Integrierter Bericht 2017 – Auf in eine neue Zeit!

Sonstige Themen

Projektrisiken

Mit unseren Maßnahmen sind teilweise hohe Investitionsvolumina sowie eine Vielzahl hochkomplexer Projekte verbunden. Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingun­­gen, Verzögerungen in der Umsetzung (unter anderem durch umfangreichere Bürgerbeteiligungen), notwendige An­­pas­­sungen während der häufig mehrjährigen Laufzeiten, Ab­­weichungen von der mit dem Bund vereinbarten Hochlaufkurve der In­ves­­titionsmittel oder Veränderungen der Ein­­kaufspreise können zu Projekt- und Liquiditätsrisiken führen. Diese haben aufgrund der vernetzten Produktionsstrukturen auch geschäfts­feld­über­greifende Auswirkungen. So sind zum Beispiel geplante Verkehrsverlagerungen von der Straße auf die Schiene dann nicht realisierbar. Wir tragen dem durch ein intensives Monitoring der Projekte Rechnung. Dies gilt insbesondere für die zentralen Großprojekte.

Bei der Realisierung von geplanten Ergebnis- und Effizienzgewinnen aus verschiedenen geschäftsfeldspezifischen Programmen und Projekten, wie zum Beispiel Zukunft Bahn für Systemverbund Bahn in Deutschland oder Primus bei DB Schenker, besteht das Risiko, dass die geplanten Effekte entweder gar nicht oder nur in geringerem Umfang realisiert werden können und/oder verzögert eintreten. Gleichzeitig besteht allerdings auch die Chance, die ge­­planten Effekte zu übertreffen.

Infrastrukturfinanzierung

Als eine wesentliche Regelung der deutschen Bahn­reform hat der Bund eine gesetzliche Verpflichtung zur Finanzierung der Investitionen in die Infrastruktur erlassen. Entscheidend ist eine ausreichende Höhe, aber auch die Planbarkeit der zur Verfügung stehenden Finan­zierungs­­mittel für das Bestandsnetz sowie den Neu- und Ausbau (Bedarfsplaninvestitionen). Eine feh­len­­de Verfügbarkeit von Investitionsmitteln kann zu zu geringen Mitteln für die Instandhaltung des Bestandsnetzes und zu Einschränkungen der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit des Verkehrs­trägers Schiene führen.

Für das Bestandsnetz haben wir mit dem Bund eine Vereinbarung abgeschlossen, die die Finanzierung bis zum Jahr 2019 festschreibt. Die LuFV II und die damit ver-bundene langfristige Sicherung von Infra­struk­turqualität und -verfügbarkeit verbessern die Attrak­tivität des Verkehrs­­­­trägers Schiene, die auch zu höheren Erlösen bei den In­­frastruktur­gesell­schaf­­ten füh­rt. Die Gewinne der Infrastrukturgesellschaften kommen über den Finanzie­rungskreislauf wiede­­rum der Infrastruktur zugute. Risiken resultieren aus einer möglichen Nichterreichung der in der LuFV II fest­ge­legten Quali­­­­täts­­ziele und können sich aus einer möglichen Rück­for­derung des Bundes durch die Prüfung der zweckentsprechenden Verwendung der Bundesmittel.

Die wirtschaftliche Tragfähigkeit von aus Eigenmitteln geleisteten Investitionen oder Finanzierungsbeiträgen zu In­­vestitionsprojekten ist essenziell, um die Investitions­fähig­­keit des DB-Konzerns langfristig zu sichern.

Politische Risiken

Die EUROFIMA hat auch Darlehen an Staatsbahnen mit mittlerweile schlechten Bonitätseinstufungen der garantierenden Staaten ausgereicht. Sollten diese Staatsbahnen ihren finanziellen Verpflichtungen gegenüber der EUROFIMA nicht nachkommen, könnte dies Auswirkungen auf den Betei­­­ligungsbuchwert haben und unter bestimmten Umständen Nachschusspflichten auslösen.

Umweltrisiken

Ökologische Alleinstellungsmerkmale wie klimaneutrale Verkehre im Personen- und Güterverkehr auf Basis erneuer­­barer Energien führen zu einer Steigerung der positiven Wahrnehmung durch unsere Kunden und verbessern die ex­­terne Wahrnehmung. Daraus resultieren erhebliche Chancen. Unsere Aktivitäten wirken sich nicht nur positiv auf die Reduktion von Treibhausgasen aus, sondern können auch einen positiven Einfluss auf Kundenzufriedenheit und Markt­­position haben. Unsere Mobilitätsangebote müssen durchgehend CO₂-frei werden, um den Klimavorteil zu sichern.