. t CO2 berücksichtigen marktbasierte Mechanismen, das heißt, alle vertraglich geregelten Instrumente zur Erzeugung von und Handel mit Strom aus erneuerbaren Energien werden einbezogen. Gemäß Scope-2-Leitfaden des Greenhouse Gas Protocol zu dualem Reporting weisen wir zusätzlich auch Scope-2-Emissionen nach dem Standortprinzip (»Location-based«) aus. Legen wir für die Bilanzierung die jeweiligen nationalen Strommixe zugrunde, beträgt der Scope 2 insgesamt 6,20 Mio. t CO2.

Absolute CO2-Emissionen nach Fahrten, Transporten
und stationären Anlagen 
in Mio. t

2016

2015

2014

 

Schienenpersonennahverkehr

2,91

3,01

3,07

     davon Deutschland

2,21

2,46

2,53

Schienenpersonenfernverkehr

0,47

0,45

0,38

Busverkehr

1,73

1,72

1,62

     davon Deutschland

0,66

0,69

0,59

Schienengüterverkehr

1,92

2,15

2,27

Straßengüterverkehr 1)

3,74

3,60

4,06

Luftfracht 1), 2)

6,12

5,94

5,62

Seefracht 2)

2,05

2,55

2,88

Sonstige Verkehre 3)

0,11

0,11

0,10

Stationäre Anlagen

1,43

1,43

1,27

Insgesamt

20,48

20,96

21,27

Well-to-Wheel (WTW), Scope 1 – 3.
1) Methodenänderung ab 2015.
2) Mit Vor- und Nachlauf.
3) Unter anderem DB Fuhrpark, innerbetrieblicher Verkehr.

Spezifische CO2-Emissionen der Fahrten und Transporte des DB-Konzerns

2016

2015

2014

 

Schienenpersonennahverkehr in g/Pkm

56,0

58,4

58,9

     davon Deutschland

54,2

57,7

58,0

Schienenpersonenfernverkehr in g/Pkm

11,9

12,1

10,6

Busverkehr in g/Pkm

78,3

78,0

74,6

     davon Deutschland

89,9

91,6

76,7

Schienengüterverkehr in g/tkm

19,5

20,5

21,0

Straßengüterverkehr 1) in g/tkm

93,8

88,9

106,7

Luftfracht 1) in g/tkm

751

767

783

Seefracht 1) in g/tkm

6,8

8,5

9,3

Well-to-Wheel (WTW); Scope 1 – 3; ohne Vor- und Nachläufe (Luft-/Seefracht);
Unternehmen im Schienenverkehr sind mit ihrem eigenen Strommix gerechnet.
1) Methodenänderung ab 2015.

nach oben