Integrierter Bericht 2017 – Auf in eine neue Zeit!

Übersicht Fokus-Themen 2017

#Klimaschutz

Umwelt- und Klimaschutz sind Teil unserer DNA. Bis 2030 wollen wir unsere Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 2006 um 50% reduzieren. Außerdem wollen wir bis 2050 ein klimaneutraler Konzern sein.

Unser neues Klimaschutzziel 2030

Bahnfahren ist Klimaschutz. Ab 2018 sind rund 140 Millionen Reisende im DB-Fernverkehr mit 100% Ökostrom unterwegs. Der Auftakt, um unser neues Klimaschutzziel 2030, nämlich den spezifischen Ausstoß der Treibhausgase bis 2030 mehr als zu halbieren, erfolgreich umzusetzen. 

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Das ist grün.

Umwelt- und Klimaschutz sind Teil unserer DNA, denn als internationaler Anbieter von Mobilitäts- und Logistikdienstleistungen nimmt der DB-Konzern seine besondere Verantwortung wahr. Keine Frage: Der DB-Konzern versteht Umweltschutz als eine 360-Grad-Aufgabe. Deshalb sind wir vor allem im Klima- und Lärmschutz, aber auch bei Fragen rund um den Artenschutz seit Jahren aktiv.

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Das modernste ICE-Instandhaltungswerk Deutschlands

ICE-Werk Köln-Nippes: qualifiziertes Projekt der KlimaExpo
In Köln-Nippes ist das erste CO₂freie ICE-Werk entstanden und wird Anfang 2018 in Betrieb genommen. Durch den Einsatz modernster Umwelttechnologien entwickelte der DB-Konzern hier das erste klimaneutrale Instandhaltungswerk Deutschlands und verzichtet gänzlich auf die Nutzung fossiler Energien. Dabei nutzen wir Geothermie, hocheffiziente Klimatisierungssysteme und eine 2.100 m² große Photovoltaikanlage. An E-Zapfsäulen können Mitarbeiter ihre Elektroautos aufladen. 

Neue Wege
In dem neuen Instandhaltungswerk in Köln sollen in Zukunft unter anderem ICE-4-Züge gewartet werden. 

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CO₂-frei zum 23. Weltklimagipfel

Am 4.November 2017 fuhren die deutsche Regierungsdelegation und weitere Gäste mit einem Sonderzug CO₂frei zur UN-Klimaschutzkonferenz. Bereits zum dritten Mal schickte der DB-Konzern gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt, Bau und Reaktorsicherheit einen Klimazug zum Tagungs­­­ort des Weltklimagipfels.

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Emissionsfreie Warenverteilung

Erste vollelektrische Lkw aus Serienproduktion
Im Dezember 2017 hat Daimler die ersten elektrischen Leicht-Lkw aus Serienproduktion offiziell an die ersten Kunden in Europa übergeben. DB Schenker wird künftig die »Fuso eCanter« vor allem im innerstädtischen Transport einsetzen. 2018 erprobt DB Schenker die erheblich emissionsreduzierte Warenverteilung mit Fuso eCantern in Deutschland.

  • Fuso eCanter – die Technik

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Nachhaltig im Stadtverkehr

Umweltfreundliche Busse im Einsatz
DB Arriva setzt europaweit vermehrt Hybridbusse ein, die neben einem herkömmlichen Verbrennungsmotor auch einen elektrischen Antrieb besitzen. Damit fahren sie energieeffizienter und schadstoffärmer als vergleichbare Dieselbusse. Zudem fahren sie leiser als herkömmliche Busse. Seit 2014 betreibt DB Arriva eine reine Elektrobuslinie in London. Sowohl in den Niederlanden als auch in Tschechien fahren elektrische Busse. Im Vergleich zu herkömmlichen Dieselfahrzeugen erzeugen diese keine direkten Schadstoffe und keinen Lärm.

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Managementansatz zum Klimaschutz (DB06) 

Umwelt- und Klimaschutz sind Teil unserer DNA. Im Berichtsjahr haben wir uns ein neues, anspruchsvolles Klimaziel gesetzt. Ein großer Schritt auf dem Weg zum komplett klimaneutralen Konzern. Um das zu schaffen, heben wir den Anteil erneuerbarer Energien am DB-Bahnstrommix in Deutschland weiter an. Dafür arbeitet unser zentraler Konzernfachbereich DB Umwelt eng mit den Umweltverantwortlichen und Produktionsbereichen der Geschäftsfelder an der Umsetzung. Mit dem Einsatz energieeffizienter Produktionsmittel und der kontinuierlichen Erneuerung unserer Fahrzeugflotte arbeiten wir daran, Energie möglichst effizient zu nutzen. Den Umweltvorteil des Schienenverkehrs wollen wir so weiter ausbauen und darüber hinaus Anreize schaffen, um mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen. Zur Erreichung der nationalen Klimaziele im Verkehrssektor ist die Verlagerung auf die Schiene der Schlüssel. Den Fortschritt in diesen Maßnahmen steuern wir mit eigenen Energieeffizienzzielen in unseren Geschäftsfeldern, deren Fortschritt wir regelmäßig messen.

Unsere Indikatoren für Klimaschutz sind die spezifische CO₂e-Emissionen (Transporteure) im Vergleich zu 2006 und der Anteil erneuerbarer Energien am DB-Bahnstrommix.

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CO₂-freier Transport 

Emissionsfreie Mobilitäts- und Logistiklösungen etablieren sich am Markt und gewinnen zunehmend Marktanteile. Alternative Antriebstechnologien und neue Mobilitätskonzepte können Umweltbelastungen verringern und somit vor allem in den vom Verkehr am stärksten belasteten Städten die Lebensqualität enorm steigern. Dabei nimmt die Politik eine Treiberrolle ein: Die Bundesregierung steht durch EU-Regulierung und den Diesel-Abgasskandal unter Druck. Derzeit werden innerstädtische Fahrverbote für ältere Diesel- und Benzinfahrzeuge diskutiert und vereinzelt bereits umgesetzt (beispielsweise in Stuttgart). Besonders durch die zunehmenden regulatorischen Eingriffe entwickeln sich rund um den klimaneutralen Transport neue Geschäftsmodelle. Die Bandbreite reicht von emissionsfreien Zustellfahrzeugen und Elektroautos über Elektroroller bis hin zu Nachrüstsets für Verbrennungsmotoren. Auch wir haben uns ambitionierte Ziele gesetzt: Bis 2050 wollen wir komplett klimaneutral sein.

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Fortschritte im Klimaschutz

Das Klimaschutzabkommen von Paris ist ein wichtiger Meilenstein für die Reduzierung der weltweiten Treibhausgase. Um die Klimaziele von Paris und die damit verbundenen Umweltziele der Bundesregierung im Verkehrssektor zu erreichen, ist eine Stärkung des emissionsarmen Schienenverkehrs unabdingbar. Mit der kontinuierlichen Steigerung der Energieeffizienz bei unseren EVU und dem zunehmenden Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energien leisten wir unseren Beitrag dazu.

Mit der Verlagerung von Pkw-, Lkw- und Flugverkehren auf die grüne Schiene enstehen weniger klimaschädliche Treibhausgase. Die Verkehrsverlagerung unterstützen wir mit neuen attraktiven Angeboten, wie der Schnellstrecke Berlin – München der durch den ausschließlichen Einsatz von Ökostrom bei DB Fernverkehr. Ab dem 1. Januar 2018 fahren bundesweit alle Reisenden in unseren elektrisch betriebenen Fernverkehrszügen mit 100% erneuerbaren Energien.

Die Treibhausgasemissionen unserer weltweiten Transporte außerhalb Deutschlands wollen wir in einem ersten Schritt bis 2030 trotz steigender Verkehrsleistungen konstant halten. Dafür steigern unsere Transporteure die Effizienz von Transporten und arbeiten an nachhaltigeren Transportlösungen mit.

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Neue Luftqualitätsstrategie in Großbritannien

Die britische Regierung hat ihre Luftqualitätsstrategie im Juli 2017 bestätigt. Diese erfordert, dass die lokalen Behörden Pläne zur Verbesserung der Luftqualität entwickeln, wo die bestehenden gesetzlichen Grenzwerte überschritten werden. Die lokalen Behörden haben bis März 2018 Zeit, der britischen Regierung ihre Pläne vorzulegen, wie sie die Luftqualität verbessern wollen. Diese werden dann bis November 2018 bestätigt. DB Arriva arbeitet mit den lokalen Behörden zusammen, um das politische Risiko von Nutzungseinschränkungen älterer und emissionsreicherer Busse einzuschränken und um die Finanzierungsmöglichkeiten der Regierung zu nutzen, um bestehende Fahrzeuge umzurüsten, neue emissionsarme Busse zu beschaffen und lokale Strategien zur Förderung des Busverkehrs umzusetzen.

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Zusätzliche umweltfreundliche Busse 

DB Arriva betreibt unter anderem in Großbritannien, der Tschechischen Republik und den Niederlanden ElektrobusseNR. 63.

  • Im Rahmen des Vertrags mit der niederländischen Provinz Limburg wird DB Arriva bis 2026 eine komplette Flotte von emissionsfreien Bussen in Betrieb nehmen. 16 davon sind bereits in Betrieb. Die erforderliche Ladeinfrastruktur wurde an günstigen Orten entlang der Route aufgebaut. Busse können in nur 30 Minuten oder über Nacht in Busdepots aufgeladen werden.
  • In der tschechischen Stadt Třinec hat DB Arriva Verkehre mit zehn Elektrobussen aufgenommen. Insgesamt hat DB Arriva in der Tschechischen Republik 17 Elektrobusse im Einsatz. Das ist landesweit die größte Elektroflotte.
  • DB Arriva hat im Rahmen einer Technologiestudie auch den ersten vollelektrischen Bus in Portugal in Betrieb genommen.
  • In Großbritannien wurden im Berichtsjahr mehr als 467 Busse in Betrieb genommen. Sie erfüllen die Schadstoffnorm Euro VI oder werden mit Gas-, Hybrid- oder Elektroantrieb betrieben.
  • Im Berichtsjahr unterzeichnete DB Arriva einen Vertrag über den Bau von 18 umweltfreundlichen Zügen für den Einsatz in den Niederlanden. Stadler liefert die neuen Züge zunächst mit emissionsarmen Dieselmotoren. Mit der schrittweisen Elektrifizierung der Strecke werden diese durch Elektromotoren ersetzt. Durch innovative Stromspeicher können die Züge auch auf Teilstrecken ohne Oberleitung fahren. Neben den emissionsfreien Zügen wird die bestehende Flotte (51 Züge) überholt und mit modernster Batterietechnik ausgestattet.

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Weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltbilanz

In Busdepots in Großbritannien, Polen und Slowenien haben wir mit der Umrüstung auf LED-BELEUCHTUNGNR. 50 und der Installation von EFFIZIENTEN WASCHANLAGEN MIT WASSERRECYCLINGNR. 94 die Maßnahmen zur Senkung des Wasser- und Energieverbrauchs vorangetrieben. Im Busdepot in Rhyl, Großbritannien, wurden Solarmodule zur Stromerzeugung installiert. UK Bus arbeitet darüber hinaus eng mit seinem Abfalldienstleister an der Erprobung innovativer Recyclinglösungen.

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Voraussichtliche Entwicklung

2017

2018

2020

Spezifische CO₂e-Emissionen1) 
im Vergleich zu 2006 in %

–30

–32

–33

Anteil erneuerbarer Energien
am DB-Bahnstrommix in %

44

45

45 

Lärmsanierte Strecke gesamt
(gerundet) per 31.12. in km

1.700

~1.800

2.000

Leise Güterwagen in Deutschland per 31.12.

39.604

~50.000

~64.000

1) Entsprechend der Definition des neuen Klimaziels 2030 inklusive stationärer Energien.

In der Dimension Ökologie haben wir uns im Berichtsjahr neue ambitionierte Ziele im Klimaschutz bis 2030 gesetzt.

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Treibhausgasfußabdruck im Überblick

Unser erweiterter CO₂e-Fußabdruck bildet die Menge der Treibhaus­gasemissionen ab, die der DB-Konzern in einem Jahr verursacht. Er setzt sich aus den Emissionen aller Fahrten und Transporte des DB-Konzerns im Schienen-, Straßen-, Luft- und Schiffsverkehr sowie den Emissionen der stationären Anlagen, wie Bahnhöfen oder Werkstätten, und den Emissionen des Fuhrparks, zu dem beispielsweise Firmenfahrzeuge gehören, zusammen. Sie sind die Grundlage für die Berechnung der spezifischen Treibhausgasemissionen und auch für die Ergebnisberechnung unseres Klimaziels innerhalb der dafür getroffenen Abgrenzungen. Außerdem sind sie Gradmesser für die Effizienzmaßnahmen, die wir umsetzen, und bilden eine Basis, um sich mit anderen Unternehmen zu vergleichen.

Absolute Treibhausgasemissionen nach Fahrten, 
Transporten und stationären Anlagen
in Mio. t

2017

2016

2015

Schienenpersonennahverkehr

3,17

3,10

3,23

      davon Deutschland

2,38

2,38

2,66

Schienenpersonenfernverkehr

0,52

0,52

0,49

Busverkehr

1,76

1,78

1,79

     davon Deutschland

0,63

0,67

0,71

Schienengüterverkehr

1,98

2,05

2,31

Straßengüterverkehr 1)

3,90

3,89

3,74

Luftfracht 1)

6,76

6,16

5,99

Seefracht 1)

2,27

2,07

2,58

Sonstige Verkehre 2)

0,11

0,11

0,11

Stationäre Anlagen

1,50

1,51

1,52

Insgesamt

21,97

21,19

21,76

Well-to-Wheel (WTW), Scope 1 – 3.
1) Mit Vor- und Nachlauf.
2) Unter anderem DB Connect, innerbetrieblicher Verkehr.

Absolute Treibhausgasemissionen nach Scope 1 – 3
in Mio. t

2017

2016

2015

Insgesamt

21,97

21,19

21,76

     Anteil Scope 1 in %

18

18

17

     Anteil Scope 2 in %

23

24

25

     Anteil Scope 3 in %

59

58

58

Die dargestellten Scope-2-Emissionen in Höhe von 5,12 Mio. t CO₂e berücksichtigen marktbasierte Mechanismen, das heißt, alle vertraglich geregelten Instrumente zur Erzeugung von und zum Handel mit Strom aus erneuerbaren Energien werden einbezogen. Gemäß Scope-2-Leitfaden des Greenhouse Gas Protocol zu dualem Reporting weisen wir zusätzlich auch Scope-2-Emissionen nach dem Standortprinzip (»Location-based«) aus. Legen wir für die Bilanzierung die jeweiligen nationalen Strommixe zugrunde, betragen die Emissionen im Scope 2 insgesamt 6,08 Mio. t CO₂e.

Der größte Teil unserer Treibhausgasemissionen sind sogenannte Scope-3-Emissionen unserer Subunternehmer. Wir vereinbaren daher regelmäßig verbindliche Reduktionsziele mit unseren größten Carriern, um die Treibhausgasemissionen insgesamt zu reduzieren.

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