Integrierter Bericht 2017 – Auf in eine neue Zeit!

Glossar

A

Abfall Darunter versteht man nicht mehr benötigte Überreste im festen Zustand, was Flüssig­­keiten und Gase in Behältern einschließt. Chemische Rückstän­­de werden ebenfalls als Abfallstoffe be­­zeichnet.

Anschlussgrad Fernverkehr/Fernverkehr Prozentualer Anteil der im Fahrplan ausgewiesenen Anschlüsse im Fernverkehr, die erreicht werden.

Arbeitgeberattraktivität Wird als gewichteter Durchschnitt vom Arbeitgeberranking der wesentlichen Zielgruppen gemessen, die von trendence – Europas führen­­dem For­­schungs­­institut im Bereich Employer-Bran­­ding, Personalmarketing und Recruiting – erhoben werden.

Auslastung Realer Anteil der Nutzung an der möglichen Kapazität.

B

Bahnstrommix Beinhaltet den Traktionsstrom der Eisenbahn­verkehrsunter­nehmen, die von DB Energie versorgt werden.

Bedarfsplan In den Bundesverkehrs­wegeplan eingestellte Neu- und Ausbaustrecken.

Bestandsnetz Bestehendes Schienennetz und damit Rückgrat der Infrastruktur.

Besteller In der Regel Bundesländer, die als Auf­gaben­trä­­­ger für den SPNV Nahver­kehrs­leis­­tungen bei Verkehrs­­­­­­unternehmen bestellen.

Betriebsleistung Von Eisenbahnverkehrs­­­­un­ter­nehmen auf dem Schie­nennetz zurückgelegte Strecke. Maßgröße: Trassen­kilo­­meter (Trkm).

Bewertung Anlagenqualität Zur Sicherstellung eines bedarfsgerechten Einsatzes der Instandhaltungsmittel und zur Prüfung der Verbesserung durch durchgeführte Maß­nahmen wird zyklisch und ereignisbezogen der Zu­­stand der baulichen und technischen An­­lagen im Rahmen einer Zustands­bewertung überprüft.

Brutto-Investitionen Insgesamt getätigte In­­ves­titionen in Sach­­an­­la­­gen und immaterielle Vermögens­­­gegen­stän­­de – un­­abhängig von der Finan­zierungsart.

Buskilometer (Buskm) Entspricht der Fahrt eines Busses über eine Entfernung von 1 km.

C

Capital Employed Umfasst das Sachanlagevermögen (einschließ­lich immaterieller Ver­mögens­­­­ge­gen­stände) sowie das Netto­umlauf­vermögen.

CDP Eine gemeinnützige Organisation, die das globale Offenlegungssystem für Investo­­ren, Unternehmen, Städte, Staaten und Regionen betreibt, um ihre Umweltauswirkungen zu messen und zu steuern. Es ist mittlerweile das weltweit größte Emissionsregister zu unter­­nehmensbezogenen Treibhausgasemissionen.

CO₂-Äquivalente Die Treibhausgaswirkung von Gasen wie Methan oder Distickstoffmono­­xid (Lachgas) wird in CO₂ umgerechnet
und aufaddiert.

Commercial-Paper-Programm (CP-Programm) Vertragliche Rahmen- oder Muster­doku­men­­­­ta­tion für die Be­gebung kurzfristiger Schuldverschreibungen.

Compliance Ein wichtiger Bestandteil der Corporate Governance. Man versteht darunter die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien sowie freiwillige Kodizes im Unternehmen.

D

DB-Bahnstrommix Beinhaltet ausschließlich den Strom, der den DB-eigenen Schienenverkehr in Deutschland versorgt.

DBeco plus Angebot für Schienengüterverkehrskunden, ihre Waren auf allen elek­­trifizierten Strecken innerhalb Deutschlands und Österreichs CO₂-frei transportieren zu lassen.

Debt-Issuance-Programm Vertragliche Rah­men- oder Muster­dokumen­tation für die Begebung von Anleihen. Hierdurch wird eine hohe Flexibilität in der Emissions­­tätig­keit ge­­währ­­leistet.

