Integrierter Bericht 2017 – Auf in eine neue Zeit!

Entwicklung im Berichtsjahr

  • Betriebsaufnahmen in der Sparte UK Trains und den Niederlanden im Vorjahr treiben Entwicklung.
  • Positive Effekte aus Akquisitionen im Vorjahr in der Sparte Mainland Europe.
  • Herausforderndes Markt- und Wettbewerbsumfeld in der Sparte UK Bus.
  • Negative Wechselkurseffekte aufgrund des schwächeren britischen Pfunds.

DB Arriva

2017

2016

Verände­rung

2015

absolut

%

Pünktlichkeit Schiene
(Großbritannien, Dänemark, Schweden, Niederlande und Polen) in %

92,3

91,0

90,6

Kundenzufriedenheit Bus und Schiene in Großbritannien in ZI 

80

81

83

Reisende Bus und Schiene in Mio.

1.943

1.761

+182

+10,3

1.663

Verkehrsleistung Schiene in Mio. Pkm

13.334

11.230

+2.104

+18,7

8.980

Betriebsleistung Bus in Mio. Buskm

1.075

1.028

+ 47

+ 4,6

1.024

Betriebsleistung Schiene in Mio. Trkm

177,6

170,6

+ 7,0

+ 4,1

132,7

Gesamtumsatz in Mio. €

5.345

5.093

+ 252

+ 4,9

4.843

Außenumsatz in Mio. €

5.338

5.085

+ 253

+ 5,0

4.836

EBITDA bereinigt in Mio. €

569

525

+ 44

+ 8,4

525

EBIT bereinigt in Mio. €

301

280

+ 21

+ 7,5

270

Brutto-Investitionen in Mio. €

374

359

+ 15

+ 4,2

276

Mitarbeiter per 31.12. in VZP

54.650

54.150

+ 500

+ 0,9

46.484

Mitarbeiterzufriedenheit in ZI

3,7

Mitarbeiterzufriedenheit – Durchführungsquote Folgeworkshops in %

89,9

88,8

Spezifische CO₂e-Emissionen Schiene im Vergleich zu 2006
(bezogen auf Wageneinheiten) in %

–14,6

–13,0

–12,6

Spezifische CO₂e-Emissionen Bus im Vergleich zu 2006 (bezogen auf Buskm) in %

–17,2

–16,3

–17,5

Die Pünktlichkeit im Schienenverkehr ist gestiegen. Dies resultierte vor allem aus der weiteren Umsetzung von Programmen zur Verbesserung der Qualität sowie der ganz­jährigen Einbeziehung der Arriva Rail North- und Arriva Rail London-Verkehre. #PÜNKTLICHKEIT

Die Kundenzufriedenheit blieb auf gutem Niveau annähernd stabil. Der Kundenzufriedenheitsindex basiert auf den jährlich stattfindenden Befragungen bei UK Bus und UK Trains.

Die Entwicklung der Leistungsdaten war positiv, die Zahl der Reisenden sowie die Betriebs- und Verkehrsleistung stiegen:

  • Haupttreiber im Busgeschäft waren die Neuverkehre in den Niederlanden sowie die im Vorjahr getätigten Akquisitionen.
  • Im Schienenverkehr war die ganzjährige Einbeziehung von Arriva Rail North and Arriva Rail London ein wesentlicher Faktor.

Auch die wirtschaftliche Entwicklung war im Berichtsjahr erfreulich: Insgesamt stiegen die operativen Ergebnisgrößen bereinigtes EBIT und bereinigtes EBITDA an. Hier wirkten die Betriebsaufnahmen und die Akquisitionen im Vorjahr sowie die operative Entwicklung bei UK Trains und Mainland Europe positiv. Dämpfende Effekte resultierten unter anderem aus Währungskurseffekten sowie der Entwicklung bei UK Bus.

