Integrierter Bericht 2017 – Auf in eine neue Zeit!

Eigenkapital unter anderem durch Kapitalerhöhung deutlich gestiegen

Bilanz per 31.12. in Mio. €

2017

2016

Verände­rung

absolut

%

Bilanzsumme 1)

56.436

56.324

+ 112

+ 0,2

Aktivseite

Langfristige Vermögenswerte 1)

45.625

45.290

+ 335

+ 0,7

Kurzfristige Vermögenswerte

10.811

11.034

– 223

– 2,0

Passivseite

Eigenkapital 1)

14.238

12.657

+ 1.581

+ 12,5

Langfristiges Fremdkapital 1)

27.510

28.525

– 1.015

– 3,6

Kurzfristiges Fremdkapital 1)

14.688

15.142

– 454

– 3,0

CHART 1587
CHART 1588

Es gab keine wesentlichen Änderungen in den IFRS-Vorschriften der Konsoli­dierungs- und Rechnungs­­­­legungs­grundsätze des DB-Konzerns, aus denen sich Veränderungen für den Konzern-Abschluss ergeben haben. Inan­­spruch­nahmen bilanzieller Wahlrechte werden im Konzern-Anhang erläutert.

Die Bilanzsumme ist leicht gestiegen:

  • Die langfristigen Vermögenswerte lagen leicht höher. Maßgeblich dafür war insbesonde­­re das Sachanlagevermögen (+724 Mio.). Hier wirkten vor allem Fahrzeugzugänge bei DB Fernverkehr. Gegenläufig gingen unter anderem die derivativen Finanzinstrumente (179 Mio.), die aktiven latenten Steuern (95 Mio.) infolge niedrigerer steuerlicher Ergebniserwartungen der DBAG sowie unter anderem abschreibungsbedingt die immateriellen Vermögenswerte (92 Mio.) zurück.
  • Der Rückgang der kurzfristigen Vermögenswerte wurde maßgeblich durch die flüssigen Mittel (1.053 Mio.) getrieben. Die Zunahme der Forderungen aus Lieferun­­gen und Leistungen (+597 Mio.) sowie der kurzfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte (+187 Mio.) vorwiegend aufgrund von Stichtagseffekten wirkte gegenläufig.

Strukturell ergab sich auf der Aktivseite daraus keine wesentliche Änderung.

Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital deutlich an. Maßgeblich waren hier die Kapitalerhöhung (+1.000 Mio. €), das erwirtschaftete Jahresergebnis (+765 Mio. €) sowie der zinsbedingte Anstieg der in den Rücklagen erfassten Änderungen im Zusammenhang mit der Neubewertung von Pensionen (+610 Mio. €). Gegenläufig wirkten vor allem die Dividendenzahlung an den Bund (–600 Mio. €) sowie die in den Rücklagen erfassten Änderungen im Zu­­sammenhang mit Volatilitäten von Währungen (–175 Mio. €).

Die Eigenkapitalquote verbesserte sich infolge des überproportional gestiegenen Eigenkapitals.

  • Das langfristige Fremdkapital ging zurück. Im Wesentlichen wurde diese Entwicklung geprägt durch:
    • einen Rückgang der Pensionsverpflichtungen (–582 Mio. €) infolge eines leicht gestiegenen Zinssatzes bei der Neubewertung,
    • niedrigere langfristige Finanzschulden (–326 Mio. €) und
    • einen Rückgang der passiven Abgrenzungen (–152 Mio. €) insbesondere aufgrund von Stichtags­effekten aus dem Vorjahr.
  • Auch das kurzfristige Fremdkapital ging zurück. Dies resultierte im Wesentlichen aus:
    • geringeren kurzfristigen sonstigen Rückstellungen (–229 Mio. €) vor allem infolge der teilweisen In­­anspruchnahme der Rückstellung für Stilllegungs­verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Ent­sorgungsfondsgesetz,
    • gesunkenen kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten (–112 Mio. €) unter anderem für Personal und Zinsen,
    • niedrigeren passiven Abgrenzungen (–95 Mio. €) und
    • gesunkenen kurzfristigen Finanzschulden (–79 Mio. €) vor allem infolge der Tilgung von fällig gewordenen Bankschulden.
    • Gegenläufig stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+57 Mio. €) aufgrund von Stichtagseffekten unter anderem bei DB Schenker.

In der Struktur der Passivseite ist der Anteil des kurz- und langfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme dementsprechend zurückgegangen.