Derivative Finanzinstrumente (Derivate) Finanzinstrumente, deren Preis oder Wert von den künftigen Kursen oder Preisen anderer Güter, Ver­mögens­gegen­stände oder Re­ferenzgrößen (Zin­sen, Indizes) ab­­hängt. Es handelt sich hierbei um Verträge,
in denen die Ver­tragsparteien vereinbaren, Ver­mö­gens­­gegen­stände zu fest­gelegten Bedingun­­gen in der Zu­­kunft zu kaufen, zu verkaufen oder zu tauschen beziehungsweise alternativ Wert­­aus­­gleichszahlungen zu leisten.

Deutscher Nachhaltigkeitskodex (DNK) Bietet einen Rahmen für die Berichterstattung zu nicht finanziellen Leistungen, der von Orga­­­­ni­­sationen und Unternehmen jeder Größe und Rechtsform genutzt werden kann.

Diversity Bezeichnet die Vielfalt innerhalb der Belegschaft, unter anderem im Hinblick auf Geschlecht, Herkunft, Nationalität, Alter und körperliche Einschränkung.

E

Earnings before Interest and Taxes (EBIT) Operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern.

Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization (EBITDA) Operatives Er­­geb­­nis vor Zinsen, Steuern und Ab­­­schreibungen.

Eigenkapitalquote Finanzkennzahl, die auf die Bilanzstruktur ab­­stellt: An­teil des Eigenkapitals an der Bilanz­­summe in Prozent.

Endenergie Die Energieform, für die ein Endverbraucher eine Rechnung erhält, also zum Beispiel die getankte Kraftstoffmenge oder der bezogene Traktionsstrom.

Equity-Methode/At-Equity-Bilanzierung Verfahren zur Bilanzierung von Beteiligungen, die nicht auf Basis einer Vollkonsolidierung ­mit allen Ak­­tiva und Passiva in den Konzern-Ab­­schluss einbezogen werden. Hierbei wird der Beteiligungsbuchwert um die Entwicklung des anteiligen Eigenkapitals an der Beteiligung fortge­schrieben.

Erneuerbare Energien Energiequellen, die erneuerbar und prinzipiell un­­­­begrenzt vorhanden sind, zum Beispiel Wasser, Wind oder Son­­nenlicht.

Erneuerbare-Energien-Gesetz Bundesgesetz zur Förderung der Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien.

F

Fernverkehr Verkehre mit den Pro­duk­­ten ICE und IC/EC.

Floating Rate Note (FRN) Anleihe mit variabler Verzinsung.

Flüchtling Nach Genfer Flüchtlingskon­ven­tion eine Person, die sich außerhalb des Landes be­­fin­­det, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt oder in dem sie ihren ständigen Wohnsitz hat. Die Person muss ferner aufgrund ihrer Ethnie, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung aus Furcht vor Ver­­fol­­gung geflohen sein. Der Betreffende wird in seiner Heimat nicht geschützt und kann dorthin nicht zurück­­kehren.

Flüsterbremse Siehe K- und LL-Sohle.

G

Gearing Finanzkennzahl, die als Struktur­­kenn­­ziffer das Verhältnis von Netto-Finanzschulden zu Ei­­gen­kapital in Prozent beschreibt.

Gesamtpünktlichkeit Umfasst bei DB Netze Fahr­­weg alle Zug­verkehre auf der Infra­­struk­­tur der DB Netz AG.

Gesundheitsquote (nach Ausfallzeit) Zeigt den Anteil der nicht durch Krankheit ausgefalle­­nen Arbeitsleistung an der Ge­samtarbeitsleistung an (in Prozent nach Geschäftsfeldern) und bezieht damit nur die Mitarbeiter in die Quote mit ein, für die weiterhin ein Entgelt gezahlt wird.

Global Reporting Initiative (GRI) Eine internationale Organisation, die sich für die Verbreitung und Verbesserung der Nachhaltigkeitsberichterstattung einsetzt. Die GRI-Leitlinien gelten als der meistgenutzte und international anerkannteste Berichts­standard zur Nachhaltigkeit. 

