Integrierter Bericht 2017 – Auf in eine neue Zeit!

Recyclingquote auf hohem Niveau

Insbesondere im Bau und in der Instandhaltung der Eisenbahninfrastruktur kommen vielfältige Ressourcen zum Einsatz. Wir wollen die Abfallwirtschaft von einem optimierten Entsorgungs- hin zu einem modernen Rohstoffmanagement entwickeln. Unser Ziel ist, unsere Recyclingquote auf einem hohen Niveau von mindestens 95% zu halten. Während wir bei Bauabfällen bereits eine hohe Quote erreichen, wollen wir diese insbesondere bei Siedlungsabfällen weiter steigern. Darüber hinaus wollen wir zunehmend Recyclingmaterialien verwenden und die Lebensdauer unserer Produktionsmittel, wie beispielsweise von Fahrzeugen, verlängern. Damit tragen wir gesamtgesellschaftlich zur verstärkten Nutzung von Sekundärrohstoffen bei. Gleichzeitig schonen wir natürliche Ressourcen, da die Herstellung von Recyclingmaterialien ökologisch vorteilhafter ist als der Abbau von primären Rohstoffen.

Abfallmenge nach Entsorgungsarten

2017

2016

2015

Abfall insgesamt in Tausend t

12.642

12.921

11.814

     Recyclingquote in %

98,0

97,3

97,2

     Anteil thermische Verwertung in %

0,9

1,4

1,6

     Anteil Beseitigung in %

1,1

1,4

1,2

Anteil gefährlicher Abfälle
an Gesamtmenge 1) in %

3,3

5,1

6,3

1) Gemäß Abfallverzeichnisverordnung, zum Beispiel Altöl.

Im Berichtsjahr sind rund 0,3 Mio. t weniger Abfälle an­­gefallen. Leicht rückläufig war das Aufkommen der Bau­abfälle, bei Siedlungsabfällen fiel der Rückgang mit rund 14% deutlich aus.

Die leichte Verbesserung der Recyclingquote im Be­­richts­­­jahr resultierte insbesondere aus einem geringeren Anteil gefährlicher Abfälle und einer noch besseren Ausschöpfung des Recyclingpotenzials bei Bauabfällen.

Durch gezielte Maßnahmen wie selektiven Rückbau und vertragliche Bindung von Sortier- und Recyclinganlagen möchten wir den Anteil der wiederverwendbaren Abfälle hoch halten und den Anteil zu beseitigender oder zu verbrennender Abfälle weiter reduzieren. So arbeiten wir derzeit an einer Strategie zur Entsorgung von gemischten Siedlungsabfällen mit dem Ziel, die enthaltenen Wertstoffe möglichst weitgehend zu recyceln. Damit können die Um­­weltauswirkungen deutlich reduziert werden.

Abfallmenge nach Abfallarten
in Tausend t

2017

2016

2015

Abfall insgesamt

12.642

12.921

11.814

     davon Bauabfälle

12.121

12.400

11.220

     davon Schrott

378

375

458

     davon Elektronikschrott

6,1

4,3

2,2

     davon Siedlungsabfälle

60,2

70,1

68,9

     davon Papier

23,1

25,3

23,1

     davon Altöl

4,0

6,6

5,9

     davon Sonstige 1)

49,6

40,1

35,7

1) Zum Beispiel Farben, Lacke, Schlämme und weitere Abfälle der Instandhaltung.

Mit der Einführung eines einheitlichen Abfallerfassungs­systems wurde die Datenerfassung harmonisiert. Mengensteigerung bei den Siedlungsabfällen und sonstigen Abfällen sind im europäischen Geschäft von DB Schenker angefallen.

Auf die Mengenentwicklung der Bauabfälle hatten zwei Geschäftsbereiche wesentlichen Einfluss. Sowohl im Projekt Stuttgart – Ulm (–0,3 Mio. t) als auch bei der DB Netz AG (+0,7 Mio. t) ist das Bauabfallaufkommen gegenüber dem Vorjahr leicht verändert, bei einer gestiegenen Recyclingquote.

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