Integrierter Bericht 2017 – Auf in eine neue Zeit!

Entwicklung im Berichtsjahr

  • Nachfragesteigerung durch neue Verkehre und Taktverdichtungen.
  • Preiseffekte treiben Vermietungserlöse.
  • Belastungen durch höhere Aufwendungen für Personal.
  • Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs weiter vorangetrieben.

DB Netze Personenbahnhöfe

2017

2016

Verände­rung

 

2015

absolut

%

Anzahl Personenbahnhöfe

5.365

5.367

–2

5.382

Stationshalte in Mio.

150,0

149,4

+ 0,6

+ 0,4

147,8

     davon konzernexterne Bahnen

35,9

35,3

+ 0,6

+ 1,7

31,4

Anlagenqualität 1) in Schulnote

2,89

2,92

2,94

Kundenzufriedenheit Verkehrsstation (Reisende/Besucher) in ZI

69

69

69

Kundenzufriedenheit Verkehrsstation (EVU und Aufgabenträger) in ZI

62

62

65

Kundenzufriedenheit Mieter in ZI

78

78

77

Gesamtumsatz in Mio. €

1.265

1.233

+ 32

+ 2,6

1.199

     davon Stationserlöse in Mio. €

851

831

+ 20

+ 2,4

807

     davon Vermietung in Mio. €

384

377

+7

+1,9

370

Außenumsatz in Mio. €

540

519

+ 21

+ 4,0

480

EBITDA bereinigt in Mio. €

372

359

+ 13

+ 3,6

391

EBIT bereinigt in Mio. €

233

221

+ 12

+ 5,4

254

ROCE in %

8,4

7,9

9,0

Capital Employed per 31.12. in Mio. €

2.766

2.777

– 11

– 0,4

2.811

Netto-Finanzschulden per 31.12. in Mio. €

1.268

1.257

+ 11

+ 0,9

1.294

Tilgungsdeckung in %

23,0

22,0

25,0

Brutto-Investitionen in Mio. €

709

584

+ 125

+ 21,4

533

Netto-Investitionen in Mio. €

103

117

– 14

– 12,0

88

Mitarbeiter per 31.12. in VZP

5.463

5.093

+ 370

+ 7,3

4.982

Mitarbeiterzufriedenheit in ZI

3,7

Mitarbeiterzufriedenheit – Durchführungsquote Folgeworkshops, in %

97,8

99,1

Frauenanteil in Deutschland per 31.12. in %

46,2

47,3

47,6

Absoluter Primärenergieverbrauch (Bahnhöfe) im Vergleich zu 2010 in %

–17,1

–16,8

–16,6

1) Vorläufiger Wert 2017.

Die Leistungsentwicklung wurde geprägt durch einen leich­­ten Anstieg der Zahl der Stationshalte. Dieser resultierte im Wesentlichen aus Taktverdichtungen sowie zusätzlichen Verkehren im Regionalverkehr. Gegenläufig wirkte der Wegfall des zusätzlichen Verkehrstages im Vorjahr (Schaltjahr). Der Anstieg der Nachfrage wurde insbesondere durch konzernexterne Bahnen getrieben.

Das gute Niveau der Anlagenqualität konnte leicht verbessert werden. Die Bewertung Anlagenqualität (BAQ) wird örtlich erhoben und in einem detaillierten Berechnungs- und Gewichtungsalgorithmus gemäß den Vorgaben der LuFV II ermittelt.

Die Kundenzufriedenheit ist stabil geblieben. Für die Erfassung der Kundenzufriedenheit werden jährlich rund 29.000 Fahrgäste in zwei Wellen zu ihrer Zufriedenheit mit den Bahnhöfen sowie jährlich rund 60 Mieter und rund 90 Aufgabenträger befragt.

Die wirtschaftliche Entwicklung war positiv: Insgesamt konnten die höheren Erträge die Aufwandssteigerungen insbesondere im Bereich Personal kompensieren, sodass sich die operativen Ergebnisgrößen verbesserten.

  • Der Umsatzanstieg ist auf mengen- und preis­­­bedingt höhere Stationserlöse sowie gestiegene Erlöse aus Vermietung und Verpachtung zurück­zuführen. In der Außen­­umsatzentwicklung spiegelt sich der wachsende Marktanteil konzernexterner Bahnen wider.
  • Die sonstigen betrieblichen Erträge (+ 9,1%) stiegen deutlich, maßgeblich infolge von höheren Baukostenzuschüssen sowie aus höheren Versicherungs- und Entschädigungsleistungen.
  • Der Materialaufwand (– 2,7%) ging zurück. Geringere Aufwendungen für Instandhaltung und Energie wurden teilweise durch höhere Kosten für Personaldienstleistungen kompensiert.
  • Der Personal­auf­wand (+ 9,8%) verzeichnete einen deutlichen Zuwachs. Dieser wurde maßgeblich durch einen höheren Personalbestand sowie durch Tariferhöhungen getrieben.
  • Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+ 10,7%) ist unter anderem auf höhere Aufwände aufgrund des gestiegenen Personalbestands sowie höhere IT- und Kommunikationsleistungen zurückzuführen.
  • Die Ab­­schrei­bungen lagen nahezu auf Vor­jahres­­niveau (+ 0,7%).

Die positive EBIT-Entwicklung führte zu einem Anstieg des ROCE, da sich das Capital Employed annähernd stabil entwickelte.

Die Netto-Finanzschulden sind im Wesentlichen infolge höherer sonstiger Verbindlichkeiten leicht gestiegen.

Unter anderem der ergebnisbedingt höhere operative Cashflow wirkte sich positiv auf die Til­gungs­­deckung aus.

Die höheren Investitionen erfolgten im Wesentlichen in die Erneuerung bestehender Verkehrsstationen sowie in Projekte aus Zukunft Bahn.

Die Zahl der Mitarbeiter ist aufgrund des Personalaufbaus in den Bereichen Stationsbetreuung sowie im Bau- und Anlagenmanagement gestiegen. Zudem machte sich der Geschäftsaufbau der im Vorjahr gegründeten Station Food GmbH bemerkbar.

Die Messung der Mitarbeiterzufriedenheit erfolgt alle zwei Jahre. Im Berichtsjahr lag der Fokus auf den Folgeprozessen. Die Durchführungsquote Folgeworkshops zur Mitarbeiterbefragung 2016 lag erneut auf einem sehr hohen Niveau.

Der Frauenanteil ist leicht zurückgegangen. Grund hier­­für ist der Personalaufbau in Berufsgruppen mit hauptsächlich männlichen Bewerbern.

Mit der weiteren Reduzierung des Primärenergieverbrauchs der Bahnhöfe zum Beispiel durch den Einsatz ener­gie­­sparender Technologien setzt sich der positive Trend der vergangenen Jahre fort.

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