Integrierter Bericht 2017 – Auf in eine neue Zeit!

Beschäftigungsbedingungen

Kollektivrechtliche Regelungen

Mitarbeiter nach Beschäftigungsart in NP

2017

2016

2015

Tarifkräfte

161.609

157.545

154.336

Beamte

22.982

24.423

26.277

Mitarbeiter mit Individualverträgen 1)

9.825

9.736

9.853

Insgesamt

194.416

191.704

190.466

Deutschland (Gesellschaften mit rund 98% der inländischen Mitarbeiter).
1) In dem Wert für die Mitarbeiter mit Individualverträgen sind im Wesentlichen leitendeAngestellte (Führungskräfte), Mitarbeiter, die übertariflich vergütet werden (sogenannte AT-Mitarbeiter), und Mitarbeiter mit einzelvertraglichen Vereinbarungen enthalten.

Die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter des DB-Konzerns richten sich weltweit in Ergänzung zu den landesspezifischen gesetzlichen Regelun­gen überwiegend nach Tarifverträgen, die mit den in den jeweiligen Ländern zuständigen Gewerkschaften vereinbart sind.

Grundsätzlich gelten die Tarifverträge für die Arbeitnehmer in Deutschland. Die Tätigkeit der Beamten im DB-Konzern beruht auf einer gesetzlichen Zuweisung im Rahmen des Art. 2 § 12 Eisenbahn­neuordnungsgesetz. Auf dieser Grundlage werden für die Beamten die tarif­lichen Bestimmungen innerhalb des DB-Konzerns sinngemäß angewendet, soweit die beamtenrechtlichen Regelungen dem nicht entgegenstehen.

Mitarbeiter mit kollektiv-

recht­lichen Regelungen

per 31.12. in NP

2017

2016

Verände­rung

2014

absolut

%

Mitarbeiter
mit Tarifverträgen

184.533

181.915

+2.618

+1,4

180.558

     Anteil in %

94,9

94,9

94,8

Deutschland (Gesellschaften mit rund 98% der inländischen Mitarbeiter).

Der Anteil der Mitarbeiter, für die kollektivrechtliche Regelungen gelten, liegt unverändert auf hohem Niveau.

Beschäftigungsbedingungen weiterentwickelt

Die Beschäftigungsbedingungen für leitende Angestellte und außer­tarifliche Arbeitnehmer werden kontinuierlich weiterentwickelt. Grundlage der Vergütungspolitik und der Ausgestaltung der Nebenleistungen ist die Strategie des DB-Konzerns. Die variable Vergütung ist konsequent an den Zielen von Zukunft Bahn und der Strategie DB2020+ ausgerichtet.

Um die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu verbessern, kön­nen leitende Angestellte und außertarifliche Mitarbeiter eine berufliche Auszeit von bis zu sechs Monaten vereinbaren. Darüber hinaus unterstützen wir Führung in Teilzeit und Interimsmanagement.

Der DB-Konzern hat das Programm »Besondere Teilzeit im Alter für leitende Angestellte im DB-Konzern« ins Leben gerufen. Damit soll die individuelle Arbeitsbelastung von älteren leitenden Angestellten reduziert und gleichzeitig die Beschäftigungsfähigkeit bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter erhalten werden.

Sozial- und Nebenleistungen

Neben einer fairen und leistungsgerechten Vergütung bietet der DB-Konzern vielseitige Sozial- und Nebenleistungen. Auch die fünf großen Sozialpartner – BSW, Bahn-Betriebskasse, Verband Deutscher Eisenbahner Sportvereine, DEVK-Versicherungen und Sparda-Banken – bieten Vorteilspakete für unsere Mitarbeiter. In Zusammenarbeit mit dem BSW sowie der awo lifebalance bietet der DB-Konzern seinen Mitarbeitern verschiedene Angebote für Kinderbetreuung. Bis zu 90 Betreuungsplätze stehen in der DB-betriebseigenen Einrichtung »Bahnbini« in Frankfurt am Main zur Verfügung und 175 Belegplätze in externen Kitas. Während der Sommerferien können Mitarbeiterkinder an verschiedenen DB-Standorten an dem DB-konzerneigenen Ferienprogramm »DB RasselBAHNde« teilnehmen. Zudem werden Eltern von awo lifebalance bei der Suche nach Betreuungsoptionen, nach Notfall- und Ferienbetreuungsangeboten sowie bei der Vermittlung von Au-pairs oder Tagespflegepersonal unterstützt. Über awo lifebalance bieten wir unseren Mitarbeitern auch eine weitreichende Unterstützung bei der Pflege von Angehörigen an.

Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben

Mitarbeiter nach Arbeitszeit und Geschlecht
per 31.12. in NP

2017

2016

2015

Vollzeit

175.091

173.679

173.845

Anteil Frauen in %

18,7

18,6

18,6

Teilzeit

19.325

18.025

16.621

Anteil Frauen in %

61,2

63,6

65,9

Insgesamt

194.416

191.704

190.466

Deutschland (Gesellschaften mit rund 98% der inländischen Mitarbeiter).

Der DB-Konzern bietet verschiedene Teilzeitmodelle an. Dies dient der bes­­­seren Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Mitarbeiter nach Vertragsart
per 31.12. in NP

2017

2016

2015

Unbefristet

185.149

183.339

183.091

Befristet

9.267

8.365

7.375

Insgesamt

194.416

191.704

190.466

Deutschland (Gesellschaften mit rund 98% der inländischen Mitarbeiter).

Der Anteil der Mitarbeiter mit unbefristeten Arbeitsverträgen in Deutsch­­­land lag mit über 95% weiterhin auf sehr hohem Niveau.

Externe Zeitarbeitnehmer in NP

2017

2016

2015

Insgesamt

2.893

2.651

2.560

Deutschland (Gesellschaften mit rund 99% der inländischen Mitarbeiter).

Die Anzahl externer Zeitarbeitnehmer ist erneut gestiegen.

Maßnahmen gegen Diskriminierung

Der DB-Konzern setzt sich mit ganzer Kraft für ein Betriebsklima ohne Diskriminierung und Mobbing ein. Neben den Regelungen in Konzernbetriebsvereinbarungen (KBV), wie beispielsweise der KBV für Gleich­behandlung und zum Schutz vor Diskriminierung oder der KBV zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Biografie, sowie den Richtlinien, wie beispielsweise zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, zum betrieblichen Eingliederungsmanagement oder den Compliance-Richtlinien, steht allen Mitarbeitern sowie Führungskräften und Personalern mit der konzerninternen Ombudsstelle kompetente Unterstützung bei der Klärung und Bearbeitung von Konfliktfällen zur Verfügung. Der Fokus richtet sich dabei auf eine unbürokratische und eigenverantwortliche, außergerichtliche Konfliktlösung. Die Ombudsstelle koordiniert zudem den konzerninternen Mediatorenpool, in dem mehr als 100 Mediatoren aktiv mitarbeiten. Aktives Agieren im Konfliktfall und präventives Wirken tragen so zur Weiterentwicklung einer konstruktiven Konfliktkultur und damit zu einer partnerschaftlichen und positiven Unternehmenskultur bei.

Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement

Gesundheitsmanagement im DB-Konzern

Unsere Arbeitsschutzpolitik ist darauf ausgerichtet, die Zahl der Unfall­ereignisse und die Schwere der Unfälle kontinuierlich zu vermindern. Hierbei liegt ein besonderer Fokus auf schweren Arbeitsunfällen – auch von Auftragnehmern und insbesondere bei Arbeiten im Gleisbereich. Ex­positionen der Mitarbeiter durch möglicherweise krebserregende Gefahrstoffe werden systematisch erfasst. Ein besonderes Augenmerk gilt der Prävention posttraumatischer Belastungsstörungen bei Lokführern und anderen Mitarbeitergruppen. Hier ist der DB-Konzern sehr gut aufgestellt. Im Zusammenwirken mit der Konzernsicherheit und den Ge­-werkschaften gehen wir auch auf neue gesundheitliche Herausforderungen wie die Veränderung der Arbeitswelt durch die Digitalisierung und die Sorgen der Mitarbeiter vor Anschlägen und Übergriffen ein.

Arbeitsunfälle konstant

Arbeitsunfälle und LTIF

2017

2016

2015

Tödliche Arbeitsunfälle weltweit 1)

8

     davon in Deutschland 1), 2)

7

7

8

Lost Time Injury Frequency (LTIF)
in Deutschland 2), 3)

25,2

25,0

25,3

1) Weltweit (Gesellschaften mit rund 98% der Mitarbeiter). Erhebung seit 2017, davor nur in Deutschland.
2) Deutschland (Gesellschaften mit rund 97% der inländischen Mitarbeiter).
3) Ausfalltage aufgrund von Arbeitsunfällen je 1.000.000 versicherter Arbeitsstunden. Zählung LTIF bei mehr als einem Kalendertag Abwesenheit.

Der DB-Konzern ist sich seiner Verantwortung im Arbeits- und Gesundheitsschutz bewusst. Die Einhaltung der internen Standards nach OHSAS 18001 und der nationalen Gesetze dient dem Schutz der Mitarbeiter. Ein Beitrag für den wirtschaftlichen Erfolg sind daher die sichere Arbeits­gestaltung sowie gesunde und motivierte Mitarbeiter. Das Ziel, die Wahrnehmung der Sicherheit und das Bewusstsein bei Führungskräften und Mitarbeitern zu verbessern, wurde durch verschiedene Qualifika­tionsmaßnahmen unterstützt.

Die Arbeitsschutzkennzahl LTIF in Deutschland lag im Berichtsjahr auf Vorjahresniveau. Die Vorbereitungen für eine Berichterstattung auch des weltweiten LTIF wurden weiter vorangetrieben.

Wir haben weiter Präventionskampagnen zur Reduzierung der tödlichen Arbeits­unfälle durchgeführt. Schwerpunkt bleibt das sicherheitsgerechte Verhalten bei Arbeiten im Gleisbereich.

Großteil der Mitarbeiter in Arbeitsschutz­ausschüssen vertreten

In Deutschland ist der Arbeitsschutzausschuss (ASA) ab einer Betriebsgröße von 20 Mitarbeitern gesetzlich verpflichtend vorgeschrieben (§ 11 Arbeitssicherheitsgesetz). Maßgeblich ist die Definition des Be­­triebs (Produktionsstätte, Niederlassung, Wahlbetrieb). Der DB-Konzern besteht in Deutschland überwiegend aus solchen Betrieben mit über 20 Mitarbeitern, sodass ein Großteil aller Mitarbeiter (über 75%) in Arbeitsschutzausschüssen vertreten ist.

Arbeits- und Gesundheitsschutz im DB-Konzern

Systematischer Arbeits- und Gesundheitsschutz stellt einen wichtigen Beitrag für die physische und psychische Gesundheit der Mitarbeiter sowie den langfristigen unternehmerischen Erfolg dar.

Aufbauend auf dem betrieblichen Arbeitsschutz sind eine ganzheitliche Gesundheitsförderung, eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung und eine Beratung der Mitarbeiter die Kernaufgaben des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Die Gefährdungsbeurteilung als Kernelement des betrieblichen Arbeitsschutzes ist dabei die Grundlage. Aus der Beurteilung der Gefährdungen am Arbeitsplatz werden Maßnahmen zur Vermeidung beziehungsweise Reduktion der Gefährdungen abgeleitet, die Unterweisung der Mitarbeiter wird abgestimmt und die arbeitsmedizinische Vorsorge umgesetzt.

Zusätzlich existieren Beratungsangebote der betrieblichen Sozialeinrichtungen (BSW und Verband Deutscher Eisenbahner Sportvereine) und der mit dem DB-Konzern verbundenen Sozialversicherungen Bahn-­Betriebskrankenkasse, Unfallversicherung des Bundes und Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS).