Integrierter Bericht 2017 – Auf in eine neue Zeit!

Projekt Störungsmanagement bei Großstörungen gestartet

Als Reaktion auf die Zunahme des Störgeschehens haben wir im Oktober 2017 das Projekt Störungsmanagement bei Großstörungen ins Leben gerufen, um das geschäftsfeld­­übergreifende Störfallmanagement weiterzuentwickeln.

Neben der strategischen Prävention (unter anderem durch eine verbesserte Vegetationskontrolle) und dem Aus­­bau von Rückfallkonzepten liegt der Fokus auf der Entwicklung von Maßnahmen zur Verbesserung der Kundenbetreu­­ung und -information im Vorfeld, während und im Nachgang von Störfällen. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt hierbei in dem Management von Kundenströmen.

Aktionsplan Vegetation beschlossen

Unser Aktionsplan Vegetation trägt den geänderten Rahmenbedingungen und Auswirkungen von Extremwetterlagen auf den Bahnbetrieb Rechnung. Ziel ist es, die Schie­­neninfrastruktur sturmsicherer zu machen – damit die Fahrgäste auch bei kritischen Wetterlagen verlässlich ihr Ziel erreichen. Zusätzliche Rückschnitts- und Durchforstungs­­maßnahmen sowie der Aufbau von mehr Mitarbeitern sollen Schritt für Schritt die unwetterbedingten Auswirkungen auf Fahrgäste reduzieren.

Zu den rund 100 Mio. €, die für die Vegetationspflege und -kontrolle seit 2007 pro Jahr investiert werden, setzen wir für die Durchforstungsinitiative in den nächsten fünf Jahren zusätzliche 125 Mio. € ein. Die bewährte Schwerpunkt­­bearbeitung an störanfälligen Bereichen, den sogenannten Hotspots, die im Rahmen von Zukunft Bahn seit dem Vorjahr läuft, wird 2018 mit weiteren 1,8 Mio. € fortgesetzt. Hinzu kommen bis zu 150 neue Mitarbeiter, die für die verstärkten Inspektionen eingestellt werden. Der Aktionsplan Vegetation ist ganzheitlich und strategisch auf einen stabileren Waldbestand entlang der Gleise ausgerichtet. Sturm­anfällige Baumarten und -formen werden entfernt, stabile, standortgerechte Bäume und Sträucher unterstützt.

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