Integrierter Bericht 2017 – Auf in eine neue Zeit!

Ereignisse 2017

Ausbau des weltweiten Netzwerks

Eröffnung neuer Logistikzentren

  • Ein neues Logistikzentrum in Grenoble/Frankreich ist unter anderem auf die Bedürfnisse von nahe gelegenen Halbleiterherstellern spezialisiert und bietet höchste Standards bei der Lagerung von Computerchips.
  • Die Vergrößerung der Logistikanlage in Strečno/Slowakei auf 8.000 m² verbessert das Angebot für Transport- und Lagerlogistik für Automobilkunden.
  • Weitere Fläche von 10.500 m² im Logistikzentrum in Groß­­beeren angemietet. Die neue Immobilie dient als Lager für verschiedene Kunden aus den Bereichen Consumer Goods und Industriegüter.
  • Gemeinsam mit der Duisburger Hafen AG wurde ein Logistikzentrum im Hafen Duisburg errichtet. Ab 2018 wird DB Schenker die Auslandswerksversorgung für das weltweite Produktionsnetzwerk des Geschäftsfelds Mercedes-Benz Vans organisieren.
  • In Bologna wurde ein neues Terminal mit 11.000 m² er­­rich­­­tet, das eine Zertifizierung nach der Building Re­­search Establishment Environmental Assessment Method (BREEAM) erhielt. Es ist mit LED-BeleuchtungNr. 50, modernster Isolationstechnik und einer Regenwasserrecyclinganlage ausgestattet. Ebenfalls BREEAM-­zertifiziert wurde das neue Logistikzentrum in Venlo, das im Juli eröffnet wurde.
  • Mit rund 30.000 m² Nutzfläche ist in Graz das modernste Güterzentrum südlich der Alpen entstanden. Neben modernsten IT-Lösungen und aktuellen Sicherheitsstandards wird das gesamte Logistikzentrum mit tageslicht­abhängigen LED-Lampen beleuchtet.
  • DB Schenker Australien eröffnet eines seiner größten Kontraktlogistikzentren für mehrere Kunden im Hoxton Park. Das Logistikzentrum ist eine Anlage für Unterhaltungselektronik, schnelllebige Konsumgüter sowie für Mode- und Einzelhandelskunden.
  • In Auckland/Neuseeland entstand ein neues Kontraktlogistiklager mit modernster Umwelttechnik (Kombination aus Tageslicht- und LED-BeleuchtungNr. 50,  SolarsystemNr. 30, Recyclingprogramm) mit einer Lagerfläche von 7.000 m² und 10.000 Palettenstellplätzen.
  • DB Schenker und Jinbei Automotive haben im Dezember ein hochmodernes Logistikzentrum eröffnet. Das Shen­yang Logistics Center mit 42.000 m² ist eines der weltweit größten Logistikzentren von DB Schenker und steht für verschiedene Kunden zur Verfügung.
  • DB Schenker eröffnet in Madrid auf 60.000 m² sein größtes nationales Logistikzentrum in Spanien für internationalen Landtransport sowie Luft- und Seefracht. Es ist mit einer Photovoltaik­anlageNr. 50 ausgerüstet, die den Großteil der benötigten Elektrizität produziert. Die Klimaanlage verfügt darüber hinaus über ein Wärmerückgewinnungssystem.

Beteiligungen

  • Im Februar 2017 hat sich DB Schenker im Wege einer Finanzierungsrunde an der uShip, Inc., Austin, Texas/USA, beteiligt. Die Investition folgt einer seit Mai 2016 bestehenden Kooperation mit uShip. Die Online-Plattform von uShip bietet eine digitale Ergänzung zum herkömmlichen Geschäftsmodell von DB Schenker.
  • DB Schenker übernimmt nach mehr als 20-jähriger Zu­­sammenarbeit sein neuseeländisches Partnerunterneh­­men SB Global Logistics. Mit dieser Akquisition weitet DB Schenker seine Präsenz auf die Südinsel Neuseelands aus, stärkt die Kundennähe und entwickelt sich zu einem landesweiten Unternehmen. Im Rahmen des Zukaufs übernimmt DB Schenker mehr als 50 Mitarbeiter und ein 2014 eröffnetes hochmodernes Logistikzentrum in Christ­­church/Neuseeland.

Fortschritte bei Umsetzung von PRIMUS

Im Berichtsjahr wurde eine Vielzahl von Initiativen umgesetzt, die DB Schenker auf dem Weg, PRIMUS der Branche zu werden, voranbringen. In den Säulen Wachstum, Effizienz und Kultur wurden dabei bereits gute Ergebnisse erzielt:

  • Wachstum: Das Jahreswachstumsziel von 1 Mrd. wurde übertroffen und in der Kontraktlogistik hat DB Schenker erneut einen neuen Jahresumsatzrekord aufgestellt.
  • Effizienz: Mit der erfolgreichen Einführung der Global Business Service Center in Bukarest und Manila wurden die Umsetzungsvoraussetzungen für die systematische Integration des operativen Geschäfts geschaffen.
  • Kultur: DB Schenker hat begonnen, 133 Top-Führungskräfte als Katalysatoren für einen beschleunigten Wandel in der Organisation einzusetzen. Hierdurch wurde der Weg geebnet für einen Kulturwandel, der DB Schenker an die Spitze der Branche führen soll.

Einsatz von Lang-Lkw

Wir treiben Innovationen im Straßengüterverkehr generell mit voran. Wichtig bei der konkreten Umsetzung ist für den DB-Konzern aber auch, dass zusätzliche Wettbewerbsnachteile für den Güterverkehr auf der Schiene so weit wie möglich vermieden werden. So hat sich DB Schenker an dem Feldversuch des Bundes zu Lang-Lkw mit vier Fahrzeugen nur auf wenigen ausgewählten Strecken in Deutschland beteiligt, auf denen zeitkritische Stückgutladungen befördert werden, die nicht für den Transport auf der Schiene infrage kommen. Eine Verlagerung von Verkehren von der Schiene auf die Straße ist hier also nicht zu befürchten. Konkrete Planungen für den Ausbau der Lang-Lkw-Flotte gibt es derzeit nicht.

Innovatives Umweltengagement #Klimaschutz

  • DB Schenker hat den Ausbau von Logistikstandorten zu Eco WarehousesNr. 112 weltweit weiter vorange­­­­trie­­ben. Alle Eco Warehouses verfügen über moderne LED-­Beleuchtung Nr. 50. Das damit mögliche Energie­­einsparpotenzial liegt bei bis 30% im Vergleich zu herkömmlichen Leuchtmitteln.
  • DB Schenker hat von der Daimler-Tochter Charterway drei vollelektrische Leicht-Lkw vom Typ Fuso eCanter erworben und testet diese unter realen Produktionsbedingungen in der City-Logistik. Unter anderem wird eines der drei Fahrzeuge für die Zustellung und Abholung von Stückgutsendungen in der Berliner Innenstadt zum Einsatz kommen.
  • Mit der ROLA (rollenden Landstraße) verbindet DB Schenker in Österreich das Land mit seinen slowenischen und italienischen Nachbarn. Allein am Brenner werden monatlich 6.000 Lkw verladen und jährlich über 2.000 t CO₂ eingespart.
  • DB Schenker zeichnete als exklusiver Dienstleister einen 4+2-Jahres-Vertrag mit Louis Vuitton nach überzeugen­­­der Umweltperformance im Wettbewerb mit Top-Lieferanten und übernimmt damit die Treiberrolle der Klimaziele des Luxusartikelherstellers im weltweiten Transport.
  • Zur freiwilligen Umstellung von Schweröl auf schwefelarmen Schiffsdiesel in nicht regulierten Häfen konnte DB Schenker gemeinsam mit seinem Preferred Carrier Hapag Lloyd einen ersten Kunden gewinnen. L’Oreal entrichtet als Premiumkunde auf alle Container, die in Häfen ohne Schwefelemissionsgrenzwerte verladen werden, einen Aufschlag zur Finanzierung des schwefel­armen Kraftstoffs.

Rechtliche Themen

  • Der DB-Konzern verfolgt Schadenersatzansprüche gegen die an dem sogenannten Luftfrachtkartell beteiligten Fluggesellschaften, die sich nach den Feststellungen verschiedener Kartellbehörden weltweit von 1999 bis mindestens 2006 zulasten von Spediteuren wie DB Schenker unter anderem über Kerosin- und Sicherheitszuschläge abgesprochen haben. Dazu wurden bereits seit 2014 in Deutschland und den USA gegen mehrere Fluggesellschaften Schadenersatzklagen er­­hoben. In den USA ist es im Berichtsjahr gelungen, mit allen in dem Rechtsstreit verbliebenen Fluggesellschaften außergerichtliche Vergleiche abzuschließen. Das US-Verfahren konnte damit beendet werden. Ferner konnten im Berichtsjahr mit drei Fluggesellschaften außergerichtliche Vergleiche zur Beilegung des in Deutschland anhängigen Verfahrens abgeschlossen werden. Mit weiteren Fluggesellschaften werden Vergleichsgespräche zur Beilegung des in Deutschland anhängigen Verfahrens geführt.
  • Im Dezember 2017 hat der DB-Konzern beim Landgericht München Klage gegen die am Lkw-Kartell beteiligten Unternehmensgruppen DAF, Daimler, Iveco, MAN und Volvo/Renault eingereicht. Der DB-Konzern macht seine Schadenersatzansprüche gemeinsam mit der Bundeswehr geltend. Neben der Bundeswehr haben über 40 Unternehmen aus allen Bereichen der deutschen Wirtschaft ihre Ansprüche an den DB-Konzern abgetreten. Mit der Klage macht der DB-Konzern gebündelt Schaden­ersatzansprüche für unerlaubte Preisabsprachen bei rund 35.000 vom Kartell betroffenen Lkw mit einem Einkaufsvolumen von deutlich über 2 Mrd. geltend. DB Schenker ist mit mehreren Tausend Lkw betroffen. Die Höhe des Schadens wird derzeit noch ermittelt. Die EU-Kommission hatte festgestellt, dass die am Kartell beteiligten Lkw-Hersteller zwischen 1997 und 2011 verbotene Absprachen zu Bruttolistenpreisen getroffen haben. Absprachen hatte es auch darüber gegeben, neue Technologien zur Emissionsabsenkung erst später einzuführen und die Kosten dafür an die Kunden weiterzureichen. Gegen das Kartell ergingen Rekordgeldbußen von insgesamt 3,8 Mrd..
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