Greenhouse Gas (GHG) Protocol Ein weltweit anerkannter Standard zur Quali­­fizierung und zum Management von Treibhausgas­emissionen, der von vielen Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Regierungen angewendet wird.

I

Intermodaler Wettbewerb Wettbewerb zwischen unterschiedlichen Verkehrsträgern, zum Beispiel zwischen Schiene und Luft­verkehr.

International Financial Reporting Standards (IFRS) International anerkannter Rech­nungs­­­legungs­­­standard. Seit 2002 gilt die Bezeichnung IFRS für das Gesamtkonzept der vom Inter­na­­­tional Accounting Standards Board ver­­­­­­­ab­schiedeten Standards. Bereits zuvor ver­­­ab­­schiedete Standards werden wei­ter als International Accounting Standards (IAS) zitiert.

Interoperabilität (Mehrsystemfähigkeit) Fä­hig­keit von Schienen­fahrzeugen, sich an un­­ter­­­schiedliche technische Standards (zum Bei­spiel Spurweiten oder Stromsysteme an­­zu­passen und so möglichst durchgängig zwischen verschiedenen Schienen­netzen einzelner Staaten zu verkehren.

Intramodaler Wettbewerb Wettbewerb innerhalb eines Verkehrsträgers, zum Beispiel innerhalb des Eisenbahnsektors.

Investitionszuschüsse Finanzierungsbetei­li­­gungen Dritter an spezi­fi­zierten Investi­tions­vor­haben ohne zukünftige Tilgungs­­erfordernisse.

K

K-Sohle Bremssohle aus Komposit-Werkstoffen (K), siehe auch V-Sohle.

Kapitalkosten Auf Basis von Marktwerten als ge­­wichteter Durch­­­­schnittswert aus risiko­adäquaten Marktrenditen für Eigen- und Fremdkapital berechnete Mindestrendite­­anfor­derung. 

Klima Nicht nur Wetter, sondern eine Mo­­ment­­­­auf­­­­nah­­­­me der sogenannten Klimafakto­­ren (Hö­­he, Relief, Ve­­getation etc.) und Klima­elemen­­te (Regen, Sonneneinstrahlung etc.) an einem Ort. 

Kohlenwasserstoffe (NHMC) Sind zum Beispiel in Erdöl, Erdgas oder Kohle enthalten. Bei Ausstoß gelten sie als umweltschädigend.

Kombinierter Verkehr (KV) Verknüpfter Trans­­port von Containern oder gan­­zen Lkw auf Schiene und Straße.

Konsolidierungskreis Gruppe der Tochter­-­unter­­­nehmen eines Konzerns, die in den Kon­­zern­­-Abschluss einbezogen sind.

Kontraktlogistik Leistungsbündel, das mehrere logistische Aktivitäten umfasst. Der Dienstleister ist nicht nur Or­­ga­nisator von Trans­­port­­aufträgen, sondern übernimmt eigen­ver­­ant­wortlich Teile der Wert­­­schöpfungs­­kette.

Kreditfazilitäten Von Banken eingeräumte Kreditmöglichkeiten, die bei Bedarf in Anspruch genom­­men werden können. Es handelt sich hier um fest zu­­ge­sagte Kredit­linien mit unterschiedlichen Laufzeiten, die zum Teil als jederzeit verfügbare Liqui­di­täts­­­­­re­serve dienen, während die »Umbrella-­Linien« insbesondere den aus­ländischen Tochter­ge­­sell­­­­schaf­­ten zur Working-Capital-­Finanzierung und als Garantielinie zur Verfügung stehen.

Kundenzufriedenheit Zufriedenheit der Kun­den und Partner mit einem Produkt/Angebot beziehungsweise einer Dienst­­­­leistung, die im Auftrag des DB-Konzerns durch unab­­hängige Marktfor­schungs­institute tele­­fonisch, persönlich oder online repräsen­­tativ er­­hoben und aus­gewertet wird. 

L

Lärm Störende oder gesundheitsschädigende Ge­­räu­sche für Mensch und Umwelt.

Lärmminderung Reduktion von Lärm durch aktiven (zum Bei­­­­s­piel Lärmschutz­wände) und passiven (zum Bei­­­­spiel Schall­­­schutz­­fenster) Lärmschutz sowie lärmmindernde Maßnahmen an Fahrzeugen.

Lärmsanierungsprogramm Freiwilliges Programm des Bundes zur Reduktion des Lärms an bestehenden Bahnstrecken, das vom DB-Kon­­zern umgesetzt wird.

Lärmvorsorge Rechtlicher Anspruch von Lärm­­schutzmaß­­nah­­men an Neu- und Aus­baus­trecken.

LL-Sohle Bremssohle aus Verbundstoffen (LL: Low Noise – Low Friction), siehe auch V-Sohle.

Lost Time Injury Frequency (LTIF) Beschreibt das Verhältnis zwischen Unfall­häufigkeit und effektiv geleisteten Arbeitsstunden bezogen auf 1 Mio. Arbeitsstunden. 

Luftschadstoffe Sind eine Luftverunreinigung, die schädliche Auswirkungen auf die Umwelt haben kann. Die Herkunft eines Luftschadstoffs kann sowohl natürlich oder durch den Menschen bedingt sein, zum Beispiel NOx oder SO₂.

M

Methan (CH₄) Treibhausgas, farb- und geruchs­­loser Kohlenwasserstoff, Hauptbestandteil von Erdgas.

Mitarbeiter mit Migrationshintergrund Aus­­ländische Staatsbürgerschaft oder Geburtsland abweichend vom Arbeitsland.

Mitarbeiterzufriedenheitsindex Wird anhand von Fragen zu Motivation, Arbeitszu­­frie­denheit und (emotionaler) Bindung auf einer Skala von 1 bis 5 (best­möglicher Wert) ermittelt.

N

Nachhaltigkeit Leitbild der Vereinbarkeit von ökologischen, so­­zialen und ökonomischen Zielen für eine zu­­­kunfts­­fähige und generatio­­nengerechte Entwicklung.

Nahverkehr Verkehre mit den Produkten IRE, RB, RE und S-Bahn.

Netto-Finanzschulden Saldo aus zinspflichtigen Außen­verbindlich­­­­­­­kei­­ten und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie den liquiden Mitteln und verzins­lichen Außenforderungen.

Netto-Investitionen Brutto-Investitionen ab­­züg­lich der Investitionszu­schüsse von Dritten, zum Beispiel für Infra­struktur­investitionen.

O

Operate Leases Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente: ge­­pachtete oder gemietete Vermögens­gegen­­stände.

Operatives Ergebnis nach Zinsen Ergebniskennzahl, die für eine nachhaltige Er­­geb­nis­beur­tei­lung zusätzlich die Finanzierungs­­kosten be­rück­sich­tigt (vor allem in den Infra­­struk­tur­­­ge­schäfts­f­eldern relevant). Daher wird im Vergleich zum EBIT zusätzlich der operative Zins­saldo berücksichtigt.

P

Partikel Kleine Teilchen, wie zum Beispiel Staub.

Personenkilometer (Pkm) Maßgröße für die Ver­kehrsleistung im Personen­­­­­ver­kehr: Produkt aus der Anzahl der be­­förderten Personen und der mittle­­ren Reise­reichweite.

Primärenergie Energie, gerechnet ab dem Energieträger in sei­­ner natürlichen Form, also inklusive Gewin­nung, Transport und Um­­wandlung.

Pünktlichkeit Anteil pünktlicher Halte in Bezug auf alle Unter­­wegs- und Endhalte in Deutschland. Ein Halt wird als pünktlich gewertet, wenn die plan­mäßige Ankunftszeit im Personenverkehr um weniger als sechs bezie­­hungsweise im Güter­­verkehr um weniger als 16 Minuten überschritten wurde.

R

Rating Bonitätseinstufung, die durch Rating-­Agen­­­turen vorgenommen wird und Aus­­wirkungen auf die Refinanzierungsmög­lichkeiten und -kosten eines Unternehmens hat.

Recycling Stoffliche Verwertung, zum Beispiel von Abfall.

Ressource Hilfsmittel, Geldmittel, Reserve, Rohstoff.

Return on Capital Employed (ROCE) Kenn­ziffer zur wertorientierten Steuerung. Ent­­spricht der Rendite auf das betrieblich eingesetzte Ver­­mögen (Capi­tal Em­­­ployed). Ver­hält­nis­­­­zahl in Prozent, de­finiert als (be­­reinigtes) EBIT im Verhält­nis zum Capital Employed.

Rohertrag Betrag, der vom Umsatz nach Ab­­zug der variablen (= umsatzabhängigen) Kosten beziehungs­weise di­­rek­­ten  (= auftragsabhängigen) Kosten verbleibt.

Rußpartikel Emissionen, die bei der Verbrennung von Diesel­­­­kraftstoffen entstehen. Zu den Diesel­emissio­­nen zählt ebenfalls Feinstaub.

S

Saldierungsfähiges Planvermögen Vermögensgegenstände, die bilanziell mit Brutto-­Pensions­ver­pflichtungen verrechnet werden. 

Schallschutzwand Mittel des aktiven Schallschutzes an Bahn­strecken, meist aus Materialien wie Aluminium, Holz, Be­­ton. Neu­­-
artig sind Schallschutzwände aus mit Steinen gefüllten Drahtkörben (Gabio­­nen).

Schwefeldioxid (SO₂) Ein farbloses, schleim­­haut­­reizendes Gas, das bei der Verbrennung von Kohle und Erdöl entsteht. Es verursacht sauren Regen.

Scope 1 – 3 (gemäß GHG) Im Rahmen des Carbon Accountings werden die Emis­­sionen in drei sogenannte Scopes (Gel­tungs­­bereiche) eingeteilt. Für den DB-Kon­­zern gilt: Scope 1 = CO₂-Emissionen unserer eige­nen Fahr­­zeuge, Scope 2 = Traktionsstrombereitstellung, Scope 3 = Transportdienst­leistungen un­­se­­rer Sub­­­un­ternehmer. Scope 3 beinhaltet auf­grund unseres Ge­­schäfts­modells nur die trans­­port­be­dingten Emissionen gemäß Greenhouse Gas Protocol.

Spezifisch Relativ, zum Beispiel auf die Verkehrsleistung bezogen.

Stakeholder Interessen-/Anspruchsgruppen und -vertreter.

Stationäre Anlagen Gebäude und Anlagen wie Werke und Bahnhöfe.

Stationspreissystem Transparentes und dis­kri­minierungsfreies Preis­­­system für die Nutzung der Personen­bahn­­höfe. Die Höhe der Stationspreise ist maß­­geb­lich von dem Leis­­tungs- und Ausstattungsstand des je­­wei­ligen Bahnhofs abhängig.

Stickoxide (NOx) Luftschadstoffe, die durch Verbrennung von fossilen Brennstoffen entstehen und gesundheitsschädlich sein können.

Strommix Zusammensetzung des Stroms nach Art der Ener­gie­erzeugung (zum Beispiel Steinkohle, erneuerbare Energien).

Supply Chain (Wertschöpfungskette) Stellt die Stufen der Produktion als eine ge­­ord­­nete Reihung von Tätigkeiten dar. Diese Tä­tig­­keiten schaffen Werte, verbrauchen Ressour­­cen und sind in Prozessen miteinander verbunden.

Sustainable Development Goals (SDG) Politische Zielsetzungen der Vereinten Nationen, die eine nachhaltige Entwicklung auf öko­nomischer, sozialer sowie ökolo­gischer Ebene sichern sollen. Die Ziele traten am 1. Januar 2016 mit einer Laufzeit bis 2030 in Kraft und gelten für alle Staaten.

Swap Stellt den Grundbegriff für Finanz­­­ins­­­trumente dar, die den Austausch von zukünf­­­­­ti­­gen Zahlungsströmen zum Inhalt haben. Dadurch kön­­nen finanzielle Risi­ken (Zinsen, Währungen, Rohstoffe) gezielt ab­­gesichert werden.

T

Tank-to-Wheel (TTW) Berechnung des An­­triebs­­stoffes ohne Umwand­lungsprozesse.

Tilgungsdeckung Finanzkennziffer, die das Verhältnis zwischen laufender Finan­zierungs­­kraft und den finan­­ziel­­len Ver­pflichtungen des Unternehmens (adjustierte Netto-Finanz­schulden) beschreibt.

Tonnenkilometer (tkm) Maßgröße für die Ver­kehrsleistung im Güter­­ver­kehr: Produkt aus der transportierten Menge (Ton­­­nen)
und der zurückgelegten Entfernung (Kilometer).

Traktion Antrieb zur Beförderung von Zügen. Je nach Ener­­­­giequelle, Antriebsmaschine und Kraft­­über­­­­tra­gung werden unter anderem elektrische, die­­sel­elektrische und diesel­hydraulische Traktion unterschieden. Triebfahrzeuge, die neben der elek­trischen Traktion auch über eine diesel­­­­gestützte Traktion verfügen, werden auch als Hybrid­fahrzeuge bezeichnet.

Trasse Im Fahrplan festgelegter Laufweg eines Zuges.

Trassenkilometer (Trkm) Siehe Betriebsleistung.

Trassenpreissystem (TPS) Regelt transpa­rent und diskriminierungsfrei die Preise für die Nutzung des Schienennetzes durch interne und externe Kun­den unter Be­­rück-sichtigung der individuellen Charakteristiken der be­­nutz­­ten Infrastruktur. 

U

Umwelt-Plus Spezielle Angebote für Kunden, im Personenverkehr ihre Reisen CO₂-frei zu unternehmen.

United Nations Global Compact Die weltweit größte und wichtigste Initiative für ver­antwortungsvolle Unternehmensführung. Auf der Grundlage ihrer zehn universellen Prinzipien verfolgt sie die Vision einer inklusiven und nachhaltigen Weltwirtschaft zum Nutzen aller Menschen, Gemeinschaften und Märkte, heute und in Zukunft.

V

V-Sohle Bremssohle aus Verbundstoffen (V), die das Rollgeräusch von Güterwagen halbiert. Sammelbegriff für die Brems­sohlentypen K-Sohle und LL-Sohle.

Vegetationskontrolle Überprüfung und Zu­­schneiden/Entfernen der Ve­­getation im und am Gleiskörper durch me­­cha­ni­sche und
chemische (nur im un­mittelbaren Gleisbereich) Verfahren.

Verkehrsleistung Zentrale Kennzahl zur Messung der erbrachten Leis­­tung im Perso­­nen- und Güterverkehr. Maß­größen:
Per­­sonenkilometer (Pkm), Ton­nen­­­kilo­­­meter (tkm).

Verkehrsträger Streckenart der Verkehrsmittel, wie beispielsweise Straße oder Schiene.

Verkehrsvertrag Vertrag zwischen Besteller und Eisenbahn­­ver­kehrs­­unternehmen über die Erbringung von Personennahverkehrsleistungen.

Versorgungssicherheit Maß für die Zuverlässig­­keit der Energieversorgung des Eisenbahnbetriebs in Deutschland.

W

Well-to-Wheel (WTW) Methode, den gesamten Prozess der Bereitstel­­lung eines Antriebsstoffes darzustellen.

Z

Zinslose Darlehen Zu tilgende, aber unverzins­­liche Darlehen des Bun­­des. Resultieren aus Finan­zierungs­be­tei­li­gun­­gen der
Bun­des­republik Deutschland für In­­ves­ti­tionen in den Ausbau und den Ersatz der Schienenwege.

Zufriedenheitsindex Index, abgefragt im Allgemeinen auf einer Notenskala von 1 (sehr zufrieden) bis 6 (sehr unzufrieden). Diese Noten werden umgerechnet und auf einer Skala von 0 bis 100 dargestellt: (0 Punkte = Note 6; 20 Punkte = Note 5; 40 Punkte = Note 4; 60 Punkte = Note 3; 80 Punkte = Note 2; 100 Punkte = Note 1).

Zugkilometer (Zugkm) Entspricht der Fahrt eines Zuges über eine Entfernung von 1 km.

Zukunft Bahn Konzernprogramm zur Ver­besserung der Qualität im System­verbund Bahn.