Integrierter Bericht 2017 – Auf in eine neue Zeit!

Rahmenbedingungen

Neue Luftqualitätsstrategie in Großbritannien #Klimaschutz

Die britische Regierung hat ihre Luftqualitätsstrategie im Juli 2017 bestätigt. Diese erfordert, dass die lokalen Behörden Pläne zur Verbesserung der Luftqualität entwickeln, wo die bestehenden gesetzlichen Grenzwerte überschritten werden. Die lokalen Behörden haben bis März 2018 Zeit, der britischen Regierung ihre Pläne vorzulegen, wie sie die Luftqualität verbessern wollen. Diese werden dann bis November 2018 bestätigt. DB Arriva arbeitet mit den lokalen Behörden zusammen, um das politische Risiko von Nutzungseinschränkungen älterer und emissionsreicherer Busse einzuschränken und um die Finanzierungsmöglichkeiten der Regierung zu nutzen, um bestehende Fahrzeuge umzurüsten, neue emissionsarme Busse zu beschaffen und lokale Strategien zur Förderung des Busverkehrs umzusetzen.

Regulatorische Veränderungen in Italien

Die italienische Kartellbehörde (AGCM) erklärte, dass die »nationale Eisenbahnlizenz« die Möglichkeit von neuen An­bietern einschränke, sich an Ausschreibungen für Dienstleistungsaufträge zu beteiligen. Darüber hinaus hat die Behörde zusammen mit der Anti-Bribery Authority (ANAC) und der Transport Regulation Authority (ART) eine gemeinsame Entscheidung bekannt gegeben, die mehr Transparenz und Wettbewerb bei der direkten Vergabe von Eisenbahnverkehrsaufträgen durch die Personenbeförderungsbehörde erfordert. Ab 2018 wird die öffentliche Finanzierung (durch die Regierung) des lokalen Personenverkehrs stabilisiert. Die Regeln für die Öffnung des Marktes und eine bessere öffent­­liche Finanzierung bieten Chancen für DB Arriva.

Entwicklungen Marktzugang in den Niederlanden

Die neue Regierung in den Niederlanden wird 2019 mit der Bewertung der Transportlizenz im Haupteisenbahnnetz beginnen, die bisher direkt an die niederländische Staatsbahn NS vergeben wurde. Um einen regional integrierten Ansatz für öffentliche Verkehrslösungen zu fördern und die Verbindungen zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln zu verbessern, könnten in Zukunft von der Haupteisenbahnkonzession langsamere Zugverbindungen in regionale Konzessionen überführt werden. In den drei größten städ­tischen Regionen in den Niederlanden (Amsterdam, Rotterdam und Den Haag) ist die Ausschreibung für die Verkehrsbehörden in den Städten jedoch nicht obligatorisch. Die Regierung hat bereits vier zusätzliche Regionalbahndienste vereinbart, die von der Konzession für das Haupteisenbahnnetz getrennt werden sollen. Wann und wie dies umgesetzt wird, soll noch vor dem Sommer 2018 klargestellt werden. Für DB Arriva resultieren daraus Chancen, da für diese Leistungen eine Ausschreibung erwartet wird. Die Regierung hat betont, dass sie Gesetze verabschieden wird, um die Entwicklung von flexiblen und nachfrageorientierten öffentlichen Verkehrsmitteln zu fördern (»Mobility as a Service«-Ansatz). Dies bietet DB Arriva zusätzliche Chancen. Zudem könnten die Hochgeschwindigkeitsstrecken zwischen Amsterdam und Rotterdam, Breda und möglicherweise Antwerpen und Brüssel ausgeschrieben werden, wenn die niederländische Eisenbahn weiterhin eine unterdurchschnittliche Leistung erbringt. Dieser Prozess könnte bereits 2018 oder 2019 beginnen.

Fokus-Themen