  • Die Umsätze von DB Arriva werden zu 20% in der Sparte UK Bus, zu 41% in der Sparte UK Trains und zu 39% in der Sparte Mainland Europe generiert. Der Umsatzanstieg ist im Wesentlichen auf den ganzjährigen Einbezug von Arriva Rail North (Start April 2016) und Arriva Rail London (Start November 2016) sowie der Limburg-Verkehre in den Niederlanden (Start Dezember 2016) zurückzuführen. Zusätzlich machten sich die durchgeführten Akquisitionen in der Sparte Mainland Europe sowie die operative Entwicklung bei UK Trains positiv bemerkbar. Dämpfend wirkten dagegen unter anderem Währungskurseffekte (Entwicklung britisches Pfund) und Rückgänge in der Sparte UK Bus.
  • Die Entwicklung der sonstigen betrieblichen Erträge (+ 8,9%) wurde vor allem durch die Akquisitionen und Betriebsaufnahmen im Vorjahr beeinflusst. Währungskurseffekte wirkten gegenläufig dämpfend.

Die Entwicklung der Aufwandspositionen wurde insbesondere durch Änderungen im Leistungsportfolio und Währungskurseffekte geprägt:

  • Der Anstieg des Material- (+ 8,7%) und des Personalaufwands (+ 8,2%) resultierte vor allem aus den Leistungsausweitungen. Währungskurseffekte wirkten gegenläufig kompensierend.
  • Die rückläufigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen (– 7,4%) waren durch Abrechnungsänderungen beim CrossCountry-Franchise (Ende des Verkehrsvertrags und Direktvergabe im Vorjahr) sowie Währungseffekte geprägt. Dämpfend wirkten Effekte aus den Betriebsaufnahmen im Vorjahr.
  • Auch die Abschreibungen (+ 9,4%) wurden maßgeblich durch die Betriebsaufnahmen im Vorjahr geprägt.

Die Investitionstätigkeit wurde vor allem durch Fahrzeugbeschaffungen bei UK Bus für im Vorjahr gewonnene Verkehrsverträge in London und für Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung in den Regionen außerhalb Londons getrieben. Gegenläufig wirkte der Abschluss von Fahrzeugprojekten für Neuverkehre im Vorjahr in den Niederlanden.

29% der Mitarbeiter von DB Arriva sind in der Sparte UK Bus beschäftigt, 23% in der Sparte UK Trains und 47% in der Sparte Mainland Europe. Getrieben durch Akquisitionen ist die Mitarbeiterzahl angestiegen. Die Einstellung von Verkehren wirkte gegenläufig.

Die Messung der Mitarbeiterzufriedenheit erfolgt alle zwei Jahre. Im Berichtsjahr lag der Fokus auf den Folgeprozessen. Die Durchführungsquote Folgeworkshops zur Mitarbeiterbefragung 2016 blieb auf einem sehr hohen Niveau.

Im Bus- und Schienenverkehr haben wir uns bei der Re­­duktion der spezifischen Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 2006 wieder verbessern können.

    Sparte UK Bus

    • Herausforderndes Markt- und Wettbewerbsumfeld.
    • Umfangreiche Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet.
    • Marktanteil von DB Arriva in London wächst entgegen dem Trend.
    • Negative Wechselkurseffekte aufgrund des schwächeren britischen Pfunds.

    Sparte UK Bus
    Ausgewählte Kennzahlen
    in Mio. €

    2017

    2016

    Verände­rung

    absolut

    %

    Reisende in Mio.

    707,1

    709,0

    –1,9

    –0,3

    Betriebsleistung in Mio. Buskm

    353,6

    364,9

    – 11,3

    – 3,1

    Gesamtumsatz

    1.064

    1.164

    – 100

    – 8,6

    Außenumsatz

    1.063

    1.159

    – 96

    – 8,3

    EBITDA bereinigt

    142

    164

    – 22

    – 13,4

    EBIT bereinigt

    66

    90

    – 24

    – 26,7

    Brutto-Investitionen

    149

    86

    + 63

    + 73,3

    Mitarbeiter per 31.12. in VZP

    15.935

    16.588

    – 653

    – 3,9

    Die Zahl der Reisenden blieb nahezu stabil. Positive Effekte aus Vertragsgewinnen in London wurden durch Rückgänge in den Regionen außerhalb Londons kompensiert. Die Be­­triebsleistung ging aufgrund von Netzwerkanpassungen in den Regionen zurück; die Entwicklung in London wirkte nur teilweise kompensierend.

    Die bereinigten Ergebnisgrößen EBITDA und EBIT verschlechterten sich insbesondere aufgrund negativer Währungskurseffekte und der schwächeren Umsatzentwicklung aufgrund des herausfordernden Marktumfelds. Zudem entfielen positive Effekte aus dem Verkauf von Immobilien im Vorjahr.

    • Die negative Umsatzentwicklung resultierte aus Währungskurseffekten und niedrigeren Umsätzen im Nicht-Kerngeschäft (unter anderem Beendigung von Patiententransporten). Positiv wirkten neu aufgenommene Verkehre in London.
    • Die sonstigen betrieblichen Erträge (+ 3,4%) erhöhten sich auf niedrigem Niveau.
    • Der Rückgang des Materialaufwands (– 15,4%) wurde vor allem durch Währungskurseffekte, die rückläufige Betriebsleistung sowie geringere Beschaffungen im Nicht-Kerngeschäft ge­­­trieben.
    • Der Personalaufwand (– 5,1%) entwickelte sich wäh­rungs­­kursbedingt rückläufig. Währungskursbereinigt stieg der Personalaufwand leicht an.
    • Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (– 3,6%) gingen währungskursbedingt zurück.
    • Die Abschreibungen (+ 1,3%) bewegten sich auf Vorjahres­niveau. Höhere Abschreibungen infolge gestiegener Investitionen wurden durch Währungskurseffekte weitestgehend kompensiert.

    Fahrzeugbeschaffungen im Zusammenhang mit gewonnenen Verkehrsverträgen in London sowie Maßnahmen zur Serviceverbesserung in den Regionen außerhalb Londons führten zu einem deutlichen Anstieg der Investitionen.

    Die Mitarbeiterzahl war vor allem infolge der Beendigung von Patiententransporten rückläufig.

      Sparte UK Trains

      • Betriebsaufnahmen im Vorjahr treiben Entwicklung.
      • Insgesamt positive Entwicklung – Streiks wirkten dämpfend.
      • Negative Wechselkurseffekte aufgrund des schwächeren britischen Pfunds.

      Sparte UK Trains
      Ausgewählte Kennzahlen
      in Mio. €

      2017

      2016

      Verände­rung

      absolut

      %

      Reisende in Mio.

      387,6

      240,6

      +147,0

      +61,1

      Verkehrsleistung in Mio. Pkm

      11.091

      9.040

      +2.051

      +22,7

      Betriebsleistung in Mio. Trkm

      126,2

      117,2

      + 9,0

      + 7,7

      Gesamtumsatz

      2.223

      2.114

      + 109

      + 5,2

      Außenumsatz

      2.184

      2.078

      + 106

      + 5,1

      EBITDA bereinigt

      124

      108

      + 16

      + 14,8

      EBIT bereinigt

      89

      76

      + 13

      + 17,1

      Brutto-Investitionen

      65

      47

      + 18

      + 38,3

      Mitarbeiter per 31.12. in VZP

      12.656

      12.799

      – 143

      – 1,1

      Die Leistungsentwicklung bei UK Trains war deutlich positiv und resultierte maßgeblich aus dem ganzjährigen Einbezug von Arriva Rail North (seit Anfang April 2016) und Arriva Rail London (seit Mitte November 2016) im Vorjahr sowie der vollständigen Inbetriebnahme der Oxford-Parkway-Linie bei Chiltern Railways. Gegenläufig dämpfte die Einstellung der Tyne-and-Wear-Verkehre die Entwicklung.

      Die bereinigten Ergebnisgrößen EBITDA und EBIT verbesserten sich aufgrund des überdurchschnittlichen Um­satzwachstums. Negative Wechselkurseffekte und Streiks bei Arriva Rail North und CrossCountry wirkten sich spür­­bar dämpfend aus.

      • Die Umsatzentwicklung war leistungsbedingt insgesamt positiv. Abgeschwächt wurde die Entwicklung durch spürbar negative Währungskurseffekte.
      • Die sonstigen betrieblichen Erträge (–6,9%) gingen währungskursbedingt zurück.
      • Auch die Entwicklung des Material- (+13,3%) und des Personalaufwands (+ 19,1%) wurde vor allem durch den ganzjährigen Einbezug der neuen Verkehre beeinflusst. Währungskurseffekte hatten einen dämpfenden Effekt.
      • Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (– 18,8%) gingen zurück. Hier wirkten Abrechnungsänderungen beim CrossCountry-Franchise (Ende des Verkehrsvertrags und Direktvergabe im Vorjahr) sowie Währungs­effekte. Die Betriebsaufnahmen im Vorjahr wirkten gegen­­läufig erhöhend.
      • Die Abschreibungen (+ 12,9%) stiegen investitionsbedingt, vor allem getrieben durch Arriva Rail North.

      Die höheren Brutto-Investitionen sind auf Arriva Rail North and Arriva Rail London zurückzuführen.

      Die Zahl der Mitarbeiter ging infolge der Einstellung des Tyne-and-Wear-Verkehrsvertrags zurück. Gegenläufig wirkten Zuwächse bei Arriva Rail North.

      Sparte Mainland Europe

      • Treiber der Entwicklung im Berichtsjahr sind die zum Vor­jahresende aufgenommenen Verkehre in den Niederlanden.
      • Positive Effekte aus Akquisitionen.

      Sparte Mainland Europe
      Ausgewählte Kennzahlen
      in Mio. €

      2017

      2016

      Verände­rung

      absolut

      %

      Reisende Bus in Mio.

      747,9

      708,6

      +39,3

      +5,5

      Reisende Schiene in Mio.

      100,7

      102,4

      –1,7

      –1,7

      Verkehrsleistung Schiene in Mio. Pkm

      2.234

      2.190

      +44

      +2,0

      Betriebsleistung Bus in Mio. Buskm

      721,9

      663,3

      + 58,6

      + 8,8

      Betriebsleistung Schiene in Mio. Trkm

      51,5

      53,4

      – 1,9

      – 3,6

      Gesamtumsatz

      2.158

      1.933

      + 225

      + 11,6

      Außenumsatz

      2.083

      1.848

      + 235

      + 12,7

      EBITDA bereinigt

      323

      288

      + 35

      + 12,2

      EBIT bereinigt

      165

      147

      + 18

      + 12,2

      Brutto-Investitionen

      148

      204

      – 56

      – 27,5

      Mitarbeiter per 31.12. in VZP

      25.723

      24.523

      + 1.200

      + 4,9

      In der Sparte Mainland Europe wurde die Leistungsent­wicklung vor allem durch die Mitte Dezember 2016 aufgenommenen Verkehre in den Niederlanden (Limburg und ZOWAD) positiv beeinflusst. Im Busverkehr führten die Akquisition im laufenden Jahr in Kroatien und Akquisitionen aus dem Vorjahr in Italien, Spanien und Tschechien zu einem Leistungsanstieg. Leistungsverluste in Dänemark wirkten gegenläufig, genauso wie Linieneinstellungen im Schienenverkehr in Schweden.

      Getrieben durch die am Vorjahresende aufgenommenen Verkehre in den Niederlanden und die Akquisitionen stiegen die Erträge stärker als die Aufwendungen, sodass sich die bereinigten Ergebnisgrößen EBITDA und EBIT deutlich verbesserten. Das herausfordernde Marktumfeld in Dänemark wirkte gegenläufig spürbar dämpfend.

      • Die Umsatzentwicklung war positiv, vor allem durch die Betriebsaufnahmen in den Niederlanden, die Akquisitionen und Schienenersatzverkehre in Schweden. Leistungsverluste in Dänemark wirkten sich dämpfend aus.
      • Die sonstigen betrieblichen Erträge (+ 14,5%) stiegen vor allem infolge der Betriebsaufnahmen im Vorjahr.
      • Die Akquisitionen und Betriebsaufnahmen im Vorjahr trieben auch maßgeblich den Anstieg des Material- (+ 10,5%) und des Personalaufwands (+ 11,7%).
      • Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+ 14,7%) und der Abschreibungen (+ 12,1%) resultierte vor allem aus den im Vorjahr aufgenommenen Verkehren in den Niederlanden.

      Die Brutto-Investitionen gingen deutlich zurück. Dies resultierte aus dem Wegfall der Vorjahresinvestitionen in den Niederlanden im Zusammenhang mit den Betriebsaufnahmen.

      Die Mitarbeiterzahl stieg hauptsächlich infolge der unterjährigen Akquisition der Autotrans.

      Die Außenumsatzstruktur hat sich infolge der Betriebsaufnahmen in den Niederlanden deutlich verändert. Der An­­teil der Umsätze in den Niederlanden stieg in der Folge deutlich an. 

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