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DE EN

Beschäftigungsbedingungen

Kollektivrechtliche Regelungen





Mitarbeiter nach Beschäftigungsart

in NP

2016

2015

2014

 

Tarifkräfte

157.545

154.336

153.181

Beamte

24.423

26.277

27.776

Mitarbeiter mit Individualverträgen 1)

9.736

9.853

9.838

Insgesamt

191.704

190.466

190.795

Deutschland (Gesellschaften mit rund 98 % der inländischen Mitarbeiter).
1) In dem Wert für die Mitarbeiter mit Individualverträgen sind im Wesentlichen leitende
Angestellte (Führungskräfte), Mitarbeiter, die übertariflich vergütet werden (sogenannte
AT-Mitarbeiter), und Mitarbeiter mit einzelvertraglichen Vereinbarungen enthalten.

Die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter des DB-Konzerns richten sich weltweit in Ergänzung zu den landesspezifischen gesetzlichen Regelungen überwiegend nach Tarifverträgen, die mit den in den jeweiligen Ländern zuständigen Gewerkschaften vereinbart sind.

Grundsätzlich gelten die Tarifverträge für die Arbeitnehmer in Deutschland. Die Tätigkeit der Beamten im DB-Konzern beruht auf einer gesetzlichen Zuweisung im Rahmen des Art. 2 §12 Eisenbahnneuordnungsgesetz. Auf dieser Grundlage werden für die Beamten die tariflichen Bestimmungen innerhalb des DB-Konzerns sinngemäß angewendet, soweit die beamtenrechtlichen Regelungen dem nicht entgegenstehen.

 

 

 

Veränderung

 

Mitarbeiter mit kollektivrechtlichen Regelungen
per 31.12., in NP
20162015

absolut

%

2014
 

Mitarbeiter mit Tarifverträgen

181.915

180.558

+1.357

+0,8

180.897

     Anteil in %

94,9

94,8

94,8

Deutschland (Gesellschaften mit rund 98 % der inländischen Mitarbeiter).

Der Anteil der Mitarbeiter, für die kollektivrechtliche Regelungen gelten, liegt unverändert auf hohem Niveau.

Beschäftigungsbedingungen weiterentwickelt

Die Beschäftigungsbedingungen für leitende Angestellte und außertarifliche Arbeitnehmer werden kontinuierlich weiterentwickelt. Grundlage der Vergütungspolitik und der Ausgestaltung der Nebenleistungen ist die Strategie des DB-Konzerns. Die variable Vergütung ist konsequent an den Zielen von Zukunft Bahn und DB2020+ ausgerichtet.

Um die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu verbessern, können leitende Angestellte und außertarifliche Mitarbeiter eine berufliche Auszeit von bis zu sechs Monaten vereinbaren. Darüber hinaus fördern wir Teilzeit in Führung und Interimsmanagement.

Der DB-Konzern hat das Programm »Besondere Teilzeit im Alter für leitende Angestellte im DB-Konzern« ins Leben gerufen. Damit soll die individuelle Arbeitsbelastung von älteren leitenden Angestellten reduziert und gleichzeitig die Beschäftigungsfähigkeit bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter erhalten werden.

Demografietarifvertrag weiterentwickelt

Mit dem Demografietarifvertrag hat der DB-Konzern gemeinsam mit dem Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband MoVe e.V. (Agv MoVe) und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) einen Rahmen geschaffen, um die Herausforderungen des demografischen Wandels zu bewältigen. Folgende Änderungen sind in Kraft getreten:

  • Freistellung für die Teilnahme an einer Gesundheits-/Präventionswoche für das Jahr 2017 auf zwei Tage ausgebaut. In Anspruch nehmen können dies Arbeitnehmer, die im Laufe des Jahres 2017 das 59. Lebensjahr vollenden und nicht an der besonderen Teilzeit im Alter teilnehmen.
  • Neu vereinbart wurden die Förderung der Freistellung aus dem Langzeitkonto zur berufsbegleitenden Weiterbildung sowie die Möglichkeit der Einbringung von Urlaub ins Langzeitkonto, der über die gesetzlichen Ansprüche auf Mindesturlaub hinausgeht.
  • Für Auszubildende und dual Studierende wurden Verbesserungen im Umfang von im Durchschnitt 13 % vereinbart. Neben der Erhöhung der Ausbildungs- und Studienvergütung erhalten dual Studierende künftig tätigkeits- und zeitbezogene Zulagen während ihrer betrieblichen Praxiseinsätze sowie einen einmaligen Lernmittelzuschuss in Höhe von 100 € brutto zu Anfang des Studiums. Zudem wurde der Anspruch auf einen Mietkostenzuschuss tarifvertraglich vereinbart, wenn das tägliche Pendeln zwischen bisherigem Wohnort und Arbeitsplatz (Hin- und Rückfahrt) bei Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zusammen mehr als 150 Minuten dauert. Erbringt der Auszubildende oder dual Studierende mindestens einen Anteil von 15 % seiner monatlichen Ausbildungs- beziehungsweise Studienvergütung für die Nettokaltmiete, übernimmt der Arbeitgeber 50 % des Betrags, der den Eigenanteil überschreitet. Für Auszubildende und dual Studierende, die 2017 oder später auslernen, zahlt der DB-Konzern außerdem zwei Jahre nach Übernahme in ein Arbeitsverhältnis einmalig eine Prämie in Höhe von 1.000 € als arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersvorsorge in den DEVK-Pensionsfonds ein.

Sozial- und Nebenleistungen

Neben einer fairen und leistungsgerechten Vergütung bietet der DB-Konzern vielseitige Sozial- und Nebenleistungen. Fünf große Sozialpartner – Stiftung Bahn-Sozialwerk (BSW), BAHN-BKK, Verband Deutscher Eisenbahner Sportvereine (VDES), DEVK-Versicherungen und Sparda-Banken – bieten Vorteilspakete für unsere Mitarbeiter.

In Zusammenarbeit mit dem BSW sowie der AWO lifebalance bietet der DB-Konzern seinen Mitarbeitern verschiedene Angebote für Kin- derbetreuungsmöglichkeiten. 90 Betreuungsplätze stehen in der DB- betriebseigenen Einrichtung »Bahnbini« in Frankfurt am Main zur Verfügung und 183 Belegplätze in externen Kitas. Während der Sommerferien können Mitarbeiterkinder an verschiedenen DB-Standorten an dem DB-konzerneigenen Programm »DB RasselBAHNde« teilnehmen. Zudem werden Eltern von AWO lifebalance bei der Suche nach Betreuungsoptionen, nach Notfall- und Ferienbetreuungsangeboten sowie bei der Vermittlung von Au-pairs oder Tagespflegepersonal unterstützt. Über AWO lifebalance bieten wir unseren Mitarbeitern auch eine weitreichende Unterstützung bei der Pflege von Angehörigen an.

Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben

Mitarbeiter nach Arbeitszeit und Geschlecht 
per 31.12., in NP

2016

2015

2014

 

Vollzeit

173.679

173.845

175.205

     Anteil Frauen in %

18,6

18,6

18,6

Teilzeit

18.025

16.621

15.590

     Anteil Frauen in %

63,6

65,9

68,4

Insgesamt

191.704

190.466

190.795

Deutschland (Gesellschaften mit rund 98 % der inländischen Mitarbeiter).

Der DB-Konzern bietet verschiedene Teilzeitmodelle an. Dies dient der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie und wird sowohl von Mitarbeitern als auch Mitarbeiterinnen in Anspruch genommen.

Mitarbeiter nach Vertragsart  per 31.12., in NP

2016

2015

2014

 

Unbefristet

183.339

183.091

183.048

Befristet

8.365

7.375

7.747

Insgesamt

191.704

190.466

190.795

Deutschland (Gesellschaften mit rund 98 % der inländischen Mitarbeiter).

Der Anteil der Mitarbeiter mit unbefristeten Arbeitsverträgen in Deutschland lag mit über 95 % weiterhin auf sehr hohem Niveau.


Externe Zeitarbeitnehmer

in NP

2016

2015

2014

Insgesamt

2.651

2.560

2.500


Deutschland (Gesellschaften mit rund 99 % der inländischen Mitarbeiter).

Der Anteil externer Zeitarbeitnehmer ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Arbeits- und Gesundheitsschutz

Arbeits- und Gesundheitsschutz mit hohem strategischen Stellenwert

Unsere Arbeitsschutzpolitik ist darauf ausgerichtet, die Zahl der Unfallereignisse und die Schwere der Unfälle kontinuierlich zu vermindern. Hierbei liegt ein besonderer Fokus auf schweren Arbeitsunfällen – auch von Auftragnehmern und insbesondere bei Arbeiten im Gleisbereich. Expositionen der Mitarbeiter durch möglicherweise krebserregende Gefahrstoffe werden systematisch erfasst. Ein besonderes Augenmerk gilt der Prävention posttraumatischer Belastungsstörungen bei Lokführern und anderen Mitarbeitergruppen. Hier ist der DB-Konzern sehr gut aufgestellt. In Zusammenwirken mit der Konzernsicherheit und den Gewerkschaften gehen wir auch auf neue gesundheitliche Herausforderungen wie die Veränderung der Arbeitswelt durch die Digitalisierung und die Sorgen der Mitarbeiter vor Anschlägen und Übergriffen ein.

Arbeitsunfälle rückläufig

Arbeitsunfälle und LTIF

2016

2015

2014

 

Tödliche Arbeitsunfälle

7

8

5

Lost Time Injury Frequency (LTIF) 1)

25,0

25,3

Deutschland (Gesellschaften mit rund 96 % der inländischen Mitarbeiter).
1) Zählung LTIF bei mehr als einem Kalendertag Abwesenheit.

Der DB-Konzern ist sich seiner Verantwortung im Arbeits- und Gesundheitsschutz bewusst. Die Einhaltung der internen Standards nach OHSAS 18001 und der nationalen Gesetze dient dem Schutz der Mitarbeiter. Ein Beitrag für den wirtschaftlichen Erfolg sind daher die sichere Arbeitsgestaltung sowie gesunde und motivierte Mitarbeiter. Das Ziel, die Wahrnehmung der Sicherheit und das Bewusstsein bei Führungskräften und Mitarbeitern zu verbessern, wurde durch verschiedene Qualifikationsmaßnahmen unterstützt.

Die im Jahr 2015 eingeführte Arbeitsschutzkennzahl Lost Time Injury Frequency (LTIF) in Deutschland hat sich im Berichtsjahr stabilisiert. Die Vorbereitungen für eine internationale Berichterstattung der tödlichen Arbeitsunfälle und des LTIF wurden weiter vorangetrieben.

Präventionskampagnen zur Reduzierung der tödlichen Arbeitsunfälle wurden ergriffen. Schwerpunkt bleibt das sicherheitsgerechte Verhalten bei Arbeiten im Gleisbereich.

Großteil der Mitarbeiter in Arbeitsschutz- ausschüssen vertreten

In Deutschland ist der Arbeitsschutzausschuss (ASA) ab einer Betriebsgröße von 20 Mitarbeitern gesetzlich verpflichtend vorgeschrieben (§ 11 Arbeitssicherheitsgesetz). Maßgeblich ist die Definition des Betriebs (Produktionsstätte, Niederlassung, Wahlbetrieb). Der DB-Konzern besteht in Deutschland überwiegend aus solchen Betrieben mit über 20 Mitarbeitern, sodass ein Großteil aller Mitarbeiter (über 75 %) in Arbeitsschutzausschüssen vertreten ist.

Regelmäßige Kontroll- und Beratungsuntersuchungen im Gesundheitsschutz

Der DB-Konzern bietet seinen Mitarbeitern Schulungen, Beratung und regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen zur Gesundheitsvorsorge an. Zusätzlich existieren Beratungs- und Schulungsangebote der betrieblichen Sozialeinrichtungen (BSW und VDES) und der mit dem DB-Konzern verbundenen Sozialversicherungen (Bahn-Betriebskran- kenkasse (BAHN-BKK), Eisenbahn-Unfallkasse (EUK) und Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS)). Schwerpunkte im betrieblichen Gesundheitsmanagement liegen auf dem demografischen Wandel und der Prävention mentaler Belastungen.

Der DB-Konzern ermittelt in Deutschland für jeden Arbeitsplatztyp die möglichen Gesundheitsgefährdungen innerhalb einer Risikoanalyse und legt geeignete Maßnahmen fest: ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze, Trainings zum Umgang mit gefährlichen Stoffen oder zu gefährlichen Arbeiten sowie allgemeine Unterweisungen über die Gefahren im individuellen Arbeitsumfeld. Jede bekannte mögliche Gefährdung wird dem Mitarbeiter schriftlich und persönlich beschrieben.

Es sind keine betrieblichen Tätigkeiten bekannt, bei denen das Risiko besonders hoch ist, an einer anerkannten Berufskrankheit zu erkranken. Den spezifischen psychosozialen Risiken im Bahnbetrieb (Schichtarbeit, Gewalt durch Dritte und Suizide im Gleisbereich) wird durch Schulung und psychologische Betreuungsmaßnahmen entgegengewirkt.

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