Integrierter Bericht 2018 – Auf dem Weg zu einer besseren Bahn

Glossar

A

Anleihe

Verzinsliches Wertpapier, durch das Finanzmittel am Kapitalmarkt aufgenommen werden. Dient der mittel- bis langfristigen Fremdfinanzierung von Unternehmen.

Anschlussgrad Fernverkehr/Fernverkehr

Prozentualer Anteil der im Fahrplan ausgewiesenen Anschlüsse im Fernverkehr, die erreicht werden.

Arbeitgeberattraktivität

Wird als gewichteter Durchschnitt vom Arbeitgeberranking der wesentlichen Zielgruppen gemessen, die von trendence – Europas führendem Forschungsinstitut im Bereich Employer-Branding, Personalmarketing und Recruiting – erhoben werden

Auslastung

Realer Anteil der Nutzung an der möglichen Kapazität.

B

Bahnstrommix

Zusammensetzung des Antriebsstroms aller Eisenbahnverkehrsunternehmen in Deutschland, der unter anderem von DB Netze Energie über das Bahnstromnetz bereitgestellt wird.

Bedarfsplan

In den Bundesverkehrswegeplan eingestellte Neu- und Ausbaustrecken.

Bestandsnetz

Bestehendes Schienennetz und damit Rückgrat der Infrastruktur.

Besteller

In der Regel Bundesländer, die als Aufgabenträger für den SPNV Nahverkehrsleistungen bei Verkehrsunternehmen bestellen.

Betriebsleistung

Von Eisenbahnverkehrsunternehmen auf dem Schienennetz zurückgelegte Strecke. Maßgröße: Trassenkilometer (Trkm).

Bewertung Anlagenqualität

Zur Sicherstellung eines bedarfsgerechten Einsatzes der Instandhaltungsmittel und zur Prüfung der Verbesserung durch durchgeführte Maßnahmen wird zyklisch und ereignisbezogen der Zustand der baulichen und technischen Anlagen im Rahmen einer Zustandsbewertung überprüft.

Brutto-Investitionen

Insgesamt getätigte Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände – unabhängig von der Finanzierungsart.

Buskilometer (Buskm)

Entspricht der Fahrt eines Busses über eine Entfernung von 1 km.

C

Capital Employed

Umfasst das Sachanlagevermögen (einschließlich immaterieller Vermögensgegenstände) sowie das Nettoumlaufvermögen.

Carbon Disclosure Project (CDP)

Eine internationale Organisation, die das globale Offenlegungssystem für Investoren, Unternehmen, Städte, Staaten und Regionen betreibt, um ihre Umweltauswirkungen zu messen und zu steuern. Es ist mittlerweile das weltweit größte Emissionsregister zu unter - nehmensbezogenen Treibhausgasemissionen.

CO₂-Äquivalente

Klimawirksame Gase, zum Beispiel Methan und Lachgas (Distickstoffmonoxid), die hinsichtlich ihrer Klimawirksamkeit in CO₂ umgerechnet werden.

Commercial-Paper-Programm (CP-Programm)

Vertragliche Rahmen- oder Musterdokumentation für die Begebung kurzfristiger Schuldverschreibungen.

Compliance

Ein wichtiger Bestandteil der Corporate Governance. Man versteht darunter die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien sowie freiwilliger Kodizes im Unternehmen.

D

DB-Bahnstrommix

Elektrischer Antriebsstrom, mit dem von DB Energie DB-eigene Schienenverkehrsunternehmen in Deutschland versorgt werden.

DBeco plus

Angebot für Schienengüterverkehrskunden, um ihre Waren auf allen elektrifizierten Strecken innerhalb Deutschlands und Österreichs CO₂-frei transportieren zu lassen.

Debt-Issuance-Programm

Vertragliche Rahmen- oder Musterdokumentation für die Begebung von Anleihen. Hierdurch wird eine hohe Flexibilität in der Emissionstätigkeit gewährleistet.

Derivative Finanzinstrumente (Derivate)

Finanzinstrumente, deren Preis oder Wert von den künftigen Kursen oder Preisen anderer Güter, Vermögensgegenstände oder Referenzgrößen (Zinsen, Indizes) abhängt. Es handelt sich hierbei um Verträge, in denen die Vertragsparteien vereinbaren, Vermögensgegenstände zu festgelegten Bedingungen in der Zukunft zu kaufen, zu verkaufen oder zu tauschen beziehungsweise alternativ Wertausgleichszahlungen zu leisten.

Deutscher Nachhaltigkeitskodex (DNK)

Bietet einen Rahmen für die Berichterstattung zu nicht finanziellen Leistungen, der von Organisationen und Unternehmen jeder Größe und Rechtsform genutzt werden kann.

Diversity

Bezeichnet die Vielfalt innerhalb der Belegschaft im Hinblick auf Geschlecht, Herkunft, Nationalität, Generation, Religion, sexuelle Orientierung sowie physische und psychische Fähigkeiten. Gleichzeitig werden darunter auch die vielfältigen Perspektiven, Werte, Berufserfahrungen und Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstanden.

E

Earnings before Interest and Taxes (EBIT)

Operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern.

Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization (EBITDA)

Operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.

Eigenkapitalquote

Finanzkennzahl, die auf die Bilanzstruktur abstellt: Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme in Prozent.

Einkaufsvolumen

Summe aller Nettobestellwerte aus Einzelbestellungen und Abrufen aus Rahmenverträgen, die durch die jeweiligen Produktbereiche abgeschlossen wurden.

Endenergie

Die Energieform, für die ein Endverbraucher eine Rechnung erhält, also zum Beispiel die getankte Kraftstoffmenge oder der bezogene Traktionsstrom.

Equity-Methode/At-Equity-Bilanzierung

Verfahren zur Bilanzierung von Beteiligungen, die nicht auf Basis einer Vollkonsolidierung mit allen Aktiva und Passiva in den KonzernAbschluss einbezogen werden. Hierbei wird der Beteiligungsbuchwert um die Entwicklung des anteiligen Eigenkapitals an der Beteiligung fortgeschrieben.

Erneuerbare Energien

Energie aus erneuerbaren und prinzipiell unbegrenzt vorhandenen Energiequellen, zum Beispiel Wasser, Wind oder Sonnenlicht.

Erneuerbare-Energien-Gesetz

Bundesgesetz zur Förderung der Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien.

F

Fernverkehr

Verkehre mit den Produkten ICE und IC/EC.

Floating Rate Note (FRN)

Anleihe mit variabler Verzinsung.

Flüsterbremse

Siehe K- und LL-Sohle.

G

Gearing

Finanzkennzahl, die als Strukturkennziffer das Verhältnis von Netto-Finanzschulden zu Eigenkapital in Prozent beschreibt.

Gesamtpünktlichkeit

Umfasst bei DB Netze Fahrweg alle Zugverkehre auf der Infrastruktur der DB Netz AG.

Gesundheitsquote (nach Ausfallzeit)

Zeigt den Anteil der nicht durch Krankheit ausgefallenen Arbeitsleistung an der Gesamtarbeitsleistung an (in Prozent nach Geschäftsfeldern) und bezieht damit nur die Mitarbeiter in die Quote mit ein, für die weiterhin ein Entgelt gezahlt wird.

Global Reporting Initiative (GRI)

Eine internationale Organisation, die sich für die Verbreitung und Verbesserung der Nachhaltigkeitsberichterstattung einsetzt. Die GRIStandards gelten als der meistgenutzte und international anerkannteste Berichtsstandard zur Nachhaltigkeit.

Greenhouse Gas (GHG) Protocol

Ein weltweit anerkannter Standard zur Qualifizierung und zum Management von Treibhausgasemissionen, der von vielen Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Regierungen angewendet wird.

I

International Financial Reporting Standards (IFRS)

International anerkannter Rechnungslegungs - standard. Seit 2002 gilt die Bezeichnung IFRS für das Gesamtkonzept der vom Inter - national Accounting Standards Board verabschiedeten Standards. Bereits zuvor verab - schiedete Standards werden weiter als International Accounting Standards (IAS) zitiert.

Interoperabilität (Mehrsystemfähigkeit)

Fähigkeit von Schienenfahrzeugen, sich an unterschiedliche technische Standards (zum Beispiel Spurweiten oder Stromsysteme) anzupassen und so möglichst durchgängig zwischen verschiedenen Schienennetzen einzelner Staaten zu verkehren.

Intramodaler Wettbewerb

Wettbewerb innerhalb eines Verkehrsträgers, zum Beispiel innerhalb des Eisenbahnsektors.

Investitionszuschüsse

Finanzierungsbeteiligungen Dritter an spezifizierten Investitionsvorhaben ohne zukünftige Tilgungserfordernisse.

K

K-Sohle

Bremssohle aus Komposit-Werkstoffen (K), siehe auch V-Sohle.

Kapitalkosten

Auf Basis von Marktwerten als gewichteter Durchschnittswert aus risikoadäquaten Marktrenditen für Eigen- und Fremdkapital berechnete Mindestrenditeanforderung.

Klima

Nicht nur Wetter, sondern eine Momentaufnahme der sogenannten Klimafaktoren (Höhe, Relief, Vegetation etc.) und Klimaelemente (Regen, Sonneneinstrahlung etc.) an einem Ort.

Kohlenwasserstoffe (NHMC)

Sind zum Beispiel in Erdöl, Erdgas oder Kohle enthalten. Bei Ausstoß gelten sie als umweltschädigend.

Kombinierter Verkehr (KV)

Verknüpfter Transport von Containern oder ganzen Lkw auf Schiene und Straße.

Konsolidierungskreis

Gruppe der Tochterunternehmen eines Konzerns, die in den Konzern-Abschluss einbezogen sind.

Kontraktlogistik

Leistungsbündel, das mehrere logistische Aktivitäten umfasst. Der Dienstleister ist nicht nur Organisator von Transportaufträgen, sondern übernimmt eigenverantwortlich Teile der Wertschöpfungskette.

Kreditfazilitäten

Von Banken eingeräumte Kreditmöglichkeiten, die bei Bedarf in Anspruch genommen werden können. Es handelt sich hier um fest zugesagte Kreditlinien mit unterschiedlichen Laufzeiten, die zum Teil als jederzeit verfügbare Liquiditätsreserve dienen, während die »Umbrella-Linien« insbesondere den ausländischen Tochtergesellschaften zur Working-Capital-Finanzierung und als Garantielinie zur Verfügung stehen.

Kundenzufriedenheit

Zufriedenheit der Kunden und Partner mit einem Produkt/Angebot beziehungsweise einer Dienstleistung, die im Auftrag des DB-Konzerns durch unabhängige Marktforschungsinstitute telefonisch, persönlich oder online repräsentativ erhoben und ausgewertet wird.

Kundenzufriedenheitsindex

Index, abgefragt im Allgemeinen auf einer Notenskala von 1 (sehr zufrieden) bis 6 (sehr unzufrieden). Diese Noten werden umgerechnet und auf einer Skala von 0 bis 100 dargestellt: (0 Punkte = Note 6; 20 Punkte = Note 5; 40 Punkte = Note 4; 60 Punkte = Note 3; 80 Punkte = Note 2; 100 Punkte = Note 1).

L

Lärm

Für Mensch und Umwelt störende oder gesundheitsschädigende Geräusche.

Lärmminderung

Reduktion von Lärm durch aktiven (zum Beispiel Lärmschutzwände) und passiven (zum Beispiel Schallschutzfenster) Lärmschutz sowie lärmmindernde Maßnahmen an Fahrzeugen.

Lärmsanierungsprogramm

Freiwilliges Programm des Bundes zur Reduktion des Lärms an bestehenden Bahnstrecken, das vom DB-Konzern umgesetzt wird.

Lärmvorsorge

Rechtlicher Anspruch von Lärmschutzmaß - nahmen an Neu- und Ausbaustrecken.

Lieferkette

Stellt die Stufen der Produktion als eine geordnete Reihung von Tätigkeiten dar. Diese Tätigkeiten schaffen Werte, verbrauchen Ressourcen und sind in Prozessen miteinander verbunden.

LL-Sohle

Bremssohle aus Verbundstoffen (LL: Low Noise – Low Friction), siehe auch V-Sohle.

Lost Time Injury Frequency (LTIF)

Beschreibt das Verhältnis zwischen Unfallhäufigkeit und effektiv geleisteten Arbeitsstunden bezogen auf 1 Mio. Arbeitsstunden.

Luftschadstoffe

Sind eine Luftverunreinigung, die schädliche Auswirkungen auf die Umwelt haben kann. Die Herkunft eines Luftschadstoffs kann sowohl natürlich oder durch den Menschen bedingt sein, zum Beispiel NOx oder SO₂.

M

Mitarbeiterzufriedenheitsindex

Wird im Rahmen der konzernweiten Mitarbeiterbefragung alle zwei Jahre anhand von Fragen zu Motivation, Arbeitszufriedenheit und (emotionaler) Bindung auf einer Skala von 1 bis 5 (bestmöglicher Wert) ermittelt.

N

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit Leitbild der Vereinbarkeit von ökologischen, sozialen und ökonomischen Zielen für eine zukunftsfähige und generationengerechte Entwicklung.

Nahverkehr

Verkehre mit den Produkten IRE, RB, RE und S-Bahn.

Netto-Finanzschulden

Saldo aus zinspflichtigen Außenverbindlich - keiten und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie den liquiden Mitteln und verzinslichen Außenforderungen.

Netto-Investitionen

Brutto-Investitionen abzüglich der Investitionszuschüsse von Dritten, zum Beispiel für Infrastrukturinvestitionen.

ntermodaler Wettbewerb

Wettbewerb zwischen unterschiedlichen Verkehrsträgern, zum Beispiel zwischen Schiene und Luftverkehr.

O

Ökosystem (digital)

Orientiert sich hinsichtlich Struktur und Funktionsweise an biologischen Systemen. Dabei wird ein Portfolio aus Eigenentwicklungen, Beteiligungen und Partnerschaften für ein spezifisches Themenfeld, organisatorisch unabhängig vom Kerngeschäft, aufgebaut. Kennzeichnend für ein zukunftsweisendes digitales Ökosystem ist die flexible, intelligente Verschachtelung einzelner autonomer Geschäftsmodelle.

On-Demand-Angebote

Dienstleistungen, die für den Kunden, nach dessen Anforderung, auf Abruf bereitgestellt werden

Operate Leases

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente: gepachtete oder gemietete Vermögensgegenstände

Operatives Ergebnis nach Zinsen

Ergebniskennzahl, die für eine nachhaltige Ergebnisbeurteilung zusätzlich die Finanzierungskosten berücksichtigt (vor allem in den Infrastrukturgeschäftsfeldern relevant). Daher wird im Vergleich zum EBIT zusätzlich der operative Zinssaldo berücksichtigt.

P

Partikel

Kleine bis kleinste Teilchen, wie zum Beispiel Staub oder Ruß.

Personalbedarfsdeckungsquote

Zeigt den aktiven Personalbestand inklusive Zeitarbeitnehmern und zuzüglich Auszubildender und dual Studierender in Vollzeitpersonen geteilt durch den Personalbedarf in Vollzeitpersonen inklusive Auszubildender und dual Studierender.

Personenkilometer (Pkm)

Maßgröße für die Verkehrsleistung im Personenverkehr: Produkt aus der Anzahl der beförderten Personen und der mittleren Reisereichweite.

Platooning

System, durch das mindestens zwei Fahzeuge mithilfe von technischen Fahrassistenzund Steuerungssystemen in geringem Abstand hintereinander fahren können.

Primärenergie

Energie, gerechnet ab dem Energieträger in seiner natürlichen Form, also inklusive Gewinnung, Transport und Umwandlung.

Pünktlichkeit

Anteil pünktlicher Halte in Bezug auf alle Unterwegs- und Endhalte in Deutschland. Ein Halt wird als pünktlich gewertet, wenn die planmäßige Ankunftszeit im Personenverkehr um weniger als sechs beziehungsweise im Güterverkehr um weniger als 16 Minuten überschritten wurde.

R

Rating

Bonitätseinstufung, die durch Rating-Agen - turen vorgenommen wird und Auswirkungen auf die Refinanzierungsmöglichkeiten und -kosten eines Unternehmens hat.

Ressource

Hilfsmittel, Geldmittel, Reserve, Rohstoff.

Return on Capital Employed (ROCE)

Kennziffer zur wertorientierten Steuerung. Entspricht der Rendite auf das betrieblich eingesetzte Vermögen (Capital Employed). Verhältniszahl in Prozent, definiert als (bereinigtes) EBIT im Verhältnis zum Capital Employed.

Rohertrag

Betrag, der vom Umsatz nach Abzug der variablen (= umsatzabhängigen) Kosten beziehungsweise direkten (= auftragsabhängigen) Kosten verbleibt.

Rußpartikel

Emissionen, die bei der Verbrennung von Dieselkraftstoffen entstehen. Zu den Dieselemissionen zählt ebenfalls Feinstaub.

S

Saldierungsfähiges Planvermögen

Vermögensgegenstände, die bilanziell mit Brutto-Pensionsverpflichtungen verrechnet werden.

Schallschutzwand

Mittel des aktiven Schallschutzes an Bahnstrecken, meist aus Materialien wie Aluminium, Holz, Beton. Neuartig sind Schallschutzwände aus mit Steinen gefüllten Drahtkörben (Gabionen).

Scope 1–3 (gemäß GHG)

Im Rahmen des Carbon Accountings werden die Emissionen in drei sogenannte Scopes (Geltungsbereiche) eingeteilt. Für den DB-Konzern gilt: Scope 1 = Treibhausgasemissionen unserer eigenen Fahrzeuge, Scope 2 = Traktionsstrombereitstellung, Scope 3 = Transportdienstleistungen unserer Subunternehmer. Scope 3 beinhaltet aufgrund unseres Geschäftsmodells nur die transportbedingten Emissionen gemäß Greenhouse Gas Protocol.

Spezifisch

Relativ, zum Beispiel auf die Verkehrsleistung bezogen.

Stakeholder

Interessen-/Anspruchsgruppen und -vertreter.

Stationäre Anlagen

Gebäude und Anlagen wie Werke und Bahnhöfe.

Stationspreissystem

Transparentes und diskriminierungsfreies Preissystem für die Nutzung der Personenbahnhöfe. Die Höhe der Stationspreise ist maßgeblich von dem Leistungs- und Ausstattungsstand des jeweiligen Bahnhofs abhängig.

Strommix

Zusammensetzung des Stroms nach Art der Energieerzeugung (zum Beispiel Steinkohle, erneuerbare Energien).

Sustainable Development Goals (SDGs)

Politische Zielsetzungen der Vereinten Nationen, die eine nachhaltige Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene sichern sollen. Die Ziele traten am 1.Januar 2016 mit einer Laufzeit bis 2030 in Kraft und gelten für alle Mitgliedsstaaten.

Swap

Stellt den Grundbegriff für Finanzinstrumente dar, die den Austausch von zukünftigen Zahlungsströmen zum Inhalt haben. Dadurch können finanzielle Risiken (Zinsen, Währungen, Rohstoffe) gezielt abgesichert werden.

T

Tank-to-Wheel (TTW)

Berechnung der verbrennungsbedingten Emissionen eines Antriebsstoffes ohne Betrachtung der Rohstoffgewinnungs- und Produktionsprozesse.

Tilgungsdeckung

Finanzkennziffer, die das Verhältnis zwischen laufender Finanzierungskraft und den finanziellen Verpflichtungen des Unternehmens (adjustierte Netto-Finanzschulden) beschreibt.

Tonnenkilometer (tkm)

Maßgröße für die Verkehrsleistung im Güter - verkehr: Produkt aus der transportierten Menge (Tonnen) und der zurückgelegten Entfernung (Kilometer).

Traktion

Antrieb zur Beförderung von Zügen. Je nach Energiequelle, Antriebsmaschine und Kraft - übertragung werden unter anderem elektrische, dieselelektrische und dieselhydraulische Traktion unterschieden. Triebfahrzeuge, die neben der elektrischen Traktion auch über eine dieselgestützte Traktion verfügen, werden auch als Hybridfahrzeuge bezeichnet.

Trasse

Derjenige Anteil der Schienenwegkapazität, der erforderlich ist, damit ein Zug zu einer bestimmten Zeit zwischen zwei Orten verkehren kann.

Trassenkilometer (Trkm)

Siehe Betriebsleistung.

Trassenpreissystem (TPS)

Beinhaltet die Preise für die Trassennutzung durch die Kunden (insbesondere die der Eisenbahnverkehrsunternehmen) in Abhängigkeit von den jeweiligen Marktsegmenten und den zurückgelegten Trassenkilometern.

U

Umwelt-Plus

Spezielle Angebote für Kunden, im Personenverkehr ihre Reisen CO₂-frei zu unternehmen.

United Nations Global Compact

Die weltweit größte Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung. Auf der Grundlage ihrer zehn universellen Prinzipien verfolgt sie die Vision einer inklusiven und nachhaltigen Weltwirtschaft zum Nutzen aller Menschen, Gemeinschaften und Märkte, heute und in Zukunft.

V

V-Sohle

Bremssohle aus Verbundstoffen (V), die das Rollgeräusch von Güterwagen halbiert. Sammelbegriff für die Bremssohlentypen K-Sohle und LL-Sohle.

Vegetationskontrolle

Überprüfung und Zuschneiden/Entfernen der Vegetation im und am Gleiskörper durch mechanische und chemische (nur im unmittelbaren Gleisbereich) Verfahren.

Verkehrsleistung

Zentrale Leistungsgröße zur Messung der er - brachten Transportleistung im Personenund Güterverkehr. Maßgrößen: Personenkilometer (Pkm), Tonnenkilometer (tkm).

Verkehrsträger

Streckenart der Verkehrsmittel, wie beispielsweise Straße oder Schiene.

Verkehrsvertrag

Vertrag zwischen Besteller und Eisenbahnverkehrsunternehmen über die Erbringung von Personennahverkehrsleistungen.

Versorgungssicherheit

Maß für die Zuverlässigkeit der Energieversorgung des Eisenbahnbetriebs in Deutschland.

W

Well-to-Wheel (WTW)

Ansatz zur Berechnung von Emissionen eines Antriebsstoffes unter Berücksichtigung des gesamten Prozesses der Bereitstellung.

Z

Zinslose Darlehen

Zu tilgende, aber unverzinsliche Darlehen des Bundes. Resultieren aus Finanzierungsbeteiligungen der Bundesrepublik Deutschland für Investitionen in den Ausbau und den Ersatz der Schienenwege.

Zugkilometer (Zugkm)

Entspricht der Fahrt eines Zuges über eine Entfernung von 1 km.