Integrierter Bericht 2017 – Auf in eine neue Zeit!

Recht und Verträge

Scope: Schadenersatzansprüche, Rechtsstreitigkeiten, aktive und passive Claims

Infolge von verzögerten Fahrzeugauslieferungen und Fahr­zeugmängeln ergeben sich Betriebserschwernisse und Vertragsverletzungen oder Nichterfüllungen gegenüber den Bestellerorganisationen im Regionalverkehr. Höhere Aufwendungen und Pöna­le­zahlungen bei gleichzeitig geringerem Fahrgeld sind die Folge. Gegenüber den Herstellern werden sich daraus ergebende Ausgleichsansprüche verfolgt.

Für bestehende rechtliche und vertragliche Risiken wur­­den unter Ab­­schätzung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeiten Rückstellungen gebildet.

Die Einhaltung von geltendem Recht, Unternehmensrichtlinien und anerkannten regulatorischen Standards ist Aufgabe und Verpflichtung jedes Mitarbeiters des DB-Kon­zerns. Zur Sicherstellung regelkonformen Verhaltens dient unsere Compliance-Organisation.

Der DB-Konzern ist mit seinem sehr hohen Einkaufsvolu­­men und über 40.000 Lieferanten einer der größ­­ten Einkäufer in Deutschland. Insbesondere die Infrastruktur­geschäfts­­felder sind angesichts um­­fangreicher Investitionen großen Risiken ausgesetzt, Ziel und Opfer von Kor­­rup­­tion, Kartell­­absprachen oder Betrug zu werden. Auch der Bund als Zuschussgeber stellt mit seiner Anti­korrup­tionsrichtlinie hohe Compliance-Anforderungen an den DB-Konzern.

Chancen resultieren aus der Aufdeckung von Kartellen aus der Vergangenheit und der Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen gegen die Kartellanten. Der DB-Konzern verfolgt in über 20 Fällen Schadenersatzansprüche. Dabei geht es unter anderem um Kartelle bei Schienen, Luftfracht, Aufzügen und Fahrtreppen, Spannstahl, Kreditkarten, aber auch bei Bier. In rund 40 weiteren Fällen ermittelt der DB-Kon­­zern momentan noch, ob ein Schaden entstanden ist